OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Verführerisch und abstossend: Amuse-Bouche im Museum Tinguely
In ihrer Ausstellungsreihe zu den menschlichen Sinnen widmet das Museum Tinguely ihre Aufmerksamkeit nun dem niedersten von alllen, dem Geschmackssinn. von Mirco Kaempf
20.02.23 Amuse Bouche im Tinguely
Das Museum Tinguely führt seine Ausstellungsreihe zu den menschlichen Sinnen fort und präsentiert nun: Amuse-Bouche, der Geschmack der Kunst.
"Erst das Fressen, dann die Moral" hat uns Bertolt Brecht seiner Zeit in der Dreigroschenoper eingeimpft. Und ja, der Geschmackssinn sei der niederste, aller menschlicher Sinne teilt das Museum Tinguely mit und widmet ebendiesem eine grosse Ausstellung, mit 120 Werken. Doch wer sich mit Amuse-Bouche - der Geschmack der Kunst auseinandersetzt merkt schnell, dass der Umgang mit Kunst und Welt ein sehr subtiler, sehr differenzierter ist. So setzt uns der umgarnende Duft von weisser Schokolade im Werk Sonja Alhäusers (Schokoladenmaschine II, 1999) sofort in rezeptorische Erinnerungen, schickt uns in ein rabbithole der persönlichen Assoziationen und lässt uns doch an bittere Realitäten denken. Wie bspw der Umgang mit Lebensmitteln im globalökonomischen Alltag, der immer abstrahierteren Beziehung zwischen Natur und Mensch. Wunderbar dystopisch reihen sich hierbei die beliebten Suppendosen Andy Warhols mit ein, oder Dieter Roths Grosses Schimmelbild von 1969. Vor allem die Künstler*Innen von heute scheinen einen Hang zurück zu naturaler Wertschätzung zu haben, so zu sehen auch in den Performances von Otobong Nkanga (Contained Measures of a Kolanut), Marissa Benjamin (Hortus Delaciarum) oder Claudia Vogel (Tastescape). Die Ausstellung ist zu sehen bis am 17. Mai im Museum Tinguely.