OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Annemarie Schwarzenbach war weit mehr als ein verödeter Engel
Die Schweizer Kultautorin lebte ein relativ kurzes Leben. Sie war morphiumsüchtig, antifaschistisch, suchte Liebe in den Armen anderer Frauen und war fasziniert von der Ferne. Das spanische Autorinnenduo María Castrejón und Susanna Martín zeichnen ihr nach in «Annemarie», ein Graphic Novel erschienen im Lenos Verlag. von Mirco Kaempf
22.07.20 Annemarie Schwarzenbach Graphic Novel
Das spanische Autorinnenduo beleuchten das Leben der Schweizer Kultautorin Annemarie Schwarzenbach in einer Graphic Novel, erschienen im Lenos Verlag.
Ihr Blick in die Kamera war oft geradezu finster. Ihr Temperament geradezu aufrührerisch. Dennoch skizzieren die Autorinnen María Castrejón und Susanna Martín eine Annemarie Schwarzenbach in den mannigfaltigen Facetten einer Frau, die zerbrechlich war. Oft auf sich allein gestellt, entfremdet von ihrer konservativen Familie, fasziniert von Rilke, Leidenschaften für schöne und kreative Geister und ein Alltag on the road. Wir sehen Momentaufnahmen, sind ganz nahe bei ihr. Sehen «Annemarie» in schimmernd pastelliger Verwunderung, hellrot kratzenden Wutausbrüchen oder dunkelblauer Verlorenheit. Ihre Reisetagebücher, Reportagen und Fotografien finden ihren Platz zwischen den gezeichneten Panels und dienen auch als Querverweise, für das Werk, das sie hinterlassen hat. Sie verstarb 1942 und erst in den 1980er Jahren entdeckten Leser:innen ihre Arbeiten erneut. Seither wird Annemarie Schwarzenbach als "Kultautorin" und "androgyne Ikone" angesehen.