OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Das babylonische Gackern als Gesellschaftsform
In einem neuen Werk versucht Konzeptkünstlerin Sandra Knecht anhand von verschiedenen Geflügelarten herauszufinden, wie divers eine Gesellschaft sein darf, bevor diese auseinanderbricht. Zu sehen in Babel, ab heute im Hofgut Mapprach in Zeglingen/BL. von Mirco Kaempf
21.08.21 Babel - Sandra Knecht
Wie viel Diversität erträgt eine Gesellschaft? Sandra Knecht inszeniert den Turm von Babel als Voliére und in Buchform.
"Es geht hier um die Vielsprachlichkeit der Menschen und ihrer Kulturen auch in Bezug auf Tiere und Pflanzen, ja der Natur allgemein."
Die Geschichte des Turmbau zu Babel's ist eine alt-testamentarische Erzählung, wo Menschen, vereint unter einer Sprache, einen Turm bis zu Gott im Himmel bauen wollten, dann aber von Gott aufgrund ihres Grössenwahns mit der 'Vielsprachigkeit' bestraft wurden, die sie auseinandertrieb. In der künstlerischen Realität von Sandra Knecht ist da nun zum einen die viktorianisch-inspirierte Volière im englischen Landschaftsgarten, zum anderen gibt es dazu die Entstehungsgeschichte in Buchform. Was als Artenschutzturm konzipiert war, entwickelte sich zum babylonischen Gleichnis: Für Babel erschuf Sandra Knecht einen Kosmos, wo Gemeindsratssitzungen in Buss (BL) in Bezug gebracht werden zu einem Tierprozess in 1474, wo ein Hahn zum Tode verurteilt worden ist, aufgrund des Vorwurfs, ein Basilisk zu sein. Täuberiche suchen eine Partnerin, Felder der Landwirtschaft werden als ökologische Wüsten skizziert, zitiert werden Valerie Solanas und Albert Schweizer. Und die Ausgangsfrage, was passiert wenn unterschiedliche Lebensarten (Perlhühner, Tauben, andere Hühner) zusammenkommen wird auf den persönlichen Alltag in einer Gemeinde übertragen. Parallel dazu werden gesamtgesellschaftliche facts&figures eingeflossen, die uns Leser:innen sinnieren lässt, wie wir uns untereinander verständigen können, wenn uns die gemeinsame Sprache abhanden kommt, zu anders sind? Babel eröffent heute 15Uhr im Hofgut Mapprach. Die Publikation Babel ist erschienen via des Christoph Merian Verlags.