OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Album der Woche: Working in the Garden von Batbait
Vor Unkraut strotzt es viel, doch Widerstand muss erst mal kultiviert werden. Working in the Garden, das zweite Album der Zürcher Garagerock-Band Batbait, strotzt vor feministischen Prinzipien und findet nonchalante Formulierungen für mürbe Zustände. von Mirco Kaempf
Album der Woche - Batbait - Working in the Garden
Batbait veröffentlichen ihr zweites Album Working in the Garden via Irascible
Am Ende von Voltaires Candide (1759) steht der Satz: „il faut cultiver notre jardin.“ Nach all dem Chaos, dem Pech, der Misere bleibt nur das: an sich selbst arbeiten, den eigenen Garten kultivieren. Mehr als 250 Jahre später klingt das erstaunlich zeitgemäss – und feministisch. Zeit und Raum für den geistigen Garten, für Selbstfürsorge und Widerstand, damit die Musik umso mehr einschlagen kann.
So das Credo und Titel des neuen Batbait Albums Working in the Garden. Gitarristin Gianna Brühwiler und Drummerin Alanah Rüttimann erzählen, dass die Songs diesmal fokussierter entstanden sind: ein weniger verstreuter Aufnahmeprozess, mehr Live-Energie, mehr Präsenz. Nach Sessions in einem klirrenden Tessiner Glashaus ging’s nach Basel, wo sie das Album innerhalb von acht Tagen im Alterna Studio eingespielt haben. Keine Politur, keine "perfekten" Takes, Batbait bleiben ihrem Noise treu.
Die Vocals werden teils fast verschluckt, die Gitarren fräsen, die Toms wummern – aber alles hat Gewicht. Inhaltlich singen Batbait über misogyne Strukturen, gesellschaftlich verankert in The Boys Club, wo Männer allen Raum einnehmen, und anekdotisch auch über The Pit, wo rücksichtslose Ellbogen fliegen. Was Batbait aber besonders auszeichnet, ist, dass vieles von dieser Unzufriedenheit mit Witz und Nonchalance transportiert wird. Batbait sind auf ihrem zweiten Album rotzfrech und bringen Gefühle zum Ausdruck, die viele bewegen – mit Statements, in denen sich viele täglich wiederfinden. zb in ihrer Vorabsingle: "How did my appartment get so expensive?"
Working in the Garden von der Zürcher Band Batbait überzeugt mit Garage, Grunge, Indie, Pop, schwarzem Humor – und Togetherness. Eine hörbare Freund:innenschaft zieht sich durch die Amps und dreht sich auf Platte weiter. Batbait spielen live im Gannet am 29. November, mit Lilac Attitude und Moictani.