OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Heraus zum 1. Mai! Visarte fordert faire Löhne für Kulturschaffende
«Jobs und Löhne verteidigen – Nein zur Abschottung» lautet das Motto des 1. Mai 2026. Das fordert auch Visarte, der älteste Berufsverband für bildende Kunst in der Schweiz. Im Zentrum steht die Forderung nach Solidarität & gerechter Entlohnung im Kulturbereich. von Mirco Kaempf
26.05.01 Visarte für faire Löhne
Zum 1. Mai 2026 geht Visarte Region Basel in Basel und Liestal auf die Strasse und fordert faire Honorare für Künstler:innen, Kurator:innen und Architekt:innen.
Kulturschaffende bewegen sich oft zwischen zwei Extremen: einem prekären Arbeitsfeld ohne Absicherung und dem hochkommerzialisierten Kunstmarkt rund um die Art Basel. Die Realität liegt für viele jedoch dazwischen. Pascale Grau, Vorstandsmitglied von Visarte Region Basel, beschreibt die Situation nüchtern:
«Es werden sehr viele Künstlerinnen ausgebildet, die der Gesellschaft viel beitragen könnten. Aber die meisten Jobs im Kulturberich sind gar nicht oder nur schlecht bezahlt.»
Ein zentrales Problem sei die unsichtbare Arbeit. Wie bei einem Eisberg sehe man meist nur die Spitze: das ausgestellte Werk oder die Veröffentlichung. Unsichtbar bleiben Ausbildung, Vorbereitung, Organisation, Vermittlung und Nachbearbeitung – oft unbezahlt.
Visarte hat deshalb bereits vor über zehn Jahren Honorarempfehlungen entwickelt. Diese definieren Richtwerte für Tätigkeiten wie Ausstellungen, Artist Talks oder Juryarbeit. Bei einem empfohlenen Stundensatz von rund 100 Franken bleibt nach Abzug von Ateliermiete, Versicherungen und Administration oft nur etwa ein Drittel als effektives Einkommen.
Grau sagt, dass diese Empfehlungen vor allem bei kleineren Offspaces eher berücksichtigt werden als bei grossen Institutionen:
«Kleine Institutionen sprechen heute eher über faire Bezahlung. Grosse Häuser haben lange gemeint, die Ausstellung selbst sei schon genug Entlohnung.»
Auch der Bund bestätigt in der aktuellen Kulturbotschaft 2025–2028, dass Kultur ein Berufsfeld ist. Dennoch macht die Kulturförderung nur rund 0,3 Prozent des Bundesbudgets aus. Visarte fordert deshalb neue Modelle wie ein Kulturprozent oder ein Bauprozent, bei dem Kunst systematisch in Bauprojekte integriert wird. Für Pascale Grau ist klar:
«Geistige Arbeit kann nicht von Luft und Liebe leben. Kunst ist Arbeit – und sie muss bezahlt werden.»
Mehr Informationen sowie Honorarempfehlungen und ein Honorarrechner sind auf visarte.ch verfügbar. Details zum 1.Mai Programm sind aufgelistet via gewerkschaftsbund-beiderbasel.ch.