OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Album der Woche: Ich Hasse Dich / Hina Nagen
Sie hassen die Rolling Stones, Dire Straits und Guns'N'Roses. Und wer ist nochmals Hina Nagen? Im Coronawinter 2022 trafen sich Musiker:innen im Helsinki Club, spielten schräge Töne und kreierten eine Woche lang eine eigene Welt. Eine Ode an den Underground von Fiasco D Enzio und Familie Schneider. von Mirco Kaempf
Album der Woche: Ich Hasse Dich / Hina Nagen
Fiasco D Enzio und Familie Schneider veröffentlichen via BlauBlau das Split Tape Ich Hasse Dich / Hina Nagen
Vor ein paar Monaten herrschte in den geschlossenen Konzertlokalen nur die Regungslosigkeit. Irgendwo in Zürich aber, zwischen städtischem Asphalt und nassem Grau öffnete eine ehemalige Garage zwei Wochen lang ihre Pforten: der Helsinki Club gewährte je zwei Bandzusammensetzungen zwei Wochen lang ein Refugium der Klänge. Das Interessante dabei: die Musiker:innen haben teilweise noch nie zusammengespielt. Und in etwa so klingt auch die Musik, welche nun auf einem Split Tape via BlauBlau Records erschienen ist. Schummrig und schräg. Ebendarum vielleicht: besonders "echt"? Fiona Fiasco sagt uns:
"Ich habe das schlechteste Solo, ever gespielt [auf Jon Bon Love]. Es war aber auch das geilste Solo, dass ich je gespielt habe."
Das Ergebnis dieser zweiwöchigen Ausnahmesituation heisst «Ich hasse dich / Hina Nagen» und wurde am 27. Mai vom Berner Label BlauBlau Records als Split Tape veröffentlicht. Besonders bei den Tracks die über acht Minuten lang dauern, werden Songs zu sowas wie Beschwörungen entgegen einer Zeit des pandemischen Stillstands. Der Garagencharme erreicht seinen Höhepunk in Jon Bon Love, wo Fiona Fiasco, Mel D. und Davide Enzio beinahe endlos singen, dass sie die Rolling Stones hassen. Die Dire Straits hassen. Metallica hassen. Guns N Roses hassen. Und dass das mega geil ist, wird erst klar, wer den Track zu Ende hört.
Ich hasse Dich. Der Song in Überlänge ziert auch gleich als Titel die A Seite des Split Tapes. Als verschworene Vereinigung mit viel Liebi fürs Menschliche und wenig Geduld für überhöhte, männliche Egos im Rock Olymp. Gleich einer Ode an den Underground dröhnt auch die B Seite. Hina Nagen wurde von der Familie Schneider in der zweiten Woche des Helsinki Refugiums eingespielt. Namentlich von Follia, Lucien Badoux, Joh Ismael, V.Müri. Unter ähnlichen Voraussetzungen haben auch sie ähnlich kaputte und ebenso besondere Musik kreiert. Dabei beamen sie sich weg. Weg aus den Verordnungen des Stillstands, hin nach Kopehagen, Oban, hin zu Hyper.
Ich Hasse Dich / Hina Nagen erschien am 27. Mai via BlauBlau. Check out: BlauBlau Records. (Ig/Fb)+ Fiona Fiasco (Ig).