OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Zwischen Orientierungssuche und Radikalisierung
Der feministische Salon Basel diskutiert in der Reihe «Männlichkeit neu aushandeln» über antifeministische Online-Bubbles, problematische Männerbilder und neue Formen von Männlichkeit. Im Fokus stehen Perspektiven jenseits von Dominanz und traditionellen Rollenbildern.
26.05.26 Männlichkeiten neu aushandeln
Männlichkeiten neu aushandeln Teil 3: Männlichkeit und Emanzipation
Incels: das steht für «involuntary celibates», also unfreiwillig enthaltsame Männer. Gemeint sind Online-Communities, in denen Männer Frauen die Schuld an ihrer Einsamkeit oder Frustration geben und sich zunehmend radikalisieren. 2020 wurde erstmals ein Angriff auf zwei junge Frauen offiziell als Incel-Attentat eingestuft. Die Bundespolizei betrachtet diese Form von frauenfeindlichem Extremismus heute als reale Bedrohung für die innere Sicherheit.
Besonders soziale Medien und Influencer verbreiten problematische Männerbilder. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass viele junge Männer nach Orientierung suchen.
Feministischer Salon Basel greift Thema auf
Der feministische Salon Basel hat sich deshalb in einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe dem Thema «Männlichkeit neu aushandeln» gewidmet. Heute Abend findet in der Kaserne der letzte Teil der Reihe statt. Im Zentrum steht die Frage, wie Männer neue Formen von Männlichkeit entwickeln können, abseits von Dominanz, Kontrolle oder traditionellen Rollenbildern.
Laut dem Organisationsteam ist die zunehmende Radikalisierung junger Männer kein plötzliches Phänomen. Vielmehr hätten soziale Medien und antifeministische Online-Bubbles über längere Zeit dazu beigetragen, bestimmte Vorstellungen von Männlichkeit zu verbreiten und zu verstärken.
Fokus auf neue Perspektiven
Im letzten Teil der Reihe geht es deshalb vor allem um Lösungsansätze. Diskutiert werden Perspektiven aus der Jugendarbeit, Sozialpädagogik und Männerarbeit. Dabei soll aufgezeigt werden, wie Männer mit gesellschaftlichem Druck, Emotionen oder Unsicherheiten anders umgehen können.
Im Mittelpunkt steht die Idee einer emanzipatorischen Männlichkeit, also von Männerbildern, die nicht auf Macht oder Abwertung beruhen, sondern auf Offenheit, Reflexion und Gleichberechtigung.
Der dritte Teil von «Männlichkeiten neu aushandeln» findet heute Abend um halb acht in der Kaserne Basel statt.