OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Mehr als politische Lyrik
«Krieg gegen Frauen» heisst die Podiumsdiskussion, die morgen Vormittag im Literaturhaus stattfindet. Im Rahmen des Lyrikfestivals sind die kurdischen Autorinnen Sultan Yaray und Meral Şimşek eingeladen. Moderiert wird der Anlass von der Literaturwissenschaftlerin Hevin Karakurt. Sie war bei Radio X zum Besuch und erklärt den Zusammenhang zwischen Krieg und Lyrik im Kontext Kurdistan. von Lisa Garberson
23.05.06 Krieg gegen Frauen
Eine Veranstaltung im Rahmen des Lyrikfestival im Literaturhaus Basel
Kurdische Lyrik nicht politisch zu verstehen, ist fast unmöglich. In der Heimat der beiden Podiumsgäst:innen war es lange verboten, Kurdisch zu lehren und zu lernen. Diese sprachliche Diskriminierung findet in der Türkei immer noch in abgeschwächten Formen statt. So sind zum Beispiel spezifisch kurdische Buchstaben verboten, wie auch das Vergeben von kurdischen Namen. Auf Kurdisch, genauer auf Kurmancî, zu schreiben, ist politisch, bevor man zum Inhalt kommt. Das Schreiben in dieser Sprache ist Auflehnung per se.
Die Werke von Sultan Yaray und Meral Şimşek können sehr politisch sein. Sie klagen an, sie legen Zeugnis ab. Das zu Gewalt an Frauen, an der breiten Zivilbevölkerung, an alten Menschen. Sie halten fest, was in Kurdistan keine offizielle, staatliche Instanz mitschreibt und stellen sicher, dass Unrecht und ihre Opfer nicht vergessen werden. Zusätzlich zu diesen Funktionen der Lyrik, möchte Hevin betonen, dass die Gedichte von Sultan Yaray und Meral Şimşek sich keineswegs dort erschöpfen. Auch in einer systematisch ausgebremsten Sprache ist Lyrik manchmal einfach eine Kunstform. Im Falle des Kurdischen, das eine grundlegend lyrische Sprache ist, sogar die höchste Form künstlerischen Ausdrucks. Und diese zu feiern, soll an der Podiumsdiskussion nicht vergessen gehen.
Die Podiumsdiskussion findet ihm Rahmen des Lyrikfestivals 2023 im Literaturhaus Basel statt und beginnt um 11:30Uhr. Die Veranstaltung ist auf Kurdisch und wird live auf Deutsch übersetzt. Die Gedichte liegen ebenfalls auf Deutsch auf. Weitere Informationen zum Podium oder zum Lyrikfestival unter: Lyrikfestival 2023