OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
Links:
Album der Woche: Small Changes von Michael Kiwanuka
Michael Kiwanukas neues Album, ‘Small Changes’ ist ein reduziertes Retro-Soul-Album mit groovigen Basslines und seidigen Streichern. Es ist die Art von Album, bei der man sich während des Hörens plötzlich in tiefen Gedanken wiederfindet – und mit neuem Optimismus persönliche Themen behandelt, die man zuvor beiseitegeschoben hat. von Dion Monti
24.12.02-Michael Kiwanuka - ADW Podcast
Das neue Album Small changes von Michael Kiwanuka via Polydor Records
Im Schatten des Überraschungs-Releases von Kendrick Lamars neuem Album wurden in der letzten Woche auch andere Alben veröffentlicht, die Aufmerksamkeit verdienen. Eines davon ist das neue Album von Michael Kiwanuka, Small Changes, das bei Polydor Records erschienen ist.
Michael Kiwanuka hat sich nach dem Erfolg seines letzten Albums eine Pause gegönnt. Mit seinem vorherigen Album, Kiwanuka aus dem Jahr 2019, wurde er für einen Grammy nominiert und gewann zudem den bedeutendsten britischen Musikpreis – den Mercury Prize.
Seitdem hat sich die Welt stark verändert, aber auch im persönlichen Leben von Kiwanuka hat sich viel getan. Der 37-jährige Gitarrist und Sänger ist inzwischen zweifacher Vater und hat seine Heimatstadt London gegen eine neue Stadt am Meer, die Hafenstadt Southampton, eingetauscht. Entsprechend hat sich auch sein Sound verändert.
Michael Kiwanukas neuer Sound ist offen, reduziert, vereinfacht und fast nackt in all seinen Aspekten, bleibt aber dennoch dem Retro-Soul treu. Die Lieder leben von einem einfachen Arrangement aus Schlagzeug, Bass, Gitarre, Synthesizern oder Klavier, einem exzellenten Streichensemble und einer einheitlichen Atmosphäre. Das mag für einige Hörer*innen monoton wirken, trägt jedoch dazu bei, dass das Album von Anfang bis Ende durchgehört werden kann und als ein großes Werk erlebt wird – anstatt als eine Sammlung einzelner Elemente.
‘Small Changes’ erinnert an die großen Songwriter und Musikgruppen der 70er- und 80er-Jahre wie Bill Withers, Gil Scott-Heron, Pink Floyd und Moody Blues, vor allem aber an Bill Withers. Interessanterweise ist auf einigen Songs James Gadson am Schlagzeug zu hören, der lange mit Bill Withers zusammengearbeitet hat.
Gleich geblieben ist die Zusammenarbeit mit den Star-Produzenten Danger Mouse und Inflo, die beide eine beeindruckende Diskografie vorweisen können, in der Namen wie Adele, Gorillaz, Sault und Little Simz zu finden sind. Kurz gesagt, das Album wurde von Meistern ihres Fachs geschaffen, die mit viel Selbstvertrauen und Geduld ein Werk vorgelegt haben, das mit jedem Hören besser wird. Was bleibt, sind nicht einzelne Melodien oder Songs, sondern vielmehr eine ruhige, wohlige Stimmung.
Die Musikjournalistin Liv Goodbody kritisierte das Album mit den Worten: „Being nudged gently into introspection isn’t what I want; reflection should be more conscious.“ Diesem Punkt kann ich jedoch nicht zustimmen. Genau darin sehe ich die Stärke des Albums. Es ist ein Werk, das auf einer tiefen emotionalen Ebene berührt, anstatt nur intellektuelle Reflexion zu fördern. Nimmt man sich die Zeit, das Album von Anfang bis Ende zu hören, findet man sich möglicherweise in tiefen Gedanken wieder – und behandelt vielleicht mit neuem Optimismus persönliche Themen, die man lange zur Seite geschoben hat.