OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Musikförderung im Städtevergleich: "Es geht nicht darum, Klassik zu bashen"
Zwischen 76 und 95 Prozent der öffentlichen Musikförderung fliessen in den untersuchten Schweizer Städten in die klassische Musik. In Genf wird pro Kopf viermal mehr Geld für «Musiques Actuelles» ausgegeben als in Zürich. Eine neue Recherche der Musikvielfaltsinitiative zeigt grosse Unterschiede in der öffentlichen Musikförderung – und will damit eine Debatte über deren Verteilung anstossen. von Mirco Kaempf
Musikvielfalt Recherche Städtevergleich
Wie fördern verschiedene Schweizer Städte aus unterschiedlichen Sprachregionen Musik? Die Musikvielfaltinitiative hat eine Recherche ausgehend aus dem Jahr 2024 veröffentlicht.
Für die Recherche wurden die Musikfördergelder von Basel, Bern, Zürich, Genf, Lausanne und Lugano verglichen. Untersucht wurden kantonale und städtische Mittel sowie Beiträge aus Lotteriefonds. Besonders deutlich wird dabei die unterschiedliche Gewichtung von klassischer und aktueller Musik: Während in Zürich rund 90 Prozent der Musikförderung in die klassische Musik fliessen, sind es bei «Musiques Actuelles» gerade einmal drei Prozent.
Für Kim Bollag von der Musikvielfaltsinitiative sind diese Zahlen keine Überraschung. Dass die breite Bevölkerung die Verteilung der Fördergelder kaum kennt, hingegen schon. Die Recherche soll deshalb nicht die klassische Musik gegen andere Genres ausspielen, sondern die Frage stellen, ob die heutige Verteilung noch zu einer vielfältigen Musiklandschaft passt.
Eine weitere Erkenntnis betrifft die Art der Förderung. Über 80 Prozent der Musikförderung sind in den untersuchten Städten mehrjährig gebunden. Etablierte Institutionen erhalten dadurch langfristige Planungssicherheit, während freie Musiker häufig von Projekt zu Projekt arbeiten und für jede Förderung neue Anträge stellen müssen. Für Bollag ist deshalb nicht nur entscheidend, wie viel Geld in eine Sparte fliesst, sondern auch, wie es vergeben wird.
Der Vergleich zeigt zudem Unterschiede zwischen den Sprachregionen. In der Romandie wird deutlich mehr in «Musiques Actuelles» investiert als in der Deutschschweiz. Kim Bollag verweist etwa auf Lausanne, wo mehrere Clubs über gute Räume, technische Infrastruktur und grössere Budgets verfügen. Das schaffe mehr Plattformen, Sichtbarkeit und Publikum für aktuelle Musik.
Die Musikvielfaltsinitiative versteht die Recherche als Grundlage für eine längerfristige kulturpolitische Diskussion. Es gehe nicht darum, fertige Lösungen vorzulegen, sondern darum, die bestehende Verteilung sichtbar zu machen und zu fragen, wie öffentliche Kulturförderung eine vielfältige Musiklandschaft ermöglichen kann.