OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Von der Echokammer ins Demokratielabor
Wie das Theater Basel junge Menschen dazu bringt, Demokratie nicht nur zu diskutieren, sondern selbst auszuprobieren. Das 9-tägige Projekt "Demokratie" auf der kleinen Bühne soll motivieren mitzumachen, Diskussionen anregen und neue Fragen aufwerfen. von Mathis Zeiser
Demokratielabor Theater Basel
Das Theater Basel versucht das grosse Thema Demokratie erfahrbar zu machen.
Überforderung
Ein Echoraum ist ein Ort, an dem sich vor allem Gleichgesinnte austauschen und eigene Meinungen immer wieder bestätigt werden. Andere Sichtweisen bleiben außen vor. Doch genau der Austausch mit anderen Meinungen ist wichtig für eine Demokratie. Unterschiedliche Positionen müssen aufeinandertreffen, diskutiert und ausgehandelt werden.
Doch Demokratie kann ganz schön überfordernd sein, sagt Patrick Oes, Teil der Projektleitung von «Demokratie» am Theater Basel. Das 9-tägige Demokratielabor auf der Kleinen Bühne des Theater Basel stellt sich genau dieser Herausforderung.
Ausprobieren und mitmachen
Die Überforderung war auch ein Ausgangspunkt für das Projekt. Statt eines klassischen Theaterstücks gibt es Workshops, Diskussionen, Spiele und Begegnungen. Die Idee dahinter: Demokratie soll nicht nur erklärt, sondern praktisch erfahrbar werden. Erklärt Hiyam Biary, Teil des Produktionsteams.
Und dabei wird im Demokratielabor vor allem eines gemacht: ausprobiert. Es wird gebastelt, gebaut und geschrieben. In einem Workshop gestalten Jugendliche ihr eigenes Wahlplakat. Sie überlegen: Was wollen wir fordern? Was muss einmal gesagt werden?
Demokratie landet damit nicht nur auf einem Blatt Papier oder in einer Diskussion – sondern wird ganz konkret und handfest. Und genau dort soll auch politische Bildung ansetzen: bei dem, womit Jugendliche sowieso jeden Tag zu tun haben.
Gaming und Demokratie
Ein Beispiel dafür ist der Workshop «Wir gamen Demokratie». Hier wird Minecraft also nicht einfach als Computerspiel verstanden, sondern als sozialer Raum. Gemeinsam bauen die Jugendlichen eine Welt. Sie müssen Ressourcen teilen, Entscheidungen treffen und überlegen, wie dieser gemeinsame Raum aussehen soll.
Menschen kommen zusammen, diskutieren, widersprechen sich, entwickeln Ideen und stellen vielleicht fest, dass die eigene Sichtweise nicht die einzige ist.
Teilnehmen
Teilnehmen kann hier grundsätzlich jede und jeder. Für die Veranstaltungen braucht es keine Tickets. Wer auf die Kleine Bühne kommt, bekommt kurz erklärt, wie man mitmachen kann – und dann geht es los. Das passt zur Idee des gesamten Projekts: Nicht zuschauen, sondern teilnehmen.
Vielleicht ist genau das der Versuch, aus der anfänglichen Überforderung etwas anderes entstehen zu lassen.
Das Projekt «Demokratie» findet vom 22. bis 30. August auf der Kleinen Bühne des Theater Basel statt.