X_art
Kunst im Gespräch auf Radio X
Die Sendereihe «X_art – Kunst im Gespräch auf Radio X» versteht sich als Plattform, die die unterschiedlichen Schnittstellen in der regionalen und nationalen Kunstszene auf eine niederschwellige Art für ein breites Publikum zugänglich zu machen.
«X_art » wurde von 2017 bis Ende 2021 jeweils einmal im Monat gesendet.
Die Vermittlung und Vernetzung stand an oberster Stelle dieses einzigartigen Formates. Produziert wurde die Sendung in unterschiedlichen Locations in Basel (Bsp. Galerien, Museen, Offspaces) – der Zutritt ist frei. Ziel dieses einzigartigen Medien-Formates war es, Kunsthemen einem breiten Publikum auf eine niederschwellige Art zugänglich zu machen.
Die Berichterstattung über das lokale Kunstschaffen, über kleine und grosse Institutionen, sowie die politischen Zusammenhänge wird innerhalb von neuen Formaten auf Radio X ab 2022 weiter geführt.
Das «X_art »-Team:
Danielle Bürgin (Konzept/Redaktion/Moderation)
Mirco Kaempf (Redaktion/Moderation),
Mehr aktuelle Bilder und Impressionen zu «X_art » findet Ihr auf Facebook und Instagram.
X_art wurde freundlicherweise durch die Christoph Merian Stiftung unterstützt.
Ernährungsinitiative: Darum geht es bei der Abstimmung
Am 27. September stimmen die Schweizer Stimmbürger:innen über zwei nationale sowie einige kantonale Vorlagen ab. Auf nationaler Ebene wird über die Ernährungsinitiative und die Neutralitätsinitiative entschieden. Im heutigen Beitrag erfährst du einfach und direkt alles Wichtige zur Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser». von Miriam Lubrich
Ernährungsinitiative
Ernährungsinitiative
Das Wichtigste in Kürze
Die Ernährungsinitiative will in der Bundesverfassung festschreiben, dass die Schweiz mindestens 70% der Lebensmittel, die sie konsumiert, auch selbst produziert. Dafür sollen weniger tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel angebaut sowie der Foodwaste reduziert werden. Darüber hinaus sollen das Trinkwasser, die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität besser geschützt werden.
Laut dem Initiativkomitee würde die Initiative der Umwelt helfen, die Abhängigkeit von anderen Staaten verringern und sauberes Trinkwasser sichern.
Die Gegenstimmen argumentieren, dass die Idee innerhalb von zehn Jahren kaum umsetzbar ist. Es würde viel kosten und der Staat würde zu stark in die Lebensmittelproduktion und -Konsum eingreifen.
Die jungen Grünen unterstützen die Initiative, die Grünen geben eine Stimmfreigabe. Alle anderen Parteien sowie Bundesrat und Parlament sind dagegen.
Worum geht es?
Die Ernährungsinitiative verbindet verschiedene Themen wie Trinkwasser, die Abhängigkeit von anderen Staaten, der Fleischkonsum und die Biodiversität.
Momentan werden etwa 45% der Lebensmittel in der Schweiz selbst produziert. Das Initiativkommittee will erreichen, dass die Schweiz diesen Wert innerhalb von 10 Jahren auf 70% erhöht. Dafür sollen mehr Flächen der pflanzlichen Produktion statt der tierischen gewidmet werden.
Pflanzlicher Anbau ernährt nämlich pro Fläche mehr Personen. Deshalb soll sie auch finanziell stärker unterstützt werden. Bis jetzt gehen laut Initiativkommittee nämlich 75% der Agrarsubventionen in tierische Produkte. Dazu sollen Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit besser gesichert werden. Wie genau ist im Initiativtext nicht klar spezifiziert. Wichtig ist dem Initiativkommittee auch sauberes Trinkwasser nachhaltig zu sichern in dem unter anderem der Höchstwert für Stickstoffverbindungen und Phosphor, die im Dünger vorkommen, stärker eingehalten werden müssten.
Argumente dafür
Für die Initiative spricht, dass die Schweiz weniger abhängig von der Versorgung durch andere Staaten wäre, sowie die Transportwege verkürzt werden würden. D Initiantin und Mitglied vom Verein „Sauberes Wasser für alle“ Franziska Herren betont, dass das Ziel von 70% Netto-Selbstversorgung erreichbar sei. Die Initiative bezieht sich dafür auf eine ETH-Studie von 2025, die meint die Schweiz könnte sogar 100% der Bevölkerung selbst versorgen.
Der Umstieg auf mehr pflanzliche statt tierische Nahrung sowie die Verbesserung der Trinkwasserqualität wären gesünder und nachhaltiger. Der Schutz von Biodiversität, Trinkwasser und Bodenfruchtbarkeit würde die Erträge erhöhen und sei besser für die Umwelt.
Argumente dagegen
Für die Gegner:innen der Initiative ist das Ziel von 70% Selbstversorgung innerhalb von 10 Jahren unrealistisch. Sie meinen, dafür müssten mehr Böden für die Landwirtschaft verwendet werden. Sie argumentieren auch, dass der Staat zu stark in Produktion und Konsum eingreifen müsste, was zu höheren Kosten und Preisen führen und die Wahlfreiheit der Konsument:innen einschränken könnte.
Parolenspiegel
Unterstützt wird die Initiative von den jungen Grünen. Die Grünen geben eine Stimmfreigabe.
Gegen die Initiative sind Bundesrat, Parlament, SP, SVP, die Mitte, GLP, FDP, EVP und EDU.
OnAir
10 x im Jahr - Am ersten Wochenende des Monats:
SA 16:00 Uhr (WdH. SO 10:00 Uhr)