Die Halbierungsinitiative und die Risiken für die Kultur
Es kommt selten vor, dass sich Kulturinstitutionen direkt zu politischen Fragen und Abstimmungen äussern. Bei der SVP-Halbierungsinitiative zeigen jedoch gleich mehrere Kultur- und Musikverbände sowie diverse Institutionen Haltung. Auch Kasernen-Chef Tobias Brenk gehört zu den Kulturschaffenden, die sich vehement gegen die Initative wehren. Im Interview mit Radio X erklärt er warum. von Danielle Bürgin
26.02.14 Halbierungsinitiative gefährdet Kultur und Demokratie
Die Initiative "200 Franken sind genug" gefährdet laut Kasernen-Chef Tobias Brenk auch unsere Demokratie.
Vor rund drei Wochen hat Tobias Brenk das Publikum mit dem Aufruf gegen die Halbierungsinitiative begrüsst. Extrem rechte Kreise würden meist zuerst die Kunst, dann die Medien und schliesslich die Justiz angreifen, so Brenk. Dagegen müsse man sich wehren, um die demokratischen Werte eines Landes zu schützen.
Auf der Kaserne Basel Website liest man:
Angesichts der Halbierungsinitiative sprechen wir als Kulturschaffende oft über die Konsequenzen für die Kulturberichterstattung.
Doch die Halbierungsinitiative der rechten Parteien zielt viel weiter: Hier geht es um die Zerstörung eines von drei Grundpfeilern unserer demokratischen Urteilsfähigkeit – freie Bildung, freie Kunst und freie Medien.
Es ist Aufgabe des Staates alle drei Felder zu garantieren. Die Halbierung der SRG-Gebühren führt am Ende zu Halbwissen und gefährdet das Ganze. Es wäre ein Einfallstor für all jene, die unserer Demokratie schaden wollen – sei es durch ausländische Investitionen, gezielte Einflussnahme anderer Staaten oder aus dem Inneren der Schweiz.