Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Cover Art von Yarin Yoksa: J. Bonner

Album der Woche: Yarin Yoksa von Derya Yildirim und Grup Simsek

Das neue Album von Derya Yildirim & Grup Simsek aus Hamburg wurde in Zusammenarbeit mit Leon Michels in Brooklyn, New York, produziert. Im Studio von Big Crown Records wurden bereits die Alben von Sharon Stone (Daptone Records) aufgenommen. Entsprechend soulig und warm klingen die neuen Songs von Derya Yildirim.  von Danielle Bürgin

25.03.24 ADW Derya Yildirim & Grup Simsek

Yarin Yoksa von Derya Yildirim & Grup Simsek ist unser neues Album der Woche

Musikalisch besteht das neue Album aus einer Mischung von anatolischen Klängen, Psych-Rock und einem souligem Vintage-Touch. Schon der erste Song auf dem Album belegt die Weiterentwicklung der Band. Anders als bei früheren Platten, nimmt Derya Yildirim ihre Inspirationen nicht aus alten anatolischen Texten, sondern bezieht sich auf aktuelle Themen.

Die Lieder erzählen von Selbstreflexion, kollektivem Schmerz und Widerstand. Derya Yildirim spürt immer Traurigkeit, wenn sie Musik macht, sagt sie. Aber diese Traurigkeit kann sich auch in Kreativität und Empowerment verwandeln. Gerade, wenn man gemeinsam trauert, entsteht etwas Grosses: großer Widerstand und große Kraft, so Derya.

Sängerin Derya Yildirim ist Multiinstrumentalistin:  neben Klarinette, Saxophon und Gitarre hat sie schon früh das traditionelle Zupfinstrument Baglama lernen gespielt. Es war aber nie ihr Ziel, traditionelle türkische Musik zu reproduzieren, sondern sie wollte immer ihren eigenen Sound finden, der ihrer Generation entspricht. Derya ist heute 31 Jahre alt. In Hamburg als Tochter türkischer Migrant:innen geboren, gehört sie mit ihrer Band heute zu den beliebtesten Bands, die ausserhalb der Türkei diese Art von Sound machen.

Die Band ist international besetzt. Nachdem Derya vor etwa zehn Jahren im Rahmen eines Theaterprojekts den französischen Musiker Antonin Voyant und Graham Mushnik kennengelernt hat, gründeten sie zusammen die Grup Simsek. Vor etwa vier Jahren kam die südafrikanische Drummerin Helen Wells dazu, und seitdem sind sie zu viert unterwegs.

Seit kurzem ist Derya Yildirim bei dem US-amerikanischen Label Big Crown Records unter Vertrag. Anders als bisher, fand die Aufnahme des Albums nicht in Hamburg, sondern im legendären Diamond Mines Studio des Produzenten Leon Michels in New York statt. Unter anderem hatte die Soul-Sängerin Sharon Jones für Daptone Records ihre Alben dort produziert. Und es überrascht nicht, dass der neue Derya Yildirim Sound so warm und soulig klingt. Das Album Yarin Yoksa klingt rhythmisch diverser – spannender als die Vorgänger.

Direne Direne, eine der musikalisch stärksten Songs auf dem Album, sticht auch inhaltlich hervor. Denn es zeigt die politische Haltung der Band. Im Lied geht es um Missstände wie den Krieg gegen Gaza, die Situation der Kurd:innen in der Türkei, aber auch um den Rassismus im Westen. Geschichten aus dem echten Leben, sagt Derya dazu. Und damit sich alle Lyrics richtig anfühlen, hat Derya unter anderem mit ihrer queer-aktivistischen Cousine zusammengearbeitet, die in Berlin als Schriftstellerin tätig ist. Jedes Wort muss sitzen, damit die Lyrik der Songtexte hervorgehoben wird. 

Am 14. März präsentierte Derya Yildirim ihr neues Album im großen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg. Eine grosse Ehre für Derya Yildirim, die sich selbst als „Hamburger Hafenkind“ bezeichnet. Am Sonntag, 11. Mai tritt Derya Yildirim & Grup Simsek in Bern auf. Zum Album auf Bandcamp.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: