Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Zwei Comicpanels zeigen eine Strassenecke von zwei Hochhäusern im Winter.

Superhero der Comic Kunst im Cartoonmuseum

"Everybody is a person" sagt Chris Ware. In seinen Cartoons verarbeitet er die stille Vehemenz des Alltags und erzählt Geschichten ohne Anfang und Ende. Es sind Graphic Novels mit viel Nuance, welche schon früh mit bekannten Regeln brachen, um neue kompositorische Wege zu gehen. von Mirco Kaempf

23.07.04 Chris Ware

Der amerikanische Cartoonist gilt als revolutionärer Graphic Novel Künstler. Das Cartoonmuseum Basel zeigt mit Paper Life die erste Einzelausstellung im deutschsprachigen Raum.

Christenson Ware, geboren 1967 in Omaha, Nebraska, fand eher missfallen an den Cartoons, welche nach 1930 entstanden sind. Dort hätten Comics angefangen, Stile von Filmen zu imitieren, anstatt das unmittelbare Leben auf Papier zu bringen. So behandeln auch seine Sujets den Alltag und drehen sich um die stillen Momente. Seine Superheroes sind die everyday people. Zum Beispiel: "Jimmy Corrigan - the smartest kid in the earth". Ein sanfter, 36-jähriger Mann, welcher an Thanksgiving zum ersten mal seinen Vater kennenlernt. Die Szenen sind subtil, awkward und spektakulär.

Chris Ware, "Rusty Brown", 2002-2004
Chris Ware, "Rusty Brown", 2002-2004

Chris Ware arbeitet mit grossformatigem Papier und skizziert mit non-photo-blue pencil vor und füllt die klaren Linien mit Tinte aus. Es entstehen exakt sortierte Panels, welche in etwa so strukturiert sind wie die Architektur von Hochhäusern. Dabei ist die Komposition nicht unbedingt eine renomierte, die Leser:innen von links nach rechts führt, sondern teilweis auch ein Rundumschlag mit einem zentrierten Bild mit symbolischer strahlkraft, die zwei Papierseiten zusammenhält. Es entstehen Kompositionen, die gemischt mit Witz und Ernsthaftigkeit genauso gut auch eine dichterische Qualität haben, oft mit einem melancholischen Ausdruck.

Chris Ware, "The New Yorker - Thanksgiving Conversation", 2006
Chris Ware, "The New Yorker - Thanksgiving Conversation", 2006

Oftmals liegt der narrative Fokus seiner Graphic Novels nicht auf einer einzelnen Figur, sondern schwenkt immer wieder zur nächsten. Es geht somit nicht unbedingt um Einzelschicksale, sondern eher ein Bilderband der "human condition". Dies zeigt sich beispielweise im Boxset "Building Stories", in der 14 verschieden formatige Geschichten enthalten sind, als partizipatorisches Leseerlebnis, ohne Anfang und ohne Ende - in etwa so, wie die menschlichen Gedanken auch aufkommen und wieder weitergehen. Stets aus dem Raster fallend.

Chris Ware, "New Yorker - New York", 2020
Chris Ware, "New Yorker - New York", 2020

Dass dem amerikanischen Cartoonisten Chris Ware nun zunehmend den Status des Künstlers zugesprochen kriegt, sei für ihn schmeichelhaft. Doch finde er den Beruf des Cartoonisten darum besonders reizvoll, weil dieser so down to earth und nahe am Leben sei. Seine Kunst, Skizzen und Originale, wirken nicht nur geerdet, sondern durch und durch tiefgründig. Chris Ware, Paper Life, ist zu sehen bis am 29. Oktober im Cartoonmuseum Basel.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: