Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Viva la Zarzuela! : „El Barberillo de Lavapiés“ in Basel

Politikinteresse ist eine Pandemie in Spanien und auch ich wurde davon infiziert, sagt der Friseur «Lamparilla» im Stück «El barberillo de Lavapiés». Das Stück wurde zum ersten Mal in der deutschsprachigen Welt produziert. Eine Geschichte von politischem Widerstand, Liebe und ganz viel Musik. Die Produktion von Christof Loy, dem selbsternannten «Don Quijote der Zarzuela», ist eine gelungene Einführung in die Welt des spanischsprechenden Musiktheatersvon Brais Jequier Ramos

25.10.01 El barberillo de Lavapiés im Theater Basel

Christof Loy produziert mit dem Theater Basel zum ersten Mal eine spanische Zarzuela im deutschsprachigen Raum. "El barberillo de Lavapiés" ist dabei das ausgewählte Stück welches bis Ende Jahr im Theater Basel läuft.

Von Liebe, politischer Umstürzung und Leidenschaft – «El Barberillo de Lavapies» im Theater Basel. Bevor die spanische Operette ihre Premiere feierte, kam der Regisseur Christof Loy auf die Bühne. Denn «El Barberillo de Lavapies» des Theater Basels ist die erste Produktion einer «Zarzuela» im deutschsprachigen Raum in Originalsprache. Eine Zarzuela ist jegliches Stück, das für Musiktheater geschrieben wurde. Zarzuelas umfassen Opern, Operetten und mehr. Die Zarzuela ist fast so alt wie die Oper, etwa 400 Jahre alt. Erzählt uns Christof Loy, Regisseur des Stücks «El Barberillo de Lavapies».

Bühnenbild des Dorfes El Pardo ausserhalb Madrids mit mehreren kahlen Bäumen und vielen bunt gekleideten Menschen.
Foto von: Ingo Höhn

Auf der Bühne bezeichnete er sich als «Don Quijote» der Zarzuelas. Denn während Zarzuelas in der spanischsprechenden Welt Tradition haben, Kennt man Zarzuelas in der restlichen Welt kaum. Das möchte Christof Loy ändern. Wichtig sei, dass Zarzuelas auf Spanisch gespielt werden. Bei einer Übersetzung würde viel verloren gehen, meint Christof Loy. Dafür werden Übertitel eingesetzt.

«El Barberillo de Lavapies» ist ein absoluter Klassiker, der von Liebe und von dem Umsturz eines konservativen Premierministers handelt. Der Hauptdarsteller ist der beliebte Friseur «Lamparilla». Er gilt als der beste Friseur im Viertel Madrids «Lavapies», in dem das Stück spielt. Dieser redet gerne und viel über Politik. Am Anfang legt er die politische Lage in der spanischen Gesellschaft dar. So bräuchte es, damit ganz Spanien zufrieden ist, mindestens einen Premierminister pro Familie. Deshalb beschwert er sich immer über den, der gerade an der Macht ist. Denn die Mehrheit wird immer unglücklich sein. Lamparilla kämpft besonders um die Liebe von Paloma. Sie kennt die Infantin Spaniens, die in einer adeligen Widerstandsgruppe aktiv ist, die plant, den konservativen Minister Grimaldi mit einem progressiveren Minister auszutauschen. Paloma wird hineingezogen und nimmt Lamparilla gleich mit.

Mit der musikalischen Begleitung des Sinfonieorchesters und viel Gesang beginnt so eine Geschichte von Widerstand, Revolution und ständiger Flucht und Verstecken vor den Wachen Grimaldis. Aber auch eine Liebesgeschichte zwischen Paloma und Lamparilla, aber auch der Infantin und dem Neffen des konservativen Ministers Grimaldi. Die Bühnenbilder von Plätzen, wie man sie überall in Spanien findet, geben mit den spanischen Schauspielern das Gefühl, man sei wirklich in Spanien.

Christof Loy nach, sei es bei Zarzuelas üblich, dass das Publikum in das Stück reinruft. Mit Komplimenten oder wie es an der Premiere geschieht – um eine Szene nochmals sehen zu dürfen. Der Einstieg in die Zarzuelas schien beim Publikum erfolgreich gewesen zu sein. So auch bei mir. Eine unglaublich empfehlenswerte und unterhaltende Geschichte, die einen, wie versprochen, wie in Spanien fühlen lässt. Ein gelungener Einstieg des Don Quijotes der Zarzuelas.

 

tanzende Tänzerinnen in bunten Kleidern auf der Bühne des Theater Basels
Foto von: Ingo Höhn

«El Barberillo de Lavapies» läuft noch bis zum 28. Dezember im Theater Basel. Das Stück geht zweieinhalb Stunden mit Pause und wird auf Spanisch mit deutschen und englischen Übertiteln gezeigt. Tickets und weitere Infos findest du auf der Website des Theater Basels.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

Social Media

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: