Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

© Edition Salzgeber/ Hyena Films

Women*, misbehave!

SM-Selbstinszenierungen, sexpositiver Feminismus, das Hinterfragen von feministischen Selbstverständlichkeiten, Transgender: Der Film «Female Misbehaviour» der Regisseurin Monika Treut aus dem Jahr 1992 ist ein Monument weiblicher Selbstermächtigung, welches heute noch genau so aktuell ist wie vor knapp 30 Jahren. Das Neue Kino Basel zeigt den Film morgen in seinem Openair Kino. Dieses findet dieses Jahr allerdings nicht wie gewohnt auf dem Silo, sondern im Ostquai statt. von Claire Micallef

21.07.28 Female Misbehaviour

Unser Ausgehtipp: Morgen Abend zeigt das Openair im Ostquai den Film "Female Misbehaviour" von Monika Treut.

Wie jedes Jahr werden am Openair Kino nur Filme auf 16 mm gezeigt, «um der analogen Filmkultur in der ganzen digitalen Welt noch einen Raum zu geben», sagt Simon Morgenthaler von der Programmgruppe des Openairs am Ostquai.  Dabei kommt jedes Jahr eine bunte Palette an Filmen zusammen. Auf dem diesjährigen Programm mit dabei: der Film «Female Misbehaviour». Die Regisseurin Monika Treut gilt unter anderem als Avantgardistin des New Queer Cinemas, eine Strömung von vor allem amerikanischen Independentfilmen in den frühen 90er Jahren, die sich queeren Themen gewidmet haben.

«Female Misbehaviour» setzt sich aus vier Kurzfilmen zusammen, die weibliche und queere Sexualität erforschen. Im Zentrum jedes Kurzfilms steht eine Person, die sich «schlecht» benimmt – und nicht nur von der Gesellschaft, sondern auch vom Mainstream Feminismus geächtet wird. Zum Beispiel Carol, eine Aktivistin in der lesbischen Lederszene, die von ihren Sadomaso-Selbstinszenierungen erzählt. Anita, die am Ende des Kurzfilms Max ist und dir seine seelischen und körperlichen Veränderungen auf seinem Weg beschreibt. Annie Sprinkle, die als Performance-Künstlerin ihren sexpositiven Feminismus in Pornofilmen auslebt. Oder die Kulturwissenschaftlerin Camille, die feministische Selbstverständlichkeiten aufmischt. «Uns ist wichtig, dass wir nicht nur Bekömmliches und Schöngeistiges auf dem Programm haben, sondern auch Provokatorisches und Brisantes», sagt Morgenthaler. Mit «Female Misbehaviour» hätten sie einen Film gewählt, der eher Diskussionen aufreissen und provozieren würde, anstatt einfache Antworten zu geben. In den 30 Jahren, seit der Film erschienen ist, hat er auch nicht an Aktualität eingebüsst. «Wir finden, auch für die heutige Debatte ist es interessant und wichtig, sich mit solchen pointierten und transgressiven Positionen aus der Geschichte des Feminismus zu konfrontieren.»

«Female Misbehaviour» ist ein Film, wie wir ihn von Monika Treut kennen und lieben: In ihrem Schaffen hat sie sich über Jahre hinweg immer wieder der Darstellung der LGBTIQ+-Community gewidmet, Geschlechterstereotypen aufgebrochen, sexuelle Grenzüberschreitungen und individuelle Befreiung auf die Leinwand gebracht. Zu sehen, morgen ab ca. 21:30 Uhr am Openair Kino im Ostquai. Das ganze Programm findest du hier.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

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