Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Album der Woche: A Faint Glow Of Bravery von Gyrofield

Die 22-jährige Produzentin Gyrofield zeigt mit ihrem Debütalbum "A faint glow of Bravery" auf dem Label Metalheadz ein tiefes Verständnis für Drum n' Bass. Durch ihren virtuosen Stil ist sie an vorderster Front der Aktuellen Drum n' Bass-Renaissance. Als Trans-Frau ist für viele junge nicht-männlich identifizierende Menschen zum Vorbild geworden. von Dion Monti

Album der Woche Gyrofield - A Faint Glow of Bravery

Das Album der Woche kommt von Gyrofield

Am Anfang des Jahres wurde ein Album veröffentlicht, das hier schon viel früher hätte erwähnt werden sollen. Es handelt sich um das Album "A Faint Glow Of Bravery" der Produzentin aus Hongkong, Gyrofield. Die 22-jährige Produzentin und DJ hat in den letzten 4 Jahren eine steile Karriere gemacht. Angefangen hat sie im Alter von 13 Jahren zu produzieren und hat auf dem Weg jede musikalische Richtung erkundet, von Jungle über Hyperpop und Dubstep, bis sie schließlich beim DnB gelandet ist, für das sie momentan auch bekannt ist. Aber auch in dieser Welt behält sie ihre Freiheiten. Ihr Sound ist alles andere als typischer DnB und lässt sich genauso gut außerhalb des Clubs genießen. Als Teenager verbrachte sie viel Zeit im Internet als selbstbenanntes "E-Girl" und konnte sich in der Sicherheit der Online-Community mit ihrer Kunst, aber auch mit ihrer Gender-tsidentität auseinandersetzen. Im Alter von 18 Jahren zog die junge Produzentin dann nach Bristol, um Musik zu studieren. Die englische Stadt ist bekannt für ihre DnB-Szene, und innerhalb kurzer Zeit fand sie eine neue Community, trat nach der Pandemie sofort viel auf und konnte ihre Songs in Clubs testen.

"A FAINT GLOW OF BRAVERY" ist mit 37 Minuten Spielzeit kein langes Album, bewegt sich aber in seinen 7 Stücken durch verschiedene Stimmungen. Der erste Song, "Ones and Somehows", beginnt mit Vocals und glitschigen Elementen, die an IDM erinnern, bevor man in den folgenden Songs auf typische DnB-Elemente stößt. In der Mitte des Albums mit dem Song "Harsh Sun" befinden wir uns in der düsteren Mitte, wo ihre technischen Fähigkeiten und Referenzen zum Techno zum Tragen kommen. Zum Abschluss gibt sie uns noch einen delikaten Song mit manipulierten Klavier-, Gitarren- und Stimm-Samples.

Als Produzentin nimmt sich Gyrofield viel Zeit für jeden Song und zeigt mit jedem Release ein hohes Niveau und Verständnis für Melodie, Rhythmik und Komposition. Ihre Songs sind roh und einladend zugleich. Auf ihrem Patreon-Kanal bietet sie Produktions-Workshops an, in denen sie ihre Tricks und Methoden im Livestream über Discord teilt. Mittlerweile hat Gyrofield bei großen Labels wie Metalheadz und Vision Fuß gefasst, aber ihre Anfänge machte sie unabhängig auf Bandcamp und Discord. Dies war auch möglich, weil sie eine wahnsinnig talentierte und gleichzeitig technisch extrem versierte Künstlerin ist. Sie veröffentlicht weiterhin Songs selbst über ihre Bandcamp-Seite und macht alles selbst, vom Komponieren bis zum Mastern in ihrem Schlafzimmer.

 

Als Trans-Frau repräsentiert Gyrofield eine absolute Minderheit in der DnB-Szene und ist so für viele junge nicht-männlich identifizierende Menschen zum Vorbild geworden. Auch ihre Musik, mit Einflüssen von IDM und Techno, ist ein frischer Wind in einer Szene, die einige Jahre lang stagniert hat, aber jetzt wieder eine Renaissance erlebt und dank Musiker*innen wie Gyrofield auch neu und zeitgemäß repräsentiert werden kann.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

Social Media

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: