Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Mehrere Schweine in einem Innenraum

Die Massentierhaltungsinitiative im Überblick

Am 25. September stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Reform AHV 21, die Verrechnungssteuer und über die Massentierhaltungsinitiative ab. Hier fassen wir dir zusammen, um was es in der Massentierhaltungsinitiative geht.  von Noemie Keller

22.09.14 Massentierhaltungsinitiative

Die Massentierhaltungsinitiative einfach erklärt.

Darüber stimmen wir ab

Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist in der Schweiz gesetzlich geregelt. So wird vorgeschrieben, wie viele Tiere ein Betrieb maximal halten darf. Diese Zahl variiert je nach Fläche des Betriebs, um die Produktion von Gülle zu regulieren. Momentan sind pro Betrieb maximal erlaubt: 27'000 Masthühner, 18'000 Legehennen, 1500 Mastschweine und 300 Mastkälber. Der Bund unterstützt Betriebe finanziell, wenn sie ihre Tiere besonders tierfreundlich halten. Die Volksinitiative "Keine Massentierhaltung in der Schweiz" oder einfach "Massentierhaltungsinitiative" möchte nun den Schutz und die Würde von Nutztieren - also von Schweinen, Hühnern oder Rindern - in die Verfassung aufnehmen und Massentierhaltung verbieten. Der Bund müsste demnach strengere Mindestanforderungen festlegen für eine tierfreundliche Haltung und Pflege, den Zugang ins Freie, die maximale Gruppengrösse pro Stall und die Schlachtung. Diese Anforderungen müssten minimum den Bio-Suisse-Richtlinien von 2018 entsprechen. Weiter möchte die Initiative die maximale Anzahl von gewissen Tierarten pro Betrieb ändern. Statt 18'000 Legehennen, wären es dann maximal 4000 pro Betrieb und maximal 2000 pro Stall. Auch bei den Masthühnern wären es nur noch 2000 pro Stall. Damit weniger Gülle produziert wird,  würde die maximal erlaubte Anzahl an Tieren pro Fläche auf einen Sechstel reduziert werden. All diese Richtlinien würden auch für importierte Produkte gelten, es dürften also nur noch Fleisch-, Eier- und Milchprodukte importiert werden, die diesen Vorgaben entsprechen. Die Betriebe hätten 25 Jahre Zeit, um sich den neuen Vorgaben anzupassen.

Argumente der Befürworter:innen

  • Das heutige Tierschutzgesetz würde nicht ausreichen, die Grundbedürfnisse der Tiere seien nicht erfüllt, sie hätten zu wenig Platz.
  • Da bei der Massentierhaltung Antibiotika und Medikamente eingesetzt werden und der Mensch diese durch die Nahrung aufnimmt, würde auch unsere Gesundheit bei Annahme der Initiative profitieren.
  • Futtermittelimporte sowie Treibhausgasemissionen könnten reduziert werden
  • Die Initiative würde ca. 5% der landwirtschaftlichen Betriebe betreffen, dazu gehören vor allem industrielle Mastbetriebe.

Argumente der Gegner:innen

  • Die Schweiz habe bereits eines der strengsten Tierschutzgesetze, das ausreichend ans Tierwohl angepasst wäre.
  • Bio-Produkte sind heute schon verfügbar, die Annahme der Initiative würde den Verlust der Wahlfreiheit der Konsument:innen bedeuten.
  • Tierische Produkte würden sich stark verteuern. Gerade Menschen mit wenig Einkommen könnten sich so keine tierischen Lebensmittel mehr leisten und der Einkaufstourismus würde angekurbelt werden.
  • Die Initiative würe nicht nur Grossbetriebe betreffen, sondern viele Bauern, da die Initiative mehr Platz für die Tiere verlangt.

Parolenspiegel

  Ja Nein
Grüne x  
SP x  
Mitte   x
FDP   x
LDP   x
SVP   x
EVP   Stimmfreigabe
Grünliberale x  
BastA! x  

Parlament und Grosser Rat empfehlen ein Nein.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: