Woche gegen Rassismus 2020
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020
Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.
Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier.
Die Woche
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Preppen für den Klimakollaps?
Spätestens nach diesem Hitzesommer ist klar: die Folgen der Klimakrise werden immer spürbarer. In zwei Klimacamps in Basel und Brandenburg bereiten sich Menschen auf einen Alltag vor, in dem verschiedene Systeme kollabiert sein werden. von Luisa Later
26.08.25 Preppen für den Klimakollaps
Die Klimacamps in Basel und Brandenburg setzten sich damit auseinander, wie wir uns auf eine Zukunft in der voranschreitenden Klimakrise vorbereiten.
Solidarisch preppen: Gemeinsam statt allein durch die Klimakrise
Immer mehr Menschen aus der Klimabewegung bereiten sich auf eine Zukunft vor, in der die Folgen der Klimakrise zum Alltag gehören. Sie nennen das „solidarisches Preppen“ und eignen sich damit einen Begriff an, der bislang vor allem aus dem rechten Spektrum bekannt ist. Doch statt alleine im Keller Dutzende Konserven anzuhäufen, geht es beim solidarischen Preppen darum, gemeinsam Fürsorge zu leisten. Das kann zum Beispiel bedeuten, bei Hitzewellen gemeinsam zu Stosslüften oder nach der älteren Nachbarin zu schauen und sicherzugehen, dass sie genug getrunken hat.
Bildet Banden!
Vom 10. bis zum 13. September 2026 findet in Basel das Klimacamp „Bildet Banden!“ statt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Menschen gemeinsam auf kommende Krisen vorbereiten können. In Workshops und Diskussionen geht es darum, Strukturen aufzubauen, in denen alle Menschen mitgedacht werden auch dann, wenn sich Extremwetter, Wirtschaftskrisen und der Abbau demokratischer Strukturen sich weiter verstärken.
Der Soziologe Frank Adloff forscht an der Universität Hamburg zu den Zukünften der Nachhaltigkeit. Er beobachtet, dass sich manche Menschen aus der Klimabewegung zunehmend von der Vorstellung verabschieden, die Klimakrise noch verhindern zu können. Das sei zwar pessimistisch, nehme aber die Erkenntnisse der Klimaforschung ernst. Gleichzeitig warnt Adloff davor, daraus eine Haltung der Resignation zu entwickeln. Stattdessen müsse es darum gehen, sich auf Katastrophen vorzubereiten, den Klimaschutz weiterhin politisch und wirtschaftlich voranzutreiben, demokratische Strukturen zu stärken und dabei nicht auf individuelle Lösungen zu setzen.
Denn individuelle Vorsorge kann soziale Ungleichheiten noch verstärken. Ein Beispiel: Wer wenig Geld hat oder in einer schlecht isolierten Wohnung lebt, ist stärker von extremer Hitze betroffen. Allein im Sommer 2026 wurden in Europa schätzungsweise 25.000 hitzebedingte Todesfälle registriert. Klimaschutz und Klimaanpassung sind deshalb auch sozialpolitische Fragen.
Die Klimakrise ist längst kein Zukunftsszenario mehr
Während in der Schweiz diesen Sommer Hitze, Waldbrände, Ernteausfälle und Niedrigwasser zu spüren waren, sind die Folgen des Klimawandels in anderen Teilen der Welt schon seit Jahren Alltag. Die Klimakrise trifft Menschen dabei nicht gleichermaßen. Der Weltklimarat IPCC weist darauf hin, dass besonders vulnerable Regionen in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie kleine Inselstaaten stark betroffen sind. Gleichzeitig haben viele dieser Regionen historisch deutlich weniger zur globalen Erwärmung beigetragen. Historische und gegenwärtige Ungleichheiten darunter auch die Folgen des Kolonialismus prägen, wie verwundbar Menschen gegenüber den Folgen der Klimakrise sind.
Diese globale Perspektive spielte auch beim Kollaps Camp in Brandenburg eine Rolle, das im August 2026 stattfand. Aktivist*innen vernetzen sich dort mit Menschen aus Regionen wie Mexiko und dem Sudan, um voneinander zu lernen, wie mit Extremsituationen und bereits bestehenden Krisen umgegangen werden kann.
Dass Teile der Klimabewegung ihren Fokus erweitern und neben konsequentem Klimaschutz zunehmend auch soziale Maßnahmen und solidarische Strukturen fordern, lässt sich als Reaktion auf jahrelangen politischen Stillstand verstehen. Wenn staatliche Strukturen in Krisen an ihre Grenzen kommen, stellt sich die Frage, wie Menschen sich gegenseitig auffangen können.
Solidarisches Preppen setzt genau dort an: Nicht jede*r für sich, sondern gemeinsam. Nicht nur Vorräte anlegen, sondern Beziehungen und Strukturen aufbauen, die auch in Krisen tragen können.
Programm
Montag, 16. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Internetcafé Planet 13
20.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
- Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 17. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Verein Mitstimme
Mittwoch, 18. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus
Donnerstag, 19. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Projekt Netzwerk Antirassismus
18.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
Freitag, 20. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Awareness Basel
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.
Samstag, 21. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider
13.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.
16.00 Uhr
- Sendung zur beruflichen und sozialen Integration mit Personen aus Eritrea und Somalia auf Radio X, von Vitamin B/Radioschule klipp+klang
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.
22.00 Uhr, doors: 21 Uhr
- +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.
Sonntag, 22. März
10.00 Uhr
- Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Kantonspolizei Basel-Stadt
16.15 Uhr
- +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.
Samstag, 28. März
16.00 Uhr
- Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)
Kontakt
rebecca.haeusel@radiox.ch
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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: