Woche gegen Rassismus 2020
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020
Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.
Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier.
Die Woche
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Salon Noirx: Artist Round Table - Episode 1
In der ersten Episode von Salon Noirx unterhalten sich Mbene Mwambene, (Theaterkünstler/Bern), Deborah Joyce Holman (Künstlerin/Kuratorin/Lausanne & London), und Yara Dulac Gisler (Sozialwissenschaftlerin/DJ/Performerin/Zürich) über ihre künstlerische Praxis und wie sich diese mit der globalen Pandemie verändert hat. von Danielle Bürgin
20.09.17 Deborah Joyce-Holman, Mbene Mwambene and Yara Dulac Gisler
Salon Noir - eine neue artist-talk-Serie auf Radio X
In this first episode, Bern-based theatre artist Mbene Mwambene, Lausanne & London based artist and curator Deborah Joyce Holman and Zurich based social scientist, DJ and performer Yara Dulac Gisler speak about their exchange about their creative practices and how these have changed during the ongoing global pandemic.
Bios:
Mbene Mwambene is a Zambian-Malawian actor, journalist, poet, theater director, writer, story-teller and dancer based in Bern, Switzerland. He began acting and storytelling in primary school in Kitwe, Zambia before his professional acting training at Nanzikambe Arts in Malawi under the mentorship of Melissa Eveleigh in 2007. Besides, Mbene formed a drama group with Suzgo Chitete and mainly performed interactive and improvised tragicomedy sketches in private companies in the city of Blantyre. In 2009, Mbene quit classic theatre and focused on Theater for Development work at the Story Workshop as a drama trainer. In 2011, Prof. Christoph Nix from Theater Konstanz, Germany commissioned Mbene to produce a solo piece, The Story of a Tiger which he co-directed with Thokozani Kapiri and later performed it in Africa, Europe and Asia. During the time, he began collaborating with international artists and companies before he finally moved to Switzerland in 2015 for studies. He showed his directing debut piece “Chivungweru” at International Street Performance Festival in Konstanz and Görlitz in the same year.
Mbene´s passion for story telling developed at an early age. “We didn't have money or television. On weekends, my siblings would collect money and send me to watch movies in cinemas without telling my father. Then I would come back home and re-enact the whole movie before them. I had to re-enact sounds, characters, choreography and even background music."
Mbene´s work is mainly focused on post-colonial themes. His professional acting life has revolved around doing interactive theatre for underprivileged communities and also performing innovative theatre pieces across the world. Beside stage performances, Mbene facilitates workshops in prisons, schools, community places, refugee camps in Africa and Europe.
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Deborah Joyce Holman (lebt und arbeitet zwischen Lausanne und London) ist Künstler*in und Kurator*in. Die Hinterfragung des Begriff der Autorenschaft, Strategien der Verweigerung, sowie das Verwischen der Grenzen zwischen Fiktion, Wahrheit und Fakten sind Thematiken, die in ihrer Arbeit immer wieder auftauchen. Diese Thematiken werden durch verschiedene Medien, wie u.a. Skulptur, Installation, verbale und bildliche Sprache, erforscht.
Ihre künstlerische Arbeit wurde bisher unter anderem an der Quadriennale di Roma (2020); Material Art Fair, Mexiko-Stadt (2020, mit Alienze); Gasworks, London (2019); Fondation Entreprise Ricard, Paris (2019); Mikro, Zürich (2019); Auto Italia, London (2019); Live In Your Head, Genf (2018); Alienze, Lausanne (2018) gezeigt.
Sie ist Mitbegründerin vom 1.1, einer Plattform für junge Kunst, Musik und textbasierten Praktiken, die sie von 2015 - 2020 leitete. Sie hat 2018 (...and their tooth, finest gold) und 2019 (Cinders, sinuous and supple) die Ausstellungen für bildende Kunst des Lausanner Festivals Les Urbaines und 2019 BBZ BLK BK: Alternative Graduate Show in London kuratiert. Seit Anfang 2020 arbeitet sie als Stellvertretende Direktorin in der Kunstorganisation Auto Italia, London.
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Yara Dulac Gisler
Yara Gisler Dulacs (*1997, lebt und arbeitet in Zürich) Arbeit findet arbeitet im Bereich des experimentellen Theaters oder an Orten, an denen dekoloniale Praktiken des Zuhörens diskutiert werden können, statt. Durch das Studium des Bachelor of Arts in Kulturwissenschaften an der Universität Luzern beschäftigt sie sich mit bestehenden Strukturen und setzt sich mit alternativen Formen des Umgangs mit ihnen auseinander.
Im Theater hat sie zusammen mit Thokozani Kapiri an der Neuerfindung von Shakespeare oder mit Experi Theater um P. Vijayashanthan an der konkreten Asylpolitik der Schweiz gearbeitet. Dieses Jahr wird die Geschichte von Tilo Frey als die erste Schwarze Schweizer Nationalrätin aufgearbeitet und wieder in verschiedenen Städten der Schweiz getourt.
Da sie sich für Orte interessiert, an denen wir tatsächlich miteinander verschmelzen, ist die Praktik als DJ unerlässlich. Clubbing schliesst weder die Wissenschaft noch die Performance oder umgekehrt aus. Das Alias i-vye ist eine Komposition aus den Buchstaben, die sich aus den Töchtern ihres Vaters zusammensetzt. Sie befinden sich in verschiedenen Kontexten, doch teilen sie ihre kolonialisierte Realität. Durch i-vye will sie gemeinsam reflektieren, wie Machtverhältnisse im Klang und in der Kommunikation enthalten sind und wie sie unser Hören, Zuhören und politische Verflechtung/Entflechtung prägen.
Ähnlich funktioniert das queerfeministische Kollektiv WARM. Die fünf Mitglieder, bestehend aus Caroline Ann Baur, Nina Emge, Yara Gisler Dulac, Vanessà Heer und Tina Reden, beschäftigen sich mit der kollaborativen und transformativen Wirkung von Klang und Musik - sei es in der Kunst, im Theater oder beim Schreiben. Zusammen organisieren sie Dj Workshops, Sound Jam Sessions und verschiedene diskursive Formate rund um die Thematik des aktives Zuhörens für Frauen*. Des weiteren legen sie als Dj Kollektiv an unterschiedlichen Listening Sessions, Radiosendungen oder Parties auf.
Programm
Montag, 16. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Internetcafé Planet 13
20.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
- Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 17. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Verein Mitstimme
Mittwoch, 18. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus
Donnerstag, 19. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Projekt Netzwerk Antirassismus
18.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
Freitag, 20. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Awareness Basel
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.
Samstag, 21. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider
13.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.
16.00 Uhr
- Sendung zur beruflichen und sozialen Integration mit Personen aus Eritrea und Somalia auf Radio X, von Vitamin B/Radioschule klipp+klang
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.
22.00 Uhr, doors: 21 Uhr
- +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.
Sonntag, 22. März
10.00 Uhr
- Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Kantonspolizei Basel-Stadt
16.15 Uhr
- +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.
Samstag, 28. März
16.00 Uhr
- Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)
Kontakt
rebecca.haeusel@radiox.ch
Social Media
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