Woche gegen Rassismus 2020
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020
Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.
Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier.
Die Woche
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Superhelden ohne super... und Helden
Mal ehrlich, Superhelden-Stories sind ja cool und so, aber die Serie The Boys bildet momentan das Ultimative dessen, was du in diesem Genre schauen kannst. Denn es nimmt alles, was das Genre ausmacht, stellt es auf den Kopf, nimmt es unter eine zynische Lupe und stellt sich die Frage, was denn wäre, wenn Superhelden in Wirklichkeit gar nicht so super sind. von Noemie Keller
22.07.21 The Boys
Superhelden-Trope einmal durch den zynischen Mixer und dann wieder raus: The Boys.
Wir folgen Hughie, der eigentlich ein normales Leben führt. Doch dann trifft ihn ein harter Schicksalsschlag: Seine Freundin Robin stirbt aufgrund eines Superhelden. Zwar nicht aus böser Absicht, aber aus Versehen. Hughie ist von Rachegefühlen geplagt und als dann ein gewisser Billy Butcher, der einen ausgeprägten Hass gegen "Supes" (aka Superhelden) hat, sich bei ihm vorstellt, scheint die Lösung nah. Denn Butcher ist der Anführer einer Gruppe, die es sich zur Mission gemacht hat, korrupte und eskalierende Supes unter Kontrolle zu bringen. Ihr Hauptziel: The Seven.
The Seven sind angelehnt an typische Superhelden zum Beispiel wie die aus der DC Justice League. Da hätten wir den Aquaman-Verschnitt The Deep oder den Flash-mässigen A-Train. Und natürlich darf auch nicht ein Superman-ish Held fehlen: Homelander. Was sie nebst den durchaus kreativeren Namen von der Justice League abhebt? Gottkomplexe, Drogenprobleme, das (unbeabsichtigte) Töten von Zivilisten als Kollateralschaden - um ein paar Beispiele zu nennen. Diese "Helden" sind also gar nicht so super, doch das weiss die Bevölkerung natürlich nicht. Vought International, die Organisation hinter den Superhelden, kontrolliert die Fäden und sorgt für ein blitzblankes, von den Menschen geliebtes Image.
The Boys nimmt das Superhelden-Thema, macht eine Satire daraus und thematisiert dabei aktuelle Themen. So wird die MeToo-Bewegung aufgenommen oder Black Lives Matter oder ein konkretes Beispiel: Eine Superheldin wird in der Öffentlichkeit als lesbisch geoutet und als Aushängeschild für Diversity bei Vought International benutzt. Sie ist weder lesbisch (bisexuals exist!), noch möchte sie, dass ihre Sexualität im Lichte der Öffentlichkeit steht. Und das alles erinnert doch stark an Konzerne, die sich nur mit Regenbögen im Pride Month schmücken, weil es halt gut ankommt.
The Boys ist voller solcher Anspielungen und schafft es, mit einer Mischung aus Humor, Zynismus und Drama nie Langeweile aufkommen zu lassen. Die Serie kann auch ziemlich dark und gritty werden, ausserdem sind exzessive Gewaltdarstellungen, literweise Blut und fliegende Gedärme durchaus keine Seltenheit. Wenn du einen schwachen Magen hast, bist du jetzt also offiziel gewarnt! Wenn dir das hingegen nichts ausmacht, dann absolute Binge-Empfehlung! (Einfach keine Kinder zusehen lassen, ist ab 18!)
The Boys kannst du auf Amazon Prime oder auf Streaming Seiten wie Burning Series ansehen.
PS: Extra kein Trailer für dich! Informier dich nicht weiter, just go and watch! Beste Experience, wenn du nicht weisst, was auf dich zukommt!
Programm
Montag, 16. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Internetcafé Planet 13
20.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
- Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 17. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Verein Mitstimme
Mittwoch, 18. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus
Donnerstag, 19. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Projekt Netzwerk Antirassismus
18.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
Freitag, 20. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Awareness Basel
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.
Samstag, 21. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider
13.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.
16.00 Uhr
- Sendung zur beruflichen und sozialen Integration mit Personen aus Eritrea und Somalia auf Radio X, von Vitamin B/Radioschule klipp+klang
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.
22.00 Uhr, doors: 21 Uhr
- +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.
Sonntag, 22. März
10.00 Uhr
- Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Kantonspolizei Basel-Stadt
16.15 Uhr
- +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.
Samstag, 28. März
16.00 Uhr
- Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)
Kontakt
rebecca.haeusel@radiox.ch
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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: