Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Therapeut TikTok: Clips über mentale Gesundheit

Seit der Corona-Pandemie boomen Mental Health Inhalte in den sozialen Medien. Sie informieren und entstigmatisieren, können aber auch Fakten verfälschen und zu falschen Selbstdiagnosen führen. Wir haben mit den Expertinnen Dr. Sophie Mayen und Dora Weubel gesprochen und eine Strassenumfrage durchgeführt, um verschiedene Meinungen einzufangen. von Miriam Lubrich

26.07.18 Mentale Gesundheit auf Social Media

Die Vor- und Nachteile von mental health und Neurodivergenz Videos in den sozialen Medien

Normalisieren

Videos wie „Fünf Zeichen, dass du ADHS hast“ oder „Diese Tipps helfen mir mit meiner Depression umzugehen“ normalisieren und geben besonders Jugendlichen das Gefühl, nicht alleine zu sein. Die Erfahrungsberichte können dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen und mit mentalen Problemen oder Neurodiversität umzugehen.

Unsere Interviewpartnerinnen Dr. Sophie Mayen und Dora Weudel arbeiten an der Università della Svizzera italiana und beim internationalen AWARE-Projekt über mentalen Gesundheitscontent in den sozialen Medien.

Sie sagen, die sozialen Medien hätten das Thema enttabuisiert und normalisiert. Das gehe aber manchmal zu weit. Die Themen würden dann so romantisiert, dass die Betroffenen als mysteriös und interessant und die Krankheit als Lifestyle wahrgenommen werden.

Eine andere Konsequenz ist, dass Begriffe wie ADHS, Anxiety, Autismus, Depression oder überstimuliert omnipräsent sind. Doch sie werden oft falsch verwendet oder als Beleidigung eingesetzt. Zum Beispiel "Du bist so ein Autist", wenn jemand pedantisch ist, "Ich bin gerade voll überstimuliert", wenn gerade viel Trubel herrscht, oder "Das Wetter macht mich depressiv", bei bedrückendem Regen.

Verzerren

Problematisch ist es, wenn die Videos Werbung enthalten. Dann stehen spezifische Produkte im Fokus und das Ziel ist es, das Publikum zu einem Kauf zu bewegen, statt es unvoreingenommen über das Thema zu informieren. Hinzu kommt, dass die Narration und die Effekte der Videos die Inhalte verfälschen.

Insgesamt weisen die Videos grosse Qualitätsunterschiede auf. Manche sind von Profis erstellt, andere von Laien. Manchmal stimmen die Inhalte, manchmal aber auch nicht oder nur teilweise. Die Verbreitung falscher Informationen ist schädlich. Sie führt auch dazu, dass sich Zuschauer oft selbst falsch diagnostizieren und dann möglicherweise die ohnehin knappen Therapieplätze besetzen.

Unsere Strassenumfrage hat ergeben, dass die Meinung in der Gesellschaft über Mental-Health-Videos in den sozialen Medien auseinandergeht. Die einen finden sie „super!”, die anderen meiden sie. Einige empfinden sie als problematisch, anderen haben sie geholfen, ihr eigenes ADHS zu diagnostizieren.

Informieren

Wir empfehlen, solche Videos mit Bedacht zu schauen. Sie können euch helfen, euch zu informieren und verstanden zu fühlen. Achtet aber bitte auf professionelle Accounts und lasst Diagnosen von einer Fachperson abklären.

Weitere Informationen zur mentalen Gesundheit findet ihr unter Santepsy oder Feel Ok.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

Social Media

facebook.com

Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: