Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Die Woche für dich zusammengefasst

Es ist Sonntag, der 14. Dezember – das ist der Wochenrückblick mit diesen Themen:
Radios dürfen auch über 2026 hinaus auf UKW senden. Der Ständerat spricht mehr Geld für die Prävention von Gewalt an Frauen. In Basel-Stadt entfallen die Einbürgerungsgebühren für unter 25-Jährige. Die Musikvielfalt-Initiative warnt gemeinsam mit Clubs und Berufsverbänden vor Fair Pay ohne Fair Funding. Und: Nemo gibt die ESC-Trophäe 2024 zurück.

25.12.14 Wochenrückblick

Der Wochenrückblick informiert über das politisch geschehen in Basel

Radios dürfen über 2026 hinaus auf UKW senden

Radiosender dürfen auch nach 2026 weiterhin auf UKW senden. Das hat das Parlament am Dienstag beschlossen.Die SRG war Ende 2024 aus der UKW-Verbreitung ausgestiegen. Seitdem haben ihre Radiosender rund eine halbe Million Hörer:innen verloren. Nun prüft der Medienkonzern eine Rückkehr auf UKW. SRG-Generaldirektorin Susanne Wille erklärte, man habe von Beginn an alle Optionen offenhalten wollen und reagiere nun auf die aktuelle Situation.

Die SRG will Gespräche mit dem Bund aufnehmen, um zu klären, wann und unter welchen Bedingungen eine Rückkehr auf UKW möglich ist. Ein konkreter Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Ständerat spricht mehr Geld für Prävention von Gewalt an Frauen

Der Ständerat hat beschlossen, mehr Mittel für die Prävention von Gewalt an Frauen bereitzustellen als zuvor vom Nationalrat vorgesehen. Der Entscheid fiel am Mittwoch während der laufenden Wintersession. Am Montag hatte der Nationalrat eine zusätzliche Million Franken für Projekte gegen geschlechtsspezifische Gewalt abgelehnt, obwohl der Ständerat diese bereits unterstützt hatte. Der Entscheid löste Proteste auf dem Bundesplatz sowie tausende Zuschriften an Parlamentsmitglieder aus.

Nun geht die Vorlage zurück an den Nationalrat. Dieser wird am Montag erneut über die zusätzlichen Mittel beraten.

Einbürgerung im Kanton Basel-Stadt wird günstiger

Im Kanton Basel-Stadt entfallen künftig die Einbürgerungsgebühren für Personen unter 25 Jahren. Das hat der Grosse Rat am Mittwoch beschlossen. Zudem werden auch Menschen mit tiefem Einkommen von den Gebühren befreit, darunter Bezüger:innen von Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen oder Prämienverbilligungen. Für alle übrigen sinken die Gebühren in der Stadt Basel von 1750 auf 900 Franken.

Die Gesetzesänderung geht auf eine Motion des SP-Grossrats Mahir Kabakci zurück. Er argumentiert, politische Teilhabe dürfe nicht vom Einkommen abhängen. Die Neuerung verursacht schätzungsweise Mehrkosten von rund einer Million Franken pro Jahr.

Musikszene warnt vor Fair Pay ohne zusätzliche Finanzierung

Die Musikvielfalt-Initiative, Clubs, Veranstaltende und Berufsverbände warnen gemeinsam davor, Fair-Pay-Vorgaben ohne zusätzliche Fördermittel umzusetzen. Das teilten sie am Donnerstag mit. In immer mehr Kantonen werden Subventionen an faire Honorare für Musikschaffende geknüpft. Zwar begrüsst die Szene diese Entwicklung, viele Veranstaltungsorte könnten die höheren Löhne jedoch nicht tragen.

Steigende Betriebskosten, hohe Eigenfinanzierungsanteile und begrenzte Fördergelder setzen insbesondere kleine und mittlere Veranstaltungsorte unter Druck. Die Beteiligten fordern deshalb sogenanntes Fair Funding, um die Musikvielfalt in der Schweiz langfristig zu sichern.

Nemo gibt ESC-Trophäe zurück

Nemo hat die Trophäe des Eurovision Song Contest 2024 zurückgegeben. Das gab Nemo am Donnerstagnachmittag auf Instagram bekannt. Als Begründung nennt Nemo die wiederholte Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest. Der Wettbewerb stehe dadurch nicht mehr für Einheit, Inklusion und Würde für alle. Die Teilnahme Israels hatte insbesondere vor dem Hintergrund des Kriegs in Gaza in den letzten beiden Austragungen zu Kritik geführt. Beim diesjährigen ESC in Basel kam es am Finaltag zu pro-palästinensischen Demonstrationen.

Mehrere Länder, darunter Spanien, Slowenien, Irland, die Niederlande und zuletzt Island, haben angekündigt, auf eine Teilnahme am nächsten ESC zu verzichten. Die SRG teilte mit, dass sie weiterhin an einer Teilnahme am kommenden Eurovision Song Contest in Wien festhält.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

Social Media

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: