Jugendkulturfestival 2019
Das Jugendkulturfestival Basel (JKF) fand am 6. und 7. September 2019 in der Basler Innenstadt statt. Radio X sendete auch 2019 live vom JKF!
Auch 2019 war Radio X wieder mit einem Studio-Container auf dem Barfüsserplatz hautnah dabei und sendete folgende Konzerte von der Barfi-Bühne live auf dein Device:
Projektleitung: Claire Micallef
Freitag, 6.September 2019
18.00h Weird Fishes
19:30h Café da Manhã
21:15h Dritte Stock Records
22:45h Pyro & Schwellheim
00:00h Les Touristes
Samstag, 7.September 2019
15:00h Boxitos
17:20h Arbajo Jairus & Them Lovers
19:00h Emilia Anastazja
20:15h Annie Goodchild
21:30h Carvel'
23:00h Don't Kill the Beast
00:15h Naim
Zwischen den einzelnen Konzerten war bei uns natürlich nicht tote Hose. Wir haben die einzelnen Künstlerinnen und Künstler aus allen Sparten des Festivasl zu uns in unseren Sendecontainer bestellt und redeten mit ihnen über Bierduschen, Einhörner und natürlich auch noch ein wenig über ihre Performance am JKf. Dazwischen gabs wie üblich den dopesten Sound von Basel!
Hier noch ein Überblick über unser Interview-Programm:
Freitag, 6. September
17:05 - JKF OrganisatorInnen
17:35 - Weird Fishes
18:05 - Von Oben Herab
19:05 - Nomuel
20:15 - Mono Mojo
21:05 - Moonpools
22:00 - L'Arbre Bizarre
22:30 - Keine Helden
23:30 - Zatokrev
Samstag, 7. September 2019
15:40 - The Movement
17:00 - Hobby Lobby
18:00 - Amixs
18:25 - Emilia Anastazja
18:50 - Totem Nevada
19:45 - Gina Été
20:05 - Echolot
21:05 - Dolphin Squad
22:20 - Asbest
22:50 - Suicide Salmon
00:00 JKF OrganisatorInnen
Radio X mit drei Talks am JKF - in der Offenen Kirche Elisabethen
Samstag 7.9.2019 16:00 Nachhaltigkeit und Festivals
Schonmal an einem Festival beim Aufräumen dabei gewesen? Festivals haben den schlechten Ruf unverhältmässig hohe Abfallhaufen zu hinterlassen. Luca Frabotta umreisst mit seinen Gästen das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Bezug auf Musikfestivals, im konkreten Fall den Umgang damit am Jugendkulturfestival in Basel.
JKF2019 Talk: Nachhaltigkeit und Festivals
Festivals produzieren Müll. Was können Festivals dagegen tun, um nachhaltig zu sein?
Samstag 7.9.2019 17:00 Erste Schritte auf die Bühne – Eine Band erzählt
Wie ist es, als junge Band den Schritt aus dem Proberaum zu wagen? Was sind Stolpersteine und Chancen? Marcello Capitelli erörtert zusammen mit der jungen Band Mallumi die Herausforderungen eines Neulings in der Musikszene.
JKF2019 Talk: Erste Schritte als Band - Mallumi
Die Ersten Schritte als Band sind mit einigen Kniffs verbunden. Larissa von Mallumi erzählt.
Samstag 7.9.2019 18:00 Sexuelle Belästigung - Wenn ein Nein nicht ausreicht
Moderation: Claire Micallef
Eine Hand auf dem Hintern, sexuelle Kommentare oder ein Typ, der sich beim Tanzen von hinten an dich schmiegt. Kommt dir das bekannt vor?
Um gegen sexuelle Belästigung im Ausgang vorzugehen, wurde 2016 in der Stadt Münster das Luisa-Projekt ins Leben gerufen. In der Schweiz wurde die Kampagne von Städten wie Winterthur oder Zürich adaptiert und im Herbst will die Opferhilfe beider Basel die Kampagne nun auch in Basel starten. Was bringt das Luisa-Projekt konkret? Und was kann Frau und Mann gegen sexuelle Belästigung tun? Wir reden mit Betroffenen, mit Experten und mit euch, dem Publikum.
JKF2019 Talk: Sexuelle Belästigung
Claire Micallef eruiert mit ihren Gästen die Thematik von Sexueller Belästigung im Ausgang und an Musikfestivals. Was kann dagegen unternommen werden?
#badtastehenna
Wir wollten euch am JKF alle etwas aufhübschen! Deswegen gab es an unserem Stand in der Offenen Kirche Elisabethen eine Henna-Tattoo-Session der etwas anderen Art. Kulturschaffende, die am JKF aufgetreten sind, waren die Tattoo-Artists, du ihre Leinwand. Schöne Schnörkel und Mandalas waren allerdings fehl am Platz, denn unsere Artists sind Masters of Trash. Und auch bei der Wahl des Motivs hattest du nicht viel mitzureden. Die lag ganz beim "Wheel of Destiny". Einzig die Wahl des Orts, an dem du dein Henna-Tattoo willst, die überliessen wir dir noch. Und, siehe da, einige haben sich getraut!
Einen Eiblick in das kuriose Sammelsurium an #badtastehenna findest du auf unserem Instagram Account.
unsere Insta-Story:
Früsch mit Rebekah, Nikita Bugaev & Diana Romanova & Vlad Dobrovolski, DakhaBrakha & Daniel Avery
In dieser Früsch Ausgabe stellen wir euch Tracks vor, von Labels und Musiker:innen die Sound gegen den Krieg in der Ukraine machen. Wo prominente Bands wie DahkaBrakha sich auf Social Media stark machen, spenden auch Labels wie das russische Gost Zvuk, das schwedische Northern Electronics oder das belgische U4E ihre Bandcamp Erlöse an Organisationen, die humanitäre Hilfe für ukrainische Bürger:innen leisten.
Das belgische Techno Label U4E «United For Equity» veröffentlicht eine Fundraiser Kompilation via Bandcamp mit insgesamt 20 elektronischen Musiker/innen. Darunter sind grosse Produzent/innen und DJs wie Ben Klock, Rebekah, Marcell Dettmann, Etapp Kyle, Answer Code Request u. v. m. Die Kompilation schwingt musikalisch eher Richtung roher Berghain Techno. Rebekah's Track «Unsanctioned» beginnt kompromisslos und wuchtig mit über 140BPM, gleich eine Technoekstase, die rohe Gewalt widerspiegelt, bei der man spürt, dass eine sinnliche Aggression verarbeitet wird. Die gesamte Kompilation ist via U4E auf Bandcamp erhältlich und sämtliche Einnahmen werden für Safelive https://savelife.in.ua/ gespendet. [BK]
Auch das russische Label Gost Zvuk veröffentlichte am Samstag prompt eine Compilation, die sich mit schwarzem Cover behangen unmissverständlich "STOP THE WAR!" nennt. Darauf enthalten sind 32 Tracks die es nicht scheuen, auch in experimentelle ambient Sphären abzudriften. Besonders gelungen hier die Kollaboration von Nikita Bugaev & Diana Romanova & Vlad Dobrovolski mit pol. Das Label schreibt: "War is a crime against humanity. We stand with the people of Ukraine and demand an immediate end to war. We condemn the actions of the Russian government. 100% of all proceeds will be sent to humanitarian funds helping those in need." [MK]
Wie amplifiziert man Stimmen des Protests mit möglichst grosser Reichweite? Eine Variante wäre es, die eigenen Covers von Alben mit politischen Schriftzügen und Symbolen zu verzieren. Doch genau das würden Streaming Anbieter wie Spotify und Apple Music noch verbieten. Dies bemängeln aktuell auch die ukrainische Neo Folk/Rock Band DahkaBrakha. Als durchaus bekannte Band (sie spielten bereits für KEXP und NPR Tiny Desk Concert) und fordern nun willens Sensibilisierung gegen die "propaganda of the aggressor state". Sie führen aus:
"We, Ukrainian artists, want to change the covers of our albums and tracks to convey this information to our listeners from Russia and around the world [...] But this is not possible now, because streaming platforms hold a 'no politics in music' position... Music can no longer be out of politics. Ähnliches formulierten auch die Instagram accounts vom ukrainischen Ministry of Digital Transformation und dem Magazin Slukh. Diesen Freitag veranstalten sie einen Fundraiser, mittels eines Konzertstreams via SFJAZZ.org/watch. [MK]
Das schwedische Techno & Ambient Label Northern Electronics veröffentlichte diese Woche eine Foundraising Kompilation namens «A Dove Has Spread Her Wings – Relief For Ukraine». Die Kompilation beinhaltet insgesamt 31 Tracks mit elektronischen Künstler/innen wie Dorisburg, Dasha Rush, Evigt Mörker, Marco Shuttle u.v.m. Wir haben uns für den Track von DJ & Produzent Daniel Avery aus London entschieden. Der Track namens «U» ist stark kompressiert und resoniert wuchtig, darauf erklingen in der Mitte des Tracks sakrale Synths, die das Wuchtige unterdrücken und dem Euphorischen Platz geben. Sozusagen eine Ying Yang Techno Explosion. Die ganze Kompilation ist für 15Euro via Northern Electronics auf Bandcamp erhältlich und alle Einnahmen gehen an UNICEF Ukraine. [BK]
say cheese!
last but not least: die Fotobox-Fotos vom JKF 2019
Sponsoren
Die Live-Übertragung von Radio X am Jugendkulturfestival 2019 wurde unterstützt durch die Abteilung Kultur des Präsidialdepartements Basel-Stadt
Die Umsetzung der der Live-Übertragung 2019 fand in Zusammenarbeit mit folgenden Partnern statt: