Radio X und das Jugendkulturfestival sind seit Gründungszeiten eng miteinander verbunden. Radio X sendet auch in der Ausgabe 2021 live vom Festival: Wir übertragen Konzerte, Talks, Interviews, Slams und Lesungen von den Standorten Sommercasino und Klybeck live zu dir ins Wohnzimmer. Und an unserem "Bad-Taste-Henna"-Stand verunstalten JKF Artists deine Haut mit Motiven, die das "Wheel of Destiny" für dich bestimmt hat.

Wir senden an beiden Festivaltagen zwischen 17h und 01h live von den Standorten "Sommercasino" und "Padelhalle Klybeck".

Das Festivalprogramm ist online! Folgende Programmpunkte werden bei uns auf dem Sender stattfinden:

Freitag, 3.September 2021

Konzerte:

Talks/Lesungen/Slam-Poetry:

 

Samstag, 4.September 2021

Konzerte:

Talks/Lesungen/Slam-Poetry:

 

 

#badtastehenna

Wir wollen euch am JKF alle etwas aufhübschen! Deswegen gibt es an unserem Sendebus vor dem Sommercasino eine Henna-Tattoo-Session der etwas anderen Art. Kulturschaffende, die am JKF auftreten, sind die Tattoo-Artists, du ihre Leinwand. Schöne Schnörkel und Mandalas werden wohl eher Seltenheitswert haben, denn unsere Artists sind mehrheitlich Masters of Trash - dafür vollgas! Und auch bei der Wahl des Motivs hast du nicht viel mitzureden, denn die liegt ganz beim "Wheel of Destiny". Die Wahl des Orts, an dem du dein Henna-Tattoo willst, die überlassen wir dir aber natürlich noch, schliesslich gehört dein Körper dir und nur dir allein - vergiss das nicht! Vor zwei Jahren gab es einen regelrechten Ansturm und es entstand ein Sammelsurium an grandiosen Trash-Kuriositäten. Komm vorbei, triff die JKF-Artists und lass ein bisschen Trash in dein Herz!! wir sind an beiden Tagen zwischen 17h und 01h für dich da! #badtastehenna

Plastikmüll überall (Bild Tom Fisk)

Letzte Chance: der UN-Plastikvertrag geht ab heute in die letzte Verhandlungsrunde

Die letzten Verhandlungen für einen globalen Plastikvertrag starten heute in Genf. Seit Beginn der Plastikvertragsverhandlungen 2022 sind schätzungsweise weitere 30 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane gelangt. Ohne verbindliche Massnahmen gegen die stetig steigenden Plastikproduktion droht bis 2060 eine Verdreifachung der globalen Plastikherstellung. Was sagen die Expert:innen dazu? von Danielle Bürgin

25.08.05 UN-Plastikabkommen letzte Verhandlungen

Die entscheidenden Verhandlungen für einen globalen Plastikvertrag finden vom 5.–14. August 2025 in Genf statt – möglicherweise die letzte Chance für wirksame Massnahmen gegen die Plastikkrise.

Nach zwei herausfordernden Verhandlungsjahren steht die Welt vor der womöglich letzten Chance, einen wirksamen globalen Plastikvertrag zu verabschieden. Die zweite Runde der fünften Verhandlungssitzung (INC-5.2) findet vom 5. bis 14. August 2025 im Palais des Nations in Genf statt.

„Genf wird zeigen, ob die Weltgemeinschaft endlich den Mut aufbringt, der Plastikkrise an die Wurzel zu gehen,“ erklärt , Fabienne McLellan, Geschäftsführerin von OceanCare. Die Schweizer Organisation setzt sich seit 1989 weltweit für die Meerestiere und Ozeane ein. OceanCare hat 2011 den UNO-Sonderberatungsstatus erlangt und hat seitdem Zugang auf höchster UNO-Ebene, wenn es um Meeresfragen geht. Wir haben uns mit Fabienne McLellan über die UN-Plastikvereinbarung unterhalten. 

Hintergrund:

Über 95 Länder unterstützen mittlerweile die sogenannte Ministerialerklärung von Nizza. Auch die Schweizer Delegation setzt sich laut dem Bundesamt für Umwelt BAFU für ein rechtlich verbindliches Abkommen ein, das Massnahmen entlang des gesamten Lebenszyklus von Plastik enthält, damit die Umwelt und die menschliche Gesundheit effektiv vor der Plastikverschmutzung geschützt werden. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Kunststoffe über 16.000 verschiedene Chemikalien enthalten, von denen ein Viertel als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Datenbank, die von einer internationalen Forschungsgruppe erstellt wurde.

Die Schweiz ist Teil der «High Ambition Coalition» (HAC). Diese Länderkoalition hat das gemeinsame Ziel, mit dem Abkommen die Plastikverschmutzung bis 2040 bedeutend zu reduzieren. Das Abkommen soll die schrittweise Abschaffung der problematischsten Kunststoffe vorsehen.

Dies sind beispielsweise Einwegartikel, schwer rezyklierbare Produkte oder solche, die gefährliche Chemikalien enthalten. Gleichzeitig setzt sich die Schweiz dafür ein, dass das Abkommen für alle Staaten umsetzbar ist – auch für Länder mit begrenzten Ressourcen. Finanzielle Unterstützung für diese Staaten wird deshalb ein zentraler Punkt der Verhandlungen sein.

An den Verhandlungen in Genf nehmen Delegierte aus über 160 UN-Mitgliedstaaten sowie Vertreter:innen von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft teil. WWF Deutschland schreibt dazu: "Die Regierungen müssen sich der Realität stellen, dass diese Vision eines wirksamen Plastikabkommens möglicherweise nicht im Konsens zu verwirklichen ist, wenn einige Staaten weiterhin ihre kurzfristigen Wirtschaftsinteressen verteidigen werden". 

Plastik wird zu 99% aus fossilen Ressourcen wie Öl und Gas hergestellt. Staaten wie Saudi-Arabien, Iran und Russland stellen zentrale Vertragspunkte infrage und wollen verbindliche Auflagen durch freiwillige oder nationale Massnahmen ersetzen.

Auch die US-Delegation setzt auf einen Fokus auf die Abfallentsorgung statt auf Produktionsbeschränkungen. Das US-Aussenministerium teilte mit, man unterstütze zwar ein Abkommen. Dieses dürfe Herstellern aber keine belastenden Beschränkungen auferlegen, die US-Unternehmen behindern könnten. 

Beobachter:innen befürchten, dass der Einfluss der petrochemischen Industrie ein ambitioniertes Abkommen verhindern könnte.

Und hier noch unsere Berichterstattung von der letzten Festivalausgabe, wenn du noch ein bisschen verweilen und in den Erinnerungen schwelgen möchtest: