Radio X und das Jugendkulturfestival sind seit Gründungszeiten eng miteinander verbunden. Radio X sendet auch in der Ausgabe 2021 live vom Festival: Wir übertragen Konzerte, Talks, Interviews, Slams und Lesungen von den Standorten Sommercasino und Klybeck live zu dir ins Wohnzimmer. Und an unserem "Bad-Taste-Henna"-Stand verunstalten JKF Artists deine Haut mit Motiven, die das "Wheel of Destiny" für dich bestimmt hat.

Wir senden an beiden Festivaltagen zwischen 17h und 01h live von den Standorten "Sommercasino" und "Padelhalle Klybeck".

Das Festivalprogramm ist online! Folgende Programmpunkte werden bei uns auf dem Sender stattfinden:

Freitag, 3.September 2021

Konzerte:

Talks/Lesungen/Slam-Poetry:

 

Samstag, 4.September 2021

Konzerte:

Talks/Lesungen/Slam-Poetry:

 

 

#badtastehenna

Wir wollen euch am JKF alle etwas aufhübschen! Deswegen gibt es an unserem Sendebus vor dem Sommercasino eine Henna-Tattoo-Session der etwas anderen Art. Kulturschaffende, die am JKF auftreten, sind die Tattoo-Artists, du ihre Leinwand. Schöne Schnörkel und Mandalas werden wohl eher Seltenheitswert haben, denn unsere Artists sind mehrheitlich Masters of Trash - dafür vollgas! Und auch bei der Wahl des Motivs hast du nicht viel mitzureden, denn die liegt ganz beim "Wheel of Destiny". Die Wahl des Orts, an dem du dein Henna-Tattoo willst, die überlassen wir dir aber natürlich noch, schliesslich gehört dein Körper dir und nur dir allein - vergiss das nicht! Vor zwei Jahren gab es einen regelrechten Ansturm und es entstand ein Sammelsurium an grandiosen Trash-Kuriositäten. Komm vorbei, triff die JKF-Artists und lass ein bisschen Trash in dein Herz!! wir sind an beiden Tagen zwischen 17h und 01h für dich da! #badtastehenna

Am Schluss bleiben sie die Helden des Pop

Kann man den kreativen Schaffensprozess von Künstlern portraitieren? In Get Back, der Neuauflage des Let It Be Films von 1970  inszeniert Peter Jackson die beste Band der Welt teils leidvoll, aber auch lustvoll. von Mirco Kaempf

21.11.30 Get Back: The Beatles

Der Regisseur Peter Jackson hat sich durch 60 Stunden Film- und 150 Stunden Tonmaterial gewälzt und dokumentiert die Beatles beim Schreiben ihres 2.letzten Albums.

1969 - Das letzte Jahr der Swinging Sixties vereint auch das Ende der Beatles. Noch vor den Aufnahmen für ihr letztes Album Abbey Road hat sich die Band Anfang Jahres in den Twickenham Film Studios eingefunden, um das Get Back Projekt zu starten. Die Ausgangslage: Die Band hatte zwei Wochen Zeit ein Album zu schreiben, proben, und schlussendlich live zu performen (3 Jahre nachdem sie aufgehört haben zu touren). Dabei soll der ganze Prozess gefilmt werden und schliesslich als Doku oder TV Special funktionieren. Dies klappte nur teilweise.

Get Back wurde schliesslich zu Let It Be. Ein Album, das nach der Auflösung der Band veröffentlicht wurde und statt von ihrem langjährigen Produzenten George Martin durch die Wall-of-Sound-Machinerie von Produzent Phil Spector durchgegangen ist. Das TV Special wurde ein 90-minütiger Abgesang an die Band, zu dessen Filmpremiere keines der Bandmitglieder erschienen ist. "It has no joy" soll Ringo Starr dazu gesagt haben.

Wo das schwarzgemalte Let It Be oftmals als Abgesang einer grossen Band verstanden worden ist, ersucht Regisseur Peter Jackson für den neuen Dokumentarfilm Get Back die so beschwerliche Leichtigkeit des Seins. So hat er sich durch die rund 60-stündigen Film- und 150-stündigen Audioaufnahmen vom einstigen Regisseur Michael Lindsay-Hogg gewälzt und eine knapp 8-stündige Neuauflage des Get Back Projekts geschaffen. Die acht Stunden können sich für manche wohl wie ein Marathon anfühlen, ist es aber doch einigermassen erwartbar gewesen, von einem Regisseur, der aus 310 Buchseiten eine 3-teilige Kinoreihe zu The Hobbit gemacht hat.

Was nun zu sehen ist, sind die ganz gewöhnlichen Studiomomente einer aussergewöhnlichen Band in geradezu voyeuristischem Rahmen: So kriegen die Zuschauer:innen acht Stunden lange Probereien von Don't Let Me Down zu hören, throw-away-Jams, Songs die nie auf einem Album aufgetaucht sind, Covers, Halbgares und Geniales. Vom traurigen Tiefpunkt wo ein frustrierter George Harrison die Band verlässt ("see you 'round the clubs") bis zum Ende, wo die Band ein letztes Mal vor Livepublikum, über den Dächern von London spielt. Zwischen sich beklagenden Polizisten und Geschäftsleuten sind sie dann die unbestreitbaren Heldenfiguren, am Ende einer Dekade, die sie so sehr mitprägten, wie kaum eine andere Band.

Und hier noch unsere Berichterstattung von der letzten Festivalausgabe, wenn du noch ein bisschen verweilen und in den Erinnerungen schwelgen möchtest: