Radio Frauen*streik

 

Wir geben dem Frauen*streik eine starke Stimme!

Am 14. Juni spannen spannen Radio X, Radio RaBeKanal K, RaSa und Radio LoRa, das am Freitag zu Radia wird, zusammen und bringen dir das Radio Frauen*streik. Dabei senden wir live vom Bundesplatz in Bern und bringen die Stimmung in verschiedenen Städten mit Live-Schaltungen auf den Sender. Interviews, Hintergund-Beiträge, Impressionen und ein Radio-Ballett - alles am 14. Juni auf Radio Frauen*streik. 

Stay tuned!

Ein 45-jähriger Mann mit schwarzer Schildmütze und kurzem Bart schaut direkt in die Kamera

"Ein passender Ton im Ohr trägt meine Worte"

Levin Westermann hat den Lyrikpreis 2025 gewonnen. Die Jury begründet ihre Wahl, dass der 45-jährige Schriftsteller "Lyriker mit Leib und Seele" sei, was man in allen seinen Texten spüre. Wie entsteht Literatur bei Levin Westermann? Erst brauche es einen Grundton oder Rhythmus im Kopf, den der ganze Text trägt, verrät er.   von Janina Labhardt

25.01.19. Portrait Lyrikpreisträger

Wie schreibt Levin Westermann?

Obwohl Levin Westermann ohne literarisches Vorbild in seiner Familie aufwuchs, war die Musik für ihn prägend: Sein Lesen und literarisches Schreiben werden von einem Klang begleitet, der trägt. Wenn Levin Westermann seine Texte überarbeitet, liest er laut und muss den klingenden Ton im Ohr wahrnehmen. Sonst stimmt der Text nicht für ihn. 

Seine publizierten Texte sind nicht in die Literaturgattungen Lyrik, Epik und Dramatik zuzuordnen. Gerne liest er amerikanische Literatur, die die Genres wild wechseln und mischen. Sein Debütroman "Zugunruhe", der 2024 im Verlag Matthes & Seitz Berlin erschienen ist. Darin geht es unter anderem um die Rastlosigkeit von Vögeln im Vorfeld ihrer Migration, die nächtliche Sehnsucht, das Gefühl, dem Lockruf der Ferne kaum noch widerstehen zu können.

Lyrikbände wie "farbe komma dunkel" lassen den anhaltenden Ton des Textes schwingen. Alles sei miteinander verbunden, im Text und in der Welt, schreibt Levin Westermann. Kein Lebewesen existiere für sich allein, und kein Text entstehe aus dem Nichts.