Radio Frauen*streik

 

Wir geben dem Frauen*streik eine starke Stimme!

Am 14. Juni spannen spannen Radio X, Radio RaBeKanal K, RaSa und Radio LoRa, das am Freitag zu Radia wird, zusammen und bringen dir das Radio Frauen*streik. Dabei senden wir live vom Bundesplatz in Bern und bringen die Stimmung in verschiedenen Städten mit Live-Schaltungen auf den Sender. Interviews, Hintergund-Beiträge, Impressionen und ein Radio-Ballett - alles am 14. Juni auf Radio Frauen*streik. 

Stay tuned!

Album der Woche: Juniper von Joy Crookes

Vier Jahre nach ihrem gefeierten Debüt meldet sich Joy Crookes mit Juniper zurück – einem Album, das tiefer geht als je zuvor. Statt politischer Statements stehen persönliche Krisen, mentale Gesundheit und emotionale Heilung im Zentrum. Entstanden ist Soul mit Leichtigkeit und Stil. von Mirco Kaempf

ADW Joy Crookes - Juniper

Joy Crookes veröffentlicht ihr zweites Studioalbum Juniper

Vier Jahre sind vergangen, seit die Soul-Sängerin aus South London ihr gefeiertes Debüt veröffentlichte. Ebenso lange brauchte sie, um sich neu zu sammeln. Auf Juniper, ihrem zweiten Studioalbum, atmet Joy Crookes tief durch – und trägt den inneren Tumult nach aussen.

In einer post-Amy-Winehouse-Welt bleibt ihre Stimme unverwechselbar. Doch es ist nicht nur der Gesang, der Joy Crookes zu einer besonderen Künstlerin gemacht hat. Ihre Songs über Brexit-Britain und Gentrifizierung waren sowohl politisch als auch tanzbar.

Juniper schlägt nun einen anderen Ton an. Weniger gesellschaftskritisch, dafür umso persönlicher – und schmerzhafter.

Nach dem Erfolg ihres ersten Albums folgte ein Einbruch. Joy Crookes spricht offen über mentale Erschöpfung, die sie schliesslich auch körperlich krank machte. In Songs wie Mathematics oder First Last Dance verarbeitet sie das Ende einer toxischen Beziehung – und die Frage, warum Angst immer wieder die Kontrolle übernimmt.

Bemerkenswert ist, wie leichtfüssig selbst schwere Themen klingen. Die Tracks erinnern oft an Neo-Soul-Klassiker, wirken gleichzeitig zeitlos und unmittelbar. Diese musikalische Leichtigkeit verleiht auch tiefen persönlichen Krisen eine universelle Dimension. Als Zuhörer:innen fühlen wir mit – und können doch immer wieder aufatmen.

Nach vier Jahren Pause vereint Joy Crookes auf Juniper persönliche Verletzlichkeit mit neuer Stärke. Sie klingt gereift, reflektiert – und einmal mehr wie eine der wichtigsten Neo-Soul-Stimmen Grossbritanniens.