Porno auf Jugendhandys
 

Eine Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne vom 6.-8. und 13.-15. September 2021
 

Wie häufig Kinder und Jugendliche mit ihren Handys beschäftigt sind, ist auffällig. Was auch auffällt, sind die vielen Sexualdelikte, die Jugendliche begehen, wenn sie Pornografie herstellen, besitzen oder sharen.

Was sagen die Jugendlichen selbst zu ihrem Handy-Umgang, was empfehlen die Polizei, juristische Personen und Sozialarbeitende? Was denken Eltern, Kulturschaffende sowie Politiker:innen über die Gefahren mit Nacktselfies und Pornos auf Jugendhandys?

Radio X sendet vom 6.-8. und vom 13.-15. September 2021 Beiträge zum Thema jeweils um 13h und 18h in der Wiederholung.

Die Kampagne von Radio X wird dank der freundlichen Unterstützung der GGG Basel realisiert.

Keine Schweizer Schokoladenseite

Schokolade ist der Inbegriff von Schweiz. Doch beide stehen auch für versteckte Kolonialgeschichten, ausbeutende Verhältnisse in anderen Ländern und Umweltzerstörung. In der Chocolate Scorecard 2026 sieht man, welche Schokoladenunternehmen in Bezug auf Umwelt, Transparenz und Anstellungsverhältnisse wie gut abschneiden. von Miriam Lubrich

Schokolade

Die Schokoladenindustrie in der Schweiz

16 Expert:innen, 7 Kriterien

Schokolade ist nicht nur für das Schweizer Image wichtig, Schweizer:innen konsumieren viel Schokolade, ungefähr 11 kg pro Kopf jährlich. Ausserdem haben viele Schokoladenfirmen ihren Sitz in der Schweiz und ein grosser Teil der Verarbeitung geschieht hier.

Dieses Jahr wurde zum siebten Mal die «Chocolate Scorecard» herausgegeben, die Schokoladenfirmen recherchiert und ihre Praktiken bewertet. Dabei haben die 16 Expert:innen sieben Kriterien beachtet: Transparenz und Rückverfolgbarkeit, Lohn, Kinder- und Zwangsarbeit, Abholzung, Agroforstwirtschaft und Klima, Pestizide und Geschlechtergleichstellung.

Ergebnisse

Dabei kam raus, dass immer noch weniger als ein Drittel der Kakaobauer:innen nachweislich ein existenzsicherndes Einkommen verdient.

Am besten abgeschnitten haben dieses Jahr Halba und Coop. Lindt & Sprüngli hingegen schneiden beim Lohn, den sie den Produzent:innen zahlen, schlecht ab. Ganz unten im Ranking sind japanische Marken wie Daito Cacao oder Morinaga. Die Grossunternehmen Mondelēz (die unter anderem Toblerone und Milka besitzen) und Starbucks haben ihre Informationen gar nicht preisgegeben und erhalten dafür von der Scorecard jeweils ein «rotten Egg».

Erfolgsrezepte

Das Gegenteil von solchen intransparenten Grossunternehmen ist die Basler Firma «Cameroots». Sie sucht im kleineren Rahmen nachhaltig und verantwortlich produzierten Kakao, den sie Schokoladenfirmen verschickt. Jan Kessler ist Gründer und Geschäftsführer der Firma. Sein Erfolgsrezept für die Rückverfolgbarkeit und guten Verhältnisse sind seine familiären Beziehungen in den Kamerun, sowie Verwandte vor Ort. Er hat sich auch mit der Scorecard befasst und ist zufrieden mit der Arbeit, die die NGOs geleistet haben. Er kritisiert hingegen Teile der Gewichtung, der Datenquellen und das Wildcard-System.

In Bezug auf den rechtlichen Rahmen, hinkt die Schweiz der EU hinterher. Diese hat nämlich eine neue Verordnung gegen Entwaldung beschlossen, die ab 2027 greift. Der WWF versucht nun, auch in der Schweiz eine solche Gesetzgebung einzuführen.

Schokolade und Schweiz passen zusammen, auch weil sie hinter ihrem guten Image Kolonialgeschichten, Ausbeutungen und Umweltzerstörungen in anderen Ländern verstecken. Wie genau die verschiedenen Schokoladenunternehmen abgeschnitten haben, findest du auf der Seite der Chocolate Scorecard. Informationen zu Cameroots, findest du auf ihrer Webseite.