X_art

Kunst im Gespräch auf Radio X

Die Sendereihe «X_art – Kunst im Gespräch auf Radio X» versteht sich als Plattform, die die unterschiedlichen Schnittstellen in der regionalen und nationalen Kunstszene auf eine niederschwellige Art für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

«X_art » wurde von 2017 bis Ende 2021 jeweils einmal im Monat gesendet.

Die Vermittlung und Vernetzung stand an oberster Stelle dieses einzigartigen Formates. Produziert wurde die Sendung in unterschiedlichen Locations in Basel (Bsp. Galerien, Museen, Offspaces) – der Zutritt ist frei. Ziel dieses einzigartigen Medien-Formates war es, Kunsthemen einem breiten Publikum auf eine niederschwellige Art zugänglich zu machen. 

Die Berichterstattung über das lokale Kunstschaffen, über kleine und grosse Institutionen, sowie die politischen Zusammenhänge wird innerhalb von neuen Formaten auf Radio X ab 2022 weiter geführt. 

Das «X_art »-Team:
Danielle Bürgin (Konzept/Redaktion/Moderation)
Mirco Kaempf (Redaktion/Moderation), 

Mehr aktuelle Bilder und Impressionen zu «X_art » findet Ihr auf Facebook und Instagram.

X_art wurde freundlicherweise durch die Christoph Merian Stiftung unterstützt. 

 

Logo X art
Ein UberEats Rider nimmt eine Pizza Bestellung in einem Restaurant entgegen.

Liefern um jeden Preis??

Per Klick kommt das Essen bis vor die Haustür. Möglich machen das tausende Lieferant*innen unter oft prekären Bedingungen. Die boomende Lieferbranche basiert auf einem Geschäftsmodell, bei dem viele Kurier:innen den Preis für die Bequemlichkeit zahlen. von Luisa Later

2026.06.27 Liefern um jeden Preis?

Velokuriere in der Schweiz fordern zusammen mit der Gewerkschaft faire Arbeitsbedingungen von den Grosskonzernen.

Liefern um jeden Preis?

Essen auf Knopfdruck 

Bei fast 40 Grad in Basel klingt ein gelieferter Tofu-Glasnudelsalat ziemlich verlockend. Die On-Demand-Kultur ist längst Teil unseres Alltags geworden: Just Eat ist in der Schweiz seit 2007 aktiv, Uber Eats seit 2018 und erreicht heute rund 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Essen, Medikamente oder Kleidung vieles ist heute innerhalb kurzer Zeit verfügbar.

Doch hinter der schnellen Lieferung stehen oft Menschen, die unter prekären Bedingungen arbeiten. Rider berichten von intransparenten Löhnen, fehlender sozialer Absicherung und Arbeitsbedingungen, die laut der Gewerkschaft Syndicom häufig nicht dem Schweizer Arbeitsrecht entsprechen. Besonders das Modell der Scheinselbstständigkeit steht dabei in der Kritik. Obwohl Lieferant*innen wie Angestellte arbeiten, werden viele arbeitsrechtliche Pflichten auf sie selbst abgewälzt.

Milliarden für die Konzerne, wenig für die Rider

Dabei boomt die Branche: Bereits 2020 setzte der Schweizer Food-Delivery-Markt rund 2,1 Milliarden Franken um. Das sind 64 Prozent mehr als noch zwei Jahre zuvor. Von diesem Wachstum profitieren die Lieferant*innen jedoch nur bedingt. Bei Uber Eats erfolgt die Bezahlung beispielsweise pro gefahrenem Kilometer. Wie hoch die Vergütung ausfällt, entscheidet die Plattform selbst.

Gemeinsam mit der Gewerkschaft Syndicom fordern die Lieferant*innen deshalb, dass Lieferplattformen das Schweizer Arbeitsrecht einhalten, ihre Mitarbeitenden korrekt versichern, geltende Mindestlöhne bezahlen und Löhne pünktlich auszahlen. In den Kantonen Genf und Waadt muss Uber Eats seine Rider bereits als Angestellte beschäftigen und die entsprechenden Gesamtarbeitsverträge einhalten. Syndicom fordert, dass auch andere Kantone diesem Beispiel folgen.

Für viele Menschen sind Lieferdienste aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig entscheidet jede Bestellung auch mit darüber, welches Geschäftsmodell sich langfristig durchsetzt und unter welchen Bedingungen die Menschen arbeiten, die unser Essen bis an die Haustür bringen.

OnAir

10 x im Jahr - Am ersten Wochenende des Monats:
SA 16:00 Uhr (WdH. SO 10:00 Uhr)