Edith Ballantyne (Ausschnitt aus: Imagine Peace)

Wie setzt man sich für Frieden ein?

Diese Frage versucht der Dokumentarfilm „Imagine Peace“ von Fabian Chiquet zu beantworten. Portraitiert wird dabei Edith Ballantyne, eine Friedensaktivistin, welche ihr Leben dem Aktivismus widmete. Der Film läuft neu in den Basler Kinos.  von Emilie Egli

Danitsa im Gannet

Die Paris-Genfer Musikerin Danitsa spielt anlässlich von Capslock 5 Jahre im Gannet

Das Leben dem Aktivismus gewidmet

Im Film „Imagine Peace“, wird die Friedensaktivistin Edith Ballantyne portraitiert. Sie wurde im ehemaligen Sudetenland geboren und flüchtete mit 16 Jahren vor dem nationalsozialistischen Regime nach Kanada. Später lebte sie in Genf.

Edith Ballantyne war internationale Präsidentin der Women’s International League for Peace and Freedom und engagierte sich später als Präsidenten des coNGO, der Vereinigung aller NGOs (Non-Governmental-Organisations) der Vereinten Nationen. Ihr Leben widmete sie bis zu ihrem Tod dem Aktivismus. 

Trailer

Friedensaktivismus auf der Leinwand

Fabian Chiquet durfte Edith Ballantyne kennenlernen und die letzten Jahre von ihrem Leben dokumentarisch festhalten. Nachdem Edith Ballantyne ihm von ihrem Leben erzählte, wusste Fabian Chiquet direkt, dass der Film gemacht wird. 

Dass sich Fabian Chiquet friedenspolitischen Themen widmet, ist nicht neu. 2021 brachte er bereits seinen ersten Kinodokumentarfilm «die Pazifistin» heraus. Im Dokumentarfilm wird die Schweizer Friedensaktivistin Gertruth Woker portraitiert.

Dass fünf Jahre später der Film «Imagine Peace» herausgebracht wird, zeigt, dass sich Fabian Chiquet nach wie vor mit friedenspolitischen Themen auseinandersetzt, dies mit dem zweiten Film, in dem Frauen im Aktivismus portraitiert werden. 

Aktuelles Geschehen

Aktuelles politisches Geschehen hat die Arbeit beim Film ebenfalls beeinflusst. Dabei wird nicht nur auf die Arbeit von Edith Ballantyne geschaut, sondern auch auf das aktuelle Geschehen auf der Welt. So portraitiert Fabian Chiquet mit seinem Film auch Shirine Jurdi, Friedensaktivistin aus Libanon, Nina Potarska, Friedensaktivistin aus der Ukraine sowie Madeleine Rees, britische Menschenrechtsanwältin. 

Nina Potarska (links)
Nina Potarska (links)

Gestalterische Mittel

Weil der Film im Vergangenen sowie im Gegenwärtigen erzählt, wurden verschiedene gestalterische Mittel gebraucht. Beispielsweise wurde viel mit Archivaufnahmen aus dem zweiten Weltkrieg wie auch aus den 60er, 70er und 80er Jahren gearbeitet. Ebenfalls wurden Animationen von Kilian Vilim und Etienne Mory eingebaut. So soll die Ebene von verschiedenen Zeiten auseinandergehalten werden.

 

Animation von Kilian Vilim und Etienne Mory
Animation von Kilian Vilim und Etienne Mory

Ein letzter Aufruf zum Frieden

Mit dem Film gibt Fabian Chiquet Edith Ballantyne die Plattform für einen letzten Aufruf zum Frieden. Dies gleichzeitig auch für Menschen, welche ihr Leben ebenfalls dem Friedensaktivismus widmen.