Woche gegen Rassismus 2020
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020
Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.
Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier.
Die Woche
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Abstimmung am 30. November: Verlegung der Naubrücke in Laufen
Am 30. November stimmt der Kanton Basellandschaft über die Verlegung der Naubrücke in Laufen ab. Das Vorhaben möchte die Naubrücke in Laufen Flussabwärts verschieben. Der Artikel fasst die Initiative, die aktuelle Situation und die wichtigsten Argumente übersichtlich zusammen. von Brais Jequier Ramos
25.11.21. Politspecial: Verlegung der Naubrücke
Das Wichtigste in kürze
Die Naubrücke verläuft in Laufen über die Birs. Im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Laufen muss die Naubrücke ersetzt werden. Denn das Projekt wird der Birs mehr Platz geben. Also das Flussbett erweitern. Zur Abstimmung stehen zwei Vorschläge. Einerseits die Verlegung der Naubrücke flussabwärts. Teil des Projektes wären eine neue Unterführung bei der Eishalle und eine Erweiterung der Unterführung des Schliffweges. Die Gesamtkosten des Projektes lägen bei knapp 47 Millionen Franken. Gegen das Projekt wurde das Referendum ergriffen. Das Referendumskomitee setzt sich für den Wiederaufbau am gleichen Standort ein. Sie argumentiert, die Verlegung sei ökologisch nicht nachhaltig und dass es das Wohnquartier Norimatt entwerten würde. Ausserdem würde der Grünraum an der Birs an Wert als Naherholungsgebiet einbüssen. Teil des Ja-Komitees sind: Die Mitte, die EVP, die FDP, die GLP, die Grünen, die SP und die SVP. Im Nein-Komitee befinden sich 6 Privatpersonen.
Der Landrat und der Regierungsrat empfehlen, das Projekt anzunehmen.
Um was geht es?
Im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Laufen muss die Naubrücke ersetzt werden. Mit einem Ja an der Wahlurne würde die neue Naubrücke flussabwärts hinter der Eishalle erbaut werden. Das Projekt würde die Verkehrsinfrastruktur von Strasse und Schiene bündeln. Ausserdem würde ein grösserer zusammenhängender Grünraum entstehen. Weiter würde durch die Verlegung eine Unterführung bei der Eishalle erbaut werden. Das gesamte Projekt soll 46.8 Millionen Franken kosten. Bei einer Ablehnung würde die Naubrücke am gleichen Standort erbaut werden. Die restliche Infrastruktur und Pläne würden dabei wegfallen. Bei einem Wiederaufbau der Brücke am gleichen Ort ohne zusätzliche Infrastruktur lägen die Kosten laut Kanton bei 15 Millionen Franken. Laut dem Referendumskomitee bei 10,5 Millionen Franken. Das Tiefbauamt lies eine Vergleichsstudie erstellen. Aus der Studie ging klar hervor, dass die Verlegung besonders aufgrund der verkehrlichen Vorteile die bessere Variante ist.
Argumente Dafür
Das wichtigste Argument für die Verlegung der Naubrücke sei laut dem Ja-Komitee, dass man die Lärmquellen des Bahnverkehrs und des Schnellverkehrs zusammennimmt. Ausserdem würde man den Schnell- und Langsamverkehr trennen, was die Verkehrssicherheit erhöht. Der gezwungene Ersatz der alten Naubrücke sei eine Chance, gleich einen grossen Schritt zu machen. Weiter würde durch die Verlegung das Stadtzentrum vom Verkehr befreit werden. Auch würde eine grosse zusammenhängende Grünfläche und ein Naherholungsgebiet an der Birs entstehen. Das sei ohne Verlegung nicht möglich. Falls die Brücke wieder am gleichen Ort erbaut werden sollte, käme es zu einem ökonomischen Nachteil, so Pascal Bolliger, Stadtpräsident Laufens und Präsident des Komitees Naubrücke.
Argumente Dagegen
Das Nein-Komitee setzt sich aus 6 Privatpersonen zusammen. Das Komitee argumentiert, dass das Projekt für die Mehrkosten von 36 Millionen keinen Mehrwert bietet. Zum Beispiel würde bei der Verlegung und Umleitung der Strasse die Lärmbelastung in der Grünfläche an der Birs zunehmen. So Roland Roth, Präsident des Referendumskomitee. Ausserdem müsste bei einer Verlegung die Kletterhalle des Schweizer Alpen-Clubs neu gebaut werden. Das würde die Grünfläche ebenfalls erneut einschränken. Das Komitee stellt ausserdem in Frage, ob die Verlegung, wie versprochen, Verkehrsprobleme lösen würde. Den Verkehr einer Kantonsstrasse an der Eishalle vorbeizulegen, sei fragwürdig. Denn Eltern die ihre Kinder ins Eishockeytraining bringen, könnten an Stosszeiten zu Stau führen. So Roland Roth, Präsident des Referendumskomitee. Kantonal sei die Umfahrung des Stadtzentrums durch die Verlegung der Naubrücke ein Nachteil. Denn mit der Umfahrung des Stadtzentrums Laufens würde die Umfahrung Laufen-Zwingen nie umgesetzt werden. Diese sei aber wichtig für das gesamte Laufental. Wiederum auf Laufen bezogen, argumentiert das Referendumskomitee, dass durch die Verlegung das Wohngebiet bei der Norimatt und dem Spilag-Areal entwertet wird. Obwohl sie das Potenzial hätte, eine Wohnlage für potente Steuerzahler zu werden.
Parolenspiegel:
Im Ja-Komitee sind: Die Mitte, die EVP, die FDP, die GLP, die Grünen, die SP und die SVP. Das Referendumskomitee formt sich aus sechs Privatpersonen. Der Landrat und der Regierungsrat empfehlen, die Verlegung anzunehmen. Am 30. November wird über die Verlegung der Naubrücke abgestimmt. Du kannst brieflich oder persönlich an der Urne abstimmen.
Programm
Montag, 16. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Internetcafé Planet 13
20.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
- Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 17. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Verein Mitstimme
Mittwoch, 18. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus
Donnerstag, 19. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Projekt Netzwerk Antirassismus
18.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
Freitag, 20. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Awareness Basel
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.
Samstag, 21. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider
13.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.
16.00 Uhr
- Sendung zur beruflichen und sozialen Integration mit Personen aus Eritrea und Somalia auf Radio X, von Vitamin B/Radioschule klipp+klang
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.
22.00 Uhr, doors: 21 Uhr
- +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.
Sonntag, 22. März
10.00 Uhr
- Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Kantonspolizei Basel-Stadt
16.15 Uhr
- +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.
Samstag, 28. März
16.00 Uhr
- Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)
Kontakt
rebecca.haeusel@radiox.ch
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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: