Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Fontaines DC

Unsere Top Alben aus dem 2019

Die Musikredaktion hat Euch jeden Montag in diesem Jahr neue Alben vorgestellt - das sind also rund 50 Platten, über die Ihr einen Review von uns gehört habt. Die Auswahl der besten Alben aus dem 2019 fiel uns alles andere als leicht. Hier findet Ihr unsere Top 10 der Alben aus diesem Jahr.  von Danielle Bürgin

19.12.23 Best Of ADW2019

Wir präsentieren euch unsere persönlichen Top 3 Alben aus dem Jahr 2019.

Und hier geht es zur kompletten Top 10 Liste unserer Lieblingsalben aus dem 2019:

Fontaines D.C.  - Dogrel:

Das stürmische Debütalbum der Dubliner Punks ist unverblümt und mitreissend, getränkt von einer Liebe zu Stadt und Literatur. Nur schon der Titel ihres Debütalbums Dogrel steht für eine Art der irischen working class Lyrik und heisst soviel wie “pub poetry”. Wie einst James Joyce lassen sie ihre Blicke durch die Milieus schweifen, beschreiben Szenerien wie die von aufgewühlten, rausgeschmissenen Trinkern (Roy’s Song), beklagen den Status Quo mit einer Hoheit gleicher einer Patti Smith (Chequeless Reckless), oder sie erheben Weltschmerz zur melancholischen, ur-irischen Kunstform in Form von new-traditionals (Dublin City Sky).

FKA Twigs – Magdalene:

Es gibt wenig Künslterinnen, die derart unterschiedliche Talente besitzen wie FKA Twigs. Die Britin ist so etwas wie ein Gesamtkunstwerk oder wie EDM-Produzent Skrillex es nennt: ein Einhorn. FKA Twigs besitzt eine wunderschöne Stimme, beherrscht eine alte asiatische Kampfkunstart genau so gut wie Ballett und Pole-Dancing. Auf ihrem neuen Album Magdalene besingt sie nicht nur die weibliche Sexualität, sondern auch den Mut, zuzugeben, wenn es einem mal richtig dreckig geht. Es sind die Gegensätze, die FKA Twigs interessieren. Dies gilt für Emotionen in den Lyrics wie auch für Effekte in ihrer Musik.

Fat White Family - Serfs Up:

Sie sind eine der aktuell vielleicht interessantesten Gitarrenbands. Und doch mag es an ein Wunder grenzen, dass dieses dritte Album überhaupt das Licht der Welt erblickte. Nach steten Brüchen im Line Up, den Drogen und den Entzügen,  frönen die Fat Whites abermals dem omnipräsenten Zustand der existenziellen Anstössigkeit. Diesmal mit viel Synthesizern und sowas wie Popharmonischen Melodien. Serfs Up ist ein wunderbar, langsam brennender Genuss.

Bon Iver – i,i:

Justin Vernon und seine Band Bon Iver hat mit i,i sein wohl bisher bestes Album veröffentlicht, heisst es in vielen Platten-Reviews. Tatsächlich ist i,i ein ausgesprochen gelungener Mix aus Folk, Electronica und RnB-Elementen. Selten wurde bei Bon Iver Justin Vernons aussergewöhnliche Stimme so perfekt in den Sound eingebettet wie bei i,i. Unter den Featurings gehören Stimmen wie die von Moses Sumney, James Blake oder auch Bruce Hornsby.

Little Simz - Grey Area:

Grau und diffus sind die Midtwenties, vorallem im Balanceakt zwischen Bekanntheit und des Berüchtigtseins. Als Frau im patriarchischen Genrekosmos (oder auch einfach nur als Poetin mit grossen Gefühlen) kämpft sich Simbi Ajikawo von Song zu Song, und sie reüssiert:  Grey Area wirkt vollkommen. Egal ob bissig oder schwärmend, Little Simz überzeugt auf ihrem dritten Longplayer mit Coolness, musikalischer Abwechslung und inhaltlicher Prägnanz. 

Floating Points – Crush:

Sam Sheppard, studierter Neurowissenschaftler, ausgebildeter Klassik-Musiker, Labelmanager, Modular-Fan und DJ – Floating Points, so sein Künstlername, ist ein Multitalent. Und genau so facettenreich klingt sein aktuelles Album Crush. Die Stilpalette geht von klassischen Einflüssen über Garage-Sound bis UK-Bass. Und so unterschiedlich sind auch die Stimmungen auf dem Album. Mal packt einem die Melancholie, mal wird man von Euphorie und Rave-Ambiente überrascht. Klar ist aber, dass «Crush» von Floating Points etwas für die Liebhaber*inne experimenteller Club-Musik ist.

Helado Negro – This Is How You Smile:

In Florida aufgewachsen, heute in Brooklyn (NYC) zuhause und Spross Ecuadorianischer Einwanderer, bringt Helado Negro jeden zum Lächeln, den er besingt. Als er im Frühjahr in der Kaserne auftrat, sah man jedenfalls nur strahlend, glückliche Gesichter. Auf seinem aktuellen Album «This Is How You Smile» hört man Heladon Negros sowohl englisch wie auch spanisch singen – über die Liebe und das Leben. Politisch wird er – im Gegensatz zur Vorgängerplatte – selten.

Totem Nevada - Sacred Heart:

Rund zweieinhalb Jahre haben sich Totem Nevada für ihr erstmalig einmaliges Debütalbum Zeit genommen. Sacred Heart reisst die Grenzen auf zwischen sphärischer Psychedelik und krachendem Post-Punk. Inspiriert von ungarischer Volks-, klassischer- und sogar Mittelalterlicher Musik, stehen hier vor allem Gesang und Lyriks im Vordergrund. Diese sind einem Kosmos auf der Spur, der nach höherem strebt. Leider hat die Band am JKF dieses Jahr auch festgehalten: Sie gehen nun getrennte Wege.

slowthai - Nothing Great About Britain:

Der ungekrönte King of Northampton ist verliebt und frustriert in das niedergehende britische Königreich. Nothing Great About Britain ist eine Abrechnung mit jeglichen Klischees, die mit der UK in Verbindung gebracht werden. In doppelbödigen Versen stellt er die Monarchie an den Pranger, erzählt vom kulturell so eingeprägten Binge-drinking und bringt auf den Punkt, dass die einzige Konstante im Alltag wohl die ewigen Widersprüche sind. Es gibt aber auch zutiefst persönliche Momente.

Kaytranada – Bubba:

Der kanadische Produzent Kaytranada lässt auf seinem neuen Album Bubba zahlreiche Gäste singen. Ein Instrumental-Album soll bald schon folgen, verrät er im Apple Music Interview. Denn Instrumental ist seine Comfort Zone. Trotzdem hat Kaytranada die Produktionen mit seinen Vocal-Gästen perfekt hingekriegt. Die Stimmen klingen wie weitere Instrumente in den Kompositionen, werden geschickt eingebettet. Die Track-Abfolge erinnert oft an einen DJ-Mix. «Bubba» ist ein Album für entspannte oder auch sinnlich, romantische Momente geschaffen. Hier geht es mehr um «feeling» als um eine Kopfsache. 

Weitere Radio X Best Of Listen auf Spotify:

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

Social Media

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