Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Paul Cezanne, Pommes et oranges (Äpfel und Orangen), um 1899

Der Vater der modernen Malerei: Paul Cézanne in der Fondation Beyeler

Am 25. Januar hat die Fondation Beyeler ihre erste Einzelausstellung über Paul Cézanne eröffnet. 
Gezeigt werden Malereien aus der letzten und bedeutensten Phase seines Schaffens. Die Landschaftsmalereien der Provence, die Stillleben und Portraits zeigen Cézannes ganz eigenen und revolutionären Malstil. Sehen kannst du "Cézanne" noch bis zum 25. Mai. von Emma Klugermann

26.01.28 Cezanne

Die neue Ausstellung in der Fodation Beyeler widmet sich Paul Cezanne.

Vom Gescheiterten zum Pionier und schliesslich zur Inspiration für Generationen nach ihm. Das ist der französische Maler Paul Cézanne, dem sich die Fondation Beyeler in ihrer neuesten Ausstellung, die am 25. Januar begonnen hat, widmet.

Von moderner Kunst der Japanerin Yayoi Kusama geht es mit Cézanne jetzt zu einem Pionier der modernen Kunst. Seit Ende des 19. Jahrhunderts und seinem Tod 1906 inspiriert Cézannes Kunststil noch bis heute Generationen von modernen Künstler:innen.

Louise Bannwarth ist Assistenzkuratorin der Cézanne Ausstellung. Sie erklärt, mit der Ausstellung wolle man zeigen wie aktuell Cézanne auch 120 Jahre nach seinem Tod noch ist, durch das was er für die moderne Kunst gewagt hat, um sie zu revolutionieren. Seine Gemälde, mit den Farbflächen und Flecken könnten uns auch zeigen wie ein Kunstwerk aufgebaut ist, sagt Louise Bannwarth. Gerade in Zeiten von KI, findet sie, ist das wieder besonders relevant. 

 

Zu sehen sind sind in der Ausstellung vor allem Landschaftsmalereien der französischen Provence, wo Cézanne lebte. Aber auch Stillleben und einige berühmte Portraits werden gezeigt. Die Bilder stammen alle aus der letzten Schaffensphase Cézannes. Denn ab den 1880er Jahren fand er zu seinem ganz eigenen Stil. Cézanne malte mit sichtbaren Pinselstrichen, die die Farben nicht miteinander vermischten. So baute er einzelne Farbflächen und Formen auf, die seinen Bildern viel Bewegung verleihen. Über seine Karriere baute er diese Techniken weiter aus und schaffte so immer mehr seinen eigenen Weg in der Kunstwelt.
Zuvor, in den 1860er Jahren, erzählt Louise Bannwarth, scheiterte Cézanne mit seiner Kunst oft. Genau das gab ihm aber die Freiheit so zu malen, wie er es für richtig hielt. 

Was sich aus dieser Freiheit entwickelte, ist ein Kunststil, der die Regeln, die die Kunst seit Jahrhunderten befolgte ablegt. Cézanne öffnete damit Türen für spätere grosse Künstler:innen wie unter anderem Matisse, Giacometti oder Picasso.
Cézannes später Malstil zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er die Zentralperspektive und andere Regeln die schon seit hunderten von Jahren der Kunst auferlegt waren, ablehnte. In seinen Gemälden sind oft mehrer Blickwinkel zu finden oder ungewöhnliche Proportionen, wie zu lange Arme. 

Cézanne experimentierte viel mit seiner Art und Weise die Natur um ihn herum darzustellen. Er wollte den Vorgang des Malens in seinem Bild sichtbar machen. Er wollte eine Welt der Malerei parallel zur Natur schaffen, der Maler sollte dabei als Interpret fungieren, erklärt Louise Bannwarth. 

Der Weg dahin wird vor allem an Cézannes Reihe von Gemälden der Montagne Sainte-Victoire deutlich. Er malte den Berg in Südfrankreich um die 80 Mal, neun davon sind in der Fondation Beyeler vereint.
Über die Zeit werden die Gemälde immer undetaillierter. Was am Anfang noch einzelne Häuser waren, verwandelt sich gegen Ende in einfache Farbrechtecke. Cézanne verfolgte damit die zentrale Frage seiner Malerei: Wie kann man die Welt so malen, wie man sie wirklich erlebt? Farben und Formen waren für das Erleben von Stimmung und Emotion wichtiger als einzelne Details.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: