Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Nationale Abstimmungsvorlage: «Keine 10-Millionen-Schweiz!»

Am 14. Juni wird über zwei nationale Abstimmungsvorlagen sowie über mehrere kantonale Vorlagen in Basel-Stadt und Baselland abgestimmt. Auf nationaler Ebene geht es um die Änderung des Zivildienstgesetzes sowie um die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Im heutigen Politspecial erfährst du einfach und direkt alles Wichtige zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». von Nahom Mehret

26.05.28 Keine 10-Millionen-Schweiz

Am 14. Juni stimmt das schweizer Stimmvolk über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab. Die Initiative fordert, dass die Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 nicht auf über 10 Millionen Menschen anwächst.

Das wichtigste in Kürze:

Am 14. Juni stimmt das schweizer Stimmvolk über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab. Die Initiative fordert, dass die Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 nicht über 10 Millionen Menschen wächst.

Wird diese Grenze überschritten, müssten Bundesrat und Parlament Massnahmen ergreifen. Als letzte Konsequenz könnte sogar das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU gekündigt werden. Dadurch könnten auch weitere bilaterale Verträge mit der EU wegfallen.

Worum geht es:

Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» verlangt, dass die Wohnbevölkerung der Schweiz bis zum Jahr 2050 nicht über 10 Millionen Menschen wächst. Laut Prognosen des Bundesamts für Statistik könnte die Schweiz bereits in den nächsten Jahren die Marke von 9,5 Millionen Einwohner:innen überschreiten.

Wird die Grenze von 10 Millionen Menschen erreicht, müssten Bundesrat und Parlament laut Initiative Massnahmen ergreifen, um das Bevölkerungswachstum wieder zu senken. Vorgesehen wären zunächst Einschränkungen beim Familiennachzug. Falls diese Massnahmen nicht ausreichen würden, müsste die Schweiz als letzte Konsequenz auch das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der Europäischen Union kündigen.

Eine Kündigung der Personenfreizügigkeit hätte weitreichende Folgen für die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Denn das Abkommen ist Teil der sogenannten Bilateralen Verträge I. Fällt die Personenfreizügigkeit weg, könnten automatisch auch weitere wichtige Abkommen wegfallen, etwa in den Bereichen Handel, Verkehr, Forschung oder Landwirtschaft.

Argumente dafür:

Die SVP und das Initiativkomitee begründen ihre Forderung mit dem starken Bevölkerungswachstum der letzten Jahre. Laut ihnen sei die Bevölkerung innerhalb von rund zwölf Jahren um etwa eine Million Menschen gewachsen. Die zusätzliche Zuwanderung führe zu steigenden Mieten, Wohnungsknappheit, mehr Verkehr sowie zusätzlichem Druck auf Natur, Infrastruktur, Schulen und das Gesundheitswesen.

Argumente dagegen:

Die Gegner:innen warnen hingegen vor wirtschaftlichen Folgen. Viele Branchen wie das Gesundheitswesen, die Pflege, die Gastronomie oder das Baugewerbe seien auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Bundesrat und Parlament befürchten deshalb einen stärkeren Fachkräftemangel und wirtschaftliche Nachteile für die Schweiz. Zudem könnte eine Kündigung der Personenfreizügigkeit die bilateralen Beziehungen mit der EU gefährden und zusätzliche Kosten im Sicherheits- und Asylbereich verursachen.

Parolenspiegel:

Für die Initiative ist die SVP. Gegen die Initiative: Bundesrat, Parlament, SP, FDP, Mitte, Grüne, GLP, EVP, LDP, Basta sowie Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften.

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

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