Woche gegen Rassismus 2020
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020
Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.
Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier.
Die Woche
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Gefährliche Ambitionen: "Maxxxine" im Kino
"In this business, until you're known as a monster you're not a star" mit diesem Zitat von Bette Davis eröffnet "Maxxxine". Es ist der dritte Teil der X-Horrorfilmreihe von Regisseur Ti West, erneut mit Mia Goth in der Hauptrolle. Wie bereits in den Vorgängern X und Pearl, beschäftigt sich auch Maxxxine mit dem Streben nach Ruhm und Anerkennung und dessen Konsequenzen. von Noemie Keller
24.07.26 Maxxxine Kinoreview
"Maxxxine" spielt im Jahr 1985 in Los Angeles: Maxine Minx, dargestellt von Mia Goth, träumt davon, ein berühmter Filmstar zu werden. Bekannt ist sie bereits – allerdings als Pornodarstellerin. Sie möchte nun den Sprung ins Mainstream-Filmgeschäft schaffen und bewirbt sich für eine Rolle in einem Horrorfilm. Ihr Lebensmotto, „I will not accept a life I do not deserve” (auf Deutsch: „Ich werde kein Leben akzeptieren, das ich nicht verdiene“), begleitet sie seit ihrer Kindheit und treibt sie auch heute noch an.
Während Maxine versucht, ihren Traum in Hollywood zu verwirklichen, treibt der Serienmörder und Vergewaltiger "Night Stalker" sein Unwesen in Los Angeles. Gleichzeitig wird Maxine von ihrer Vergangenheit eingeholt: Vor sechs Jahren hat sie nur knapp das „Texas Pornhouse Massacre“ überlebt; die Handlung des ersten Films „X“.
Muss man X und Pearl gesehen haben, damit man Maxxxine versteht?
Die Filme der Trilogie können eigenständig genossen werden (Die beiden Vorgänger sind allerdings auch empfehlenswert!). Regisseur Ti West betont, dass jeder Film für sich allein funktioniert, sich jedoch in der Trilogie ergänzt. Wer jedoch die Vorgänger „X“ und „Pearl“ gesehen hat, erhält in „Maxxxine“ mehr Hintergrundinformationen und ein tieferes Verständnis der Protagonistin. Während Slasherfilm „X“ Ende der 70er Jahre spielt und eine junge Filmcrew begleitet, die einen Pornofilm auf einer abgelegenen Farm dreht, konzentriert sich Prequel „Pearl“ auf die Hintergrundgeschichte der Antagonistin aus „X“ und ist mehr im psychologischen Horror verortet. Auch wenn sich die Filme im Genre unterscheiden, so zieht sich der Traum nach Ruhm und Anerkennung als roter Faden durch die gesamte Trilogie.
Was erwartet die Zuschauer bei "Maxxxine"?
Wer bei "Maxxxine" das grosse Gruseln, Jump-Scares oder exzessives Gemetzel erwartet, könnte enttäuscht werden. Der Film ist eher ein Thriller mit starkem 80er-Jahre-Feeling und gezielt eingesetzten Horrorelementen und Gore-Szenen. Diese sind zwar sparsam eingesetzt, aber dafür umso effektiver.
Lohnt sich der Kinobesuch?
Ja, definitiv. Besonders für Fans der ersten beiden Filme. Die Meinungen gehen zwar auseinander: Einige bezeichnen ihn als den besten Film der Trilogie, während andere Kritiker ihn als den schwächsten ansehen. Die Unterschiede in den Bewertungen liegen sicherlich auch darin, dass jeder Film der Reihe einen anderen Stil und ein anderes Genre bedient. Für mich vergingen die 105 Minuten im Flug: Der Film ist kurzweilig, unterhaltsam und Mia Goth überzeugt erneut mit ihrer schauspielerischen Leistung.
Der Film „Maxxxine“ von Ti West läuft momentan im Kultkino Camera am Claraplatz.
Programm
Montag, 16. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Internetcafé Planet 13
20.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
- Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 17. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Verein Mitstimme
Mittwoch, 18. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus
Donnerstag, 19. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Projekt Netzwerk Antirassismus
18.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
Freitag, 20. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Awareness Basel
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.
Samstag, 21. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider
13.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.
16.00 Uhr
- Sendung zur beruflichen und sozialen Integration mit Personen aus Eritrea und Somalia auf Radio X, von Vitamin B/Radioschule klipp+klang
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.
22.00 Uhr, doors: 21 Uhr
- +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.
Sonntag, 22. März
10.00 Uhr
- Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Kantonspolizei Basel-Stadt
16.15 Uhr
- +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.
Samstag, 28. März
16.00 Uhr
- Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)
Kontakt
rebecca.haeusel@radiox.ch
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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: