Woche gegen Rassismus 2020
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020
Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.
Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier.
Die Woche
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Immer tiefer in die Dunkelheit hinab
Andere Videospiele nehmen dich an die Hand, Fear & Hunger lacht dir ins Gesicht und verpasst dir einen Kinnhaken. Der Name ist Programm: Nichts als Angst und Hunger erwarten dich im erbarmungslosen dunklen Dungeon, dessen Geheimnisse es zu ergründen gilt. von Noemie Keller
23.04.04 Fear and Hunger
Fear & Hunger ist ein ganz besonderes Erlebnis. Dein erster Tod wird wahrscheinlich wenige Minuten nach Spielbeginn erfolgen. Schnell wird dir eingebläut, dass diese Welt dir nicht wohl gesinnt ist und kein Erbarmen mit dir hat. Kämpfen ist nicht immer die beste Option, zumal es im Spiel auch gar keine Erfahrungspunkte gibt. Nur du als Spieler:in lernst immer mehr, was es heisst, im Dungeon zu überleben. Bloss eine falsche Begegnung reicht und es kann sein, dass dein Arm abgehackt wird. Nicht nur erübrigt sich damit deine Schildhand, verarztest du dich nicht zeitnah, dann stirbst du am Blutverlust. Falls du Glück hattest und alle deine Gliedmassen noch an dir dran sind, kann es trotzdem sein, dass eine unbehandelte Infektion dein Leben kosten wird. Das einzig Gute: Nicht nur du kannst so übel zugerichtet werden, das Gleiche gilt auch für deine Gegner:innen. Schneidest du zum Beispiel die Schwerthand deines Gegenübers ab, kann er:sie folglich keine Schwertattacken mehr ausführen. Oder du greifst zuerst die Beine an, um das Monster aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Wir haben also gelernt: Die Konfrontation zu suchen, kann ganz schnell zum Problem werden. Doch nicht nur die Monster können dir zum Verhängnis werden, auch die Räumlichkeiten selbst. Mögliches Szenario: Du springst einen leeren Brunnenschacht hinab. Du könntest einen Geheimgang finden. Du könntest dir allerdings auch beim Sturz die Beine brechen und dich den Rest des Spiels nur noch mit den Händen vorwärtsziehend bewegen. Oder du könntest ganz einfach da unten feststecken und nicht mehr rauskommen. Jeder Schritt muss also wohl überlegt sein, Glück und Pech sind meist nur einen Münzwurf entfernt. Also wörtlich gemeint: Beim Durchsuchen einer Truhe entscheidet ein Münzwurf, ob du Loot findest. Im Kampf kann ein Münzwurf entscheiden, ob ein:e Gegner:in dich mit einer Attacke dem Boden gleichmacht und ein Münzwurf entscheidet, ob du in der Lage bist, abzuspeichern.
Doch keine Sorge, du musst dieser Hoffnungslosigkeit nicht komplett allein entgegenblicken: Du kannst im Dungeon auf andere Charaktere treffen, die sich dir anschliessen und dich im Kampf unterstützen können. Allerdings musst du dich gut um diese kümmern! Sie müssen, wie du im übrigen auch, immer genug zu Essen haben und ihre Ängste mit Alkohol oder Opium ausgleichen, ansonsten droht, wer hätte es gedacht, der Tod! Yeih, healthy coping! (Nicht als real life advice nehmen, ok?)
Wir halten fest: Fear & Hunger ist ein Unterfangen für Masochisten. Es kann frustrierend sein, doch es ist gleichzeitig einfach nur genial. Du wirst es lieben. Und hassen.
Insbesondere angesichts dessen, dass Fear & Hunger bloss von einer Person erschaffen wurde und man die Leidenschaft für Dark Fantasy in jedem Pixel spürt, gilt aus unserer Sicht eine absolute Spielempfehlung.
Programm
Montag, 16. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Internetcafé Planet 13
20.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
- Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 17. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Verein Mitstimme
Mittwoch, 18. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus
Donnerstag, 19. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Projekt Netzwerk Antirassismus
18.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
Freitag, 20. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Awareness Basel
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.
Samstag, 21. März
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider
13.00 Uhr
- Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.
14.00 Uhr
- +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.
16.00 Uhr
- Sendung zur beruflichen und sozialen Integration mit Personen aus Eritrea und Somalia auf Radio X, von Vitamin B/Radioschule klipp+klang
19.30 Uhr
- +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.
22.00 Uhr, doors: 21 Uhr
- +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.
Sonntag, 22. März
10.00 Uhr
- Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn
11.30/16.30 Uhr
- Beitrag auf Radio X: Kantonspolizei Basel-Stadt
16.15 Uhr
- +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.
Samstag, 28. März
16.00 Uhr
- Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)
Kontakt
rebecca.haeusel@radiox.ch
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