Zeit gegen Rassismus 2021
Antirassistisches Engagement trotz Pandemie
Corona schränkt unsere Aktivitäten zwar drastisch ein, aber Radio X lässt sein antirassistisches Engagement keineswegs links liegen:
Dank der finanzellen Unterstützung der Fachstelle für Diversität und Intergration sowie der eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung kann Radio X die "Zeit gegen Rassismus" viergleisig fahren.
Die "Zeit gegen Rassismus" von Radio X findet auf vier Ebenen statt
Zu Pandemie-Zeiten ist es genauso wichtig, antirassistisches Engagement zu zeigen. Das macht Radio X in vierfacher Form: Aktivitäten auf dem Sender, eine Plakatkampagne in der Basler Innerstadt, 20 kooperierende Partnerorganisationen und eine Veranstaltung im Spätsommer.
Zum Einen sind zahlreiche Aktivitäten auf Radio X zu hören und auf der Website verfügbar. Wir machen einen Live-Talk mit vier Gästen, die über "Rassismus und Medien" diskutieren, wir lassen AutorInnen-Texte vorlesen, veröffentlichen ein Feature mit Direktbetroffenen-Berichten und analysieren die regionale Rassismus-Verbreitung. Diese aktive Themenfokussierung erstreckt sich über den internationalen Tag gegen Rassismus weiter.
Zum Anderen setzt Radio X in Kooperation mit Pro Innerstadt Basel eine Plakatkampagne um: Vier Basler Unternehmen zeigen ihre Diversität in der Personalführung und wenden sich vehement gegen Rassismus.
Zudem kooperiert Radio X mit 20 Partnerorganisationen, die antirassistische Projekte auf die Beine stellen, teilweise dank unserer technischen und finanzieller Unterstützung. Der hellgelbe Programmkalender findet ihr hier weiter unten. Dort halten wir fest, welche Organisation sich in Form eines Workshops, einer (virtuellen) Führung oder mit einer pandemietauglichen Aktion gegen Rassismus engagiert.
Das vierte antirassistische Engagement von Radio X steht am Montag, den 13. September 2021 an. Ab 18.00h wird eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Caroline Knaack, Eddie Ramirez und Leila Ladari in der Barfüsserkirche in Basel stattfinden. Anmeldung für die Gästeliste bitte an janina.labhardt@radiox.ch.
Partnerorganisation in der Zeit gegen Rassismus
- Themenbereich Integration/Migration
- Die GGG Migration führt Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen durch, per Zoom Anfang Mai 2021 in Kooperation mit Amnesty International
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- Der Verein MUNTERwegs lädt die Soziologin Katja Windisch ein, die Mediation im interkulturellen Kontext vorzustellen, in einen Live Stream am 9. April 2021 um 19h
- Der Verein Mitstimme organisiert am 20. Oktober bzw. 16. November 2021 einen Zoom-Austausch über Versicherungsprämien für MigrantInnen, u.a. mit der SP-Nationalrätin Priska Birrer-Heimo
- Themenbereich L.G.B.T.Q.I.A.+
- Themenbereich Bildung
- Der Verein Offener Hörsaal veröffentlicht Audio-Statements und kurze Gespräche von Geflüchteten, die von Diskriminierung und Rassismus betroffene sind, Audio-Stationen innerhalb der Uni Basel
- Themenbereich Rassismus und Armut
- Planet 13 bietet amn am 6. Sept. 2021 um 19h ein Gespräch mit Direktbetroffenen aus Eritrea und Togo im Live-Stream an. Mit Moderation und anschliessender Diskussion
- Themenbereich Literatur
- Emanuel Brito veröffentlicht eine Audio-Sammlung von Living Library, in der Direktbetroffene von ihren einschneidenden Erlebnissen erzählen, in Kooperation mit dem Verein Afro-Basel
- «drive while black» - youth platform die Jugendarbeit der GGG Stadtbibliothek Basel führt im Winter im 2. OG der Bibliothek Schmiedenhof oder per Zoom eine Jugenddiskussion zum Thema Rassismus durch
- Das junge Schreibhaus Wortstellwerk rief AutorInnen auf, Texte über Antirassismus zu verfassen und einzulesen. Radio X strahlt alle acht Texte aus
- Themenbereich Museum
- Das Historisches Museum begibt sich auf Spurensuche und thematisiert vergangene und aktuelle Formen von Rassismus und Antisemitismus
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- Das Kunstmuseum Basel bietet den Globalen Kalender an, der Aktionen, Performances, Workshops, Führungen zu gesellschaftspolitischen, klima- und umweltrelevanten Themen verzeichnet
- Themenbereich Politik
- Die SP Basel-Stadt macht am 26. März 2021 um 20h auf Instagram ein Live-Gespräch mit Edibe Gölgeli und MahirKabakci, die aufgrund ihres Migrationshintergrundes angegriffen wurden
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- Die JUSO Basel-Stadt veröffentlicht im Mai eine Medienmitteilung über «Antirassistische Anliegen in die institutionalisierte Politik bringen»
- Themenbereich Kinder
- Das Eltern-Kind-Zentrum MaKly macht Rassismusprävention mit einer Vielfalt-Box, die Handbuch und Anleitungen für einen wertschätzenden Umgang mit Vielfalt enthält
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- Dialogue en Route bzw. IRAS COTIS organisieren eine Mapping-Aktion mit Schulklassen und Interessierten, die Indizien von Rassismus im öffentlichen Raum suchen
- HELP! For Families vernetzt auf ihrer Website
- Themenbereich Religion
- Eine interreligiöse Andacht per Zoom am 3. April 2021 um 17.30 von der Bahá’í-Gemeinde über Rassismus und Einheit der Menschheit, Zoom ID: 686 522 2289, Passwort: 812 357
- Themenbereich Safe Space
- Das Netzwerk Antirassismus führt einen Stammtisch mit ausschliesslich Menschen mit Rassismus-Erfahrung durch, in Kooperation mit Afro Basel, die Veranstaltung findet womöglich online statt
- Themenbereich Wirtschaft
- Pro Innerstadt Basel setzt mit Radio X eine antirassistische Plakatkampagne um und promotet die «Zeit gegen Rassismus» auf ihren Kanälen
Der 14. Juni in Basel-Landschaft
Am 14. Juni wird nicht nur national abgestimmt, auch kantonale Vorlagen kommen vor die Urne. Nachdem wir gestern die Vorlagen in Basel-Stadt beleuchtet haben, schauen wir heute in den Kanton Basel-Landschaft. Dort gibt es nicht nur drei Vorlagen, sondern es wird auch die Nachfolge von Regierungsrat Isaac Reber gewählt. Wer für den Regierungsrat kandidiert und worum es in den Vorlagen geht, erfährst du hier im Überblick. von Noemie Keller
26.05.31 Kantonale Abstimmungen Basel Landschaft
Verfassungsinitiative «Zämme in Europa»
Offizieller Titel: Verfassungsinitiative «Für gute und stabile Beziehungen der Schweiz mit der Europäischen Union und den Nachbarländern»
Worum geht es?
Die Initiative möchte, dass sich der Kanton Basel-Landschaft aktiv für gute und stabile Beziehungen der Schweiz mit der EU und den Nachbarländern einsetzt. Diese Bedeutung der Beziehungen zur EU soll fest in der Kantonsverfassung verankert werden. Zur Erinnerung: Die gleiche Initiative wurde im Kanton Basel-Stadt bereits vergangenen September vom Stimmvolk angenommen.
Die Argumente
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Pro: Die Befürworter:innen betonen, dass nachbarschaftliche Beziehungen gerade in unruhigen Zeiten gefördert werden müssen. Aufgrund der Lage am Dreiländereck sei es umso wichtiger, zukunftsfähige Verbindungen zur EU sowie zum angrenzenden Deutschland und Frankreich aufzubauen. Das sei vor allem für die Wirtschaft essenziell, da ein Sechstel aller Angestellten im Baselbiet Grenzgänger:innen sind. Stabile Beziehungen seien die Voraussetzung für Arbeitsplätze, Innovation und Wohlstand. Eine Ablehnung der Initiative würde ein negatives Signal nach aussen senden, besonders nachdem Basel-Stadt bereits zugestimmt hat.
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Contra: Die Gegner:innen argumentieren, dass Beziehungen zum Ausland eine Angelegenheit des Bundes und nicht des Kantons seien. Es sei nicht zielführend, wenn einzelne Kantone ihre Auslandbeziehungen auf kantonaler Verfassungsstufe regeln, insbesondere da dies im Widerspruch zur nationalen Aussenpolitik stehen könnte. Die Schweiz solle nach aussen nur durch den Bund vertreten werden.
Parolenspiegel:
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Ja: Landrat, SP, GLP, Grüne, Die Mitte
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Nein: Regierungsrat, SVP, FDP
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Stimmfreigabe: EVP
Gesetzesinitiative «Energiepolitik nur mit der Bevölkerung»
Worum geht es?
Im Kern dreht sich die Vorlage um die Frage, wie viel Entscheidungskraft Regierung und Parlament bei Energiefragen haben und wie viel das Volk mitbestimmen kann. Hintergrund ist das kantonale Energiegesetz, das vor rund zwei Jahren angenommen wurde. Es besagt, dass seit dem 1. Oktober 2024 bei Neubauten nur noch Heizungen mit erneuerbaren Energien eingebaut werden dürfen. Der Landrat hat zudem per Dekret erlassen, dass seit dem 1. Januar dieses Jahres auch kaputte Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Energien ersetzt werden müssen, sofern dies technisch und wirtschaftlich möglich ist. Gegen ein Dekret kann kein Referendum ergriffen werden. Die Initiative fordert daher, dass energiepolitische Entscheide künftig zwingend im Gesetz geregelt werden müssen, anstatt per Dekret erlassen zu werden. Zudem soll das Verbot von Öl- und Gasheizungen beim Ersatz wieder aufgehoben werden.
Die Argumente
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Pro: Das Pro-Lager macht geltend, dass es nicht nur um die Ziele der Energiepolitik gehe, sondern auch um den demokratischen Prozess. Gerade Hauseigentümer:innen, die von den Massnahmen direkt betroffen sind, müssten mitentscheiden können.
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Contra: Die Gegner:innen warnen, dass die Vorlage die Handlungsfähigkeit des Kantons einschränke. Besonders in der Klimapolitik müsse schnell und flexibel gehandelt werden können. Bei einer Annahme der Initiative laufe das Baselbiet Gefahr, beim Klimaschutz wieder zurückzufallen.
Parolenspiegel:
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Ja: SVP, FDP
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Nein: Regierungsrat, EVP, Die Mitte, SP, Grüne, GLP
Neue Ortsdurchfahrt Birsfelden
Worum geht es?
Die letzte Sachvorlage entscheidet darüber, ob die Hauptstrasse in Birsfelden neu gestaltet werden kann. Die Tramgleise, die Strasse und die Leitungen müssen in den kommenden Jahren saniert werden. Das Projekt «Neue Ortsdurchfahrt» zielt jedoch nicht nur auf eine Sanierung ab, sondern will die Verkehrsführung auch sicherer, grüner und fussgängerfreundlicher machen. Der Landrat hat für den Umbau und einen neuen Kreisel knapp 78 Millionen Franken bewilligt. Dagegen wurde das Referendum ergriffen.
Die Argumente
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Pro: Die Befürworter:innen betonen, dass die neue Ortsdurchfahrt das Ortszentrum von Birsfelden für alle Verkehrsteilnehmenden deutlich sicherer machen würde. Durch die Erneuerungen soll das Zentrum zudem lebendiger und attraktiver werden.
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Contra: Das Contra-Lager findet die Kosten zu hoch für ein Projekt, das keinen Mehrwert generiere; es ginge auch kostengünstiger. Ausserdem befürchten sie, dass vermehrt Ausweichverkehr durch Birsfelden fahren würde, um Autobahnstaus zu umgehen, was wiederum Stau in Birsfelden begünstige. Auch würde die fünfjährige Bauzeit das Gewerbe, die Anwohnenden und den öffentlichen Verkehr zu stark belasten.
Parolenspiegel:
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Ja: Regierungsrat, Landrat, SP, EVP, GLP, Grüne, FDP, Die Mitte
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Nein: SVP
Ersatzwahl für den Regierungsrat
Neben den Sachvorlagen steht die Ersatzwahl in die Kantonsregierung an. Isaac Reber (Grüne), der seit 2011 im Regierungsrat sitzt und seit dem 1. Juli 2019 als Bau- und Umweltschutzdirektor amtiert, tritt zurück. Die Wahl ist auch eine Richtungsentscheidung: Schafft die SVP den Sprung, haben die Bürgerlichen wieder die Mehrheit in der Regierung.
Philipp Schoch (Grüne): Die Verteidigung des grünen Sitzes
Philipp Schoch möchte den Sitz für die Grünen verteidigen. Er ist seit Jahren im Gemeinderat von Pratteln, war bereits Landratspräsident und Parteipräsident der Grünen Baselland. Im Landrat hat er jahrelang die Umweltschutz- und Energiekommission präsidiert.
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Politische Schwerpunkte: Inhaltlich setzt er auf Kontinuität in der Bau-, Energie- und Verkehrspolitik. Er verteidigt das Verbot von neuen Öl- und Gasheizungen und befürwortet den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
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Unterstützung: Grüne, SP, GLP
Matthias Liechti (SVP): Der bürgerliche Angriff
Matthias Liechti möchte die SVP nach drei Jahren Abwesenheit mit einem moderaten Kurswechsel zurück in die Regierung bringen. Er ist im Oberbaselbiet stark verankert und war 10 Jahre im Gemeinderat sowie Gemeindepräsident in Rümlingen. Für ihn ist die Vertretung kleinerer, ländlicher Gemeinden im Regierungsrat zentral. Im Landrat ist er Mitglied der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission.
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Politische Schwerpunkte: In der Verkehrspolitik hält er es für notwendig, sowohl die Strassen als auch den öffentlichen Verkehr auszubauen oder zu optimieren. Liechti spricht sich gegen das Verbot von Öl- und Gasheizungen aus und fordert stattdessen Anreize.
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Unterstützung: SVP, FDP, Die Mitte.
Die EVP hat Stimmfreigabe beschlossen
Kontakt
janina.labhardt@radiox.ch