OMG, Franck! Festival
Sechs Tage, fünf Disziplinen, eine gemeinsame Vision.
In einer Zeit globaler Herausforderungen versteht sich OMG, Franck! als Plattform für Sub- und Clubkultur sowie für gesellschaftliche Reflexion. Das Festival steht für Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie kulturelles Schaffen neue Perspektiven eröffnen kann. Wo sich unterschiedliche Szenen und Communities begegnen, entsteht ein konstruktives Miteinander.
Nachdem das Festival im Rahmen der Basler Art Woche 2025 gegründet wurde, ging es vom 15. bis 20. Juni 2026 bereits in die zweite Runde: „OMG, Franck! Let’s create our world in six days“ lud DJs, Künstler:innen, Designer:innen, Performer:innen und Köch:innen ein, gemeinsam mit dem Publikum eine Welt zu gestalten, wie wir sie uns wünschen – offen, vielfältig, nachhaltig und kreativ. 7'500 Besuchende kamen 2026 in Genuss dieses einzigartigen Festivals.
OMG, Franck! ist eine kollaboratives Format, welches durch den neu gegründeten Förderverein Franck, Radio X (Musik/Clubkultur), Tanzhaus Basel (Tanz/Performance), No Chef Studios (Food Culture) und AUDA (Fashion) organisiert wird.
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Das Krankenhaus als kapitalistisches Gruselkabinett
"Kranke Hunde", das neue Stück von Ariane Koch, ist inspiriert von einem Hunderennen in England und einem längeren Spitalaufenthalt. Artikel vom 03.06.24 von Nahom Mehret
24.03.06 Kranke Hunde
Kranke Hunde ist ein Theater Stück von Ariane Koch, welches die Misstände im Gesundheitswesen anspricht
In "Kranke Hunde" geht es um die erfolgreiche Rennhündin Poch, deren Gesundheitszustand sich plötzlich verschlechtert, bis sie umkippt. Im Krankenhaus wacht sie auf, umgeben von einer Gruppe von Hundeärzt:innen, die ihr eine Frage nach der anderen stellen. Doch die Ärzt:innen ignorieren sie, hören Poch gar nicht zu, sondern stellen eine Diagnose nach der anderen auf.
Koch macht im Stück auf verschiedene Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam. So ist für sie die Rennhündin Poch unter anderem auch eine Verkörperung vernachlässigter Körper in der medizinischen Forschung, insbesondere von Frauen. Dies liegt daran, dass auch in der Medizin der weisse männliche Körper dominiert.
Das Stück von Koch wirft auch die Frage auf, wie in unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft mit Krankheit umgegangen wird. Hat Kranksein in unserer Gesellschaft überhaupt Platz, und warum gilt man erst ab dem Moment als krank, wenn man nicht mehr arbeiten und somit keine Leistung erbringen kann?
Der Spitalaufenthalt von Rennhündin Poch wird zu einem kapitalistischen Gruselkabinett, aus dem Poch nicht entkommen kann. Alle wollen an ihrem Zustand verdienen, so auch die Höllenkatze, welche die Pharmaindustrie verkörpern soll und Poch illegale Drogen anbietet. Im Gegenzug verlangt die Höllenkatze "nur ein halbes Leben".
Ariane Koch verarbeitet in ihrem Stück auch ihren eigenen Spitalaufenthalt. Dabei hat sie sich bewusst für ein Theaterstück entschieden, da sie findet, dass Krankenhäuser etwas Theatralisches haben. Zum Beispiel bei einer Arztvisite, wo alle in ihren Kostümen und klaren Rollen vorbeikommen.
Das Thema Kranksein, das Ariane Koch in "Kranke Hunde" behandelt, kann bei den Besuchern teilweise Unbehagen auslösen. Es stellt sich die Frage, ob dies daran liegt, dass das Thema Kranksein in unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft ignoriert wird, ähnlich wie die Rennhündin Poch im Stück.
Das Stück Kranke Hunde läuft am 07.03., 24.03. wie auch im April, Mai und Juni im Theater Basel.