Neues von State OFFF, Tierra Whack und Jalen Ngonda
Die Radio X Musikredaktion stellt dir wöchentlich ihre schönsten Neuentdeckungen genauer vor. Die Rubrik “Früsch” gibt es live jeden Donnerstag um 14 Uhr und in der Wiederholung am Sonntag um 16 Uhr. von Dion Monti
Jalen Ngonda – Burning Temptation
Jalen Ngonda hat vor Kurzem sein zweites Album veröffentlicht, das «Doctrine of Love» heisst. Das Album ist in der magischen Welt von Raw Soul, das wie aus einer anderen Zeit klingt, aber auch heute genau so wirkungsvoll tiefe Emotionen vermitteln kann. Das perfekte Zuhause für diesen Sound ist natürlich Daptone Records in Brooklyn, NY, das auf allen technischen wie auch idealistischen Ebenen den gegenwärtigen Geist dieses Sounds repräsentiert. Wer Jalen Ngonda live in der Schweiz sehen will, muss leider noch ein bisschen warten – aber am 12. Oktober spielt er im Xtra in Zürich, und Tickets gibt es jetzt schon online zu finden.
Tierra Whack – Wax Paper
Als nächstes hören wir die neue Single von einer meiner absoluten Lieblings-Künstlerinnen. Der Song ist von keiner Geringeren als Tierra Whack, die seit fast 10 Jahren Musik veröffentlicht, die einzigartig und immer noch innovativ ist. Diese neue Single ist nicht mehr ganz so experimentell wie früher. «Wax Paper» ist fast 3 Minuten lang und hat Verse und einen Chorus. Der Text ist auch weniger surrealistisch als auch schon, aber umso schärfer und direkter. Der Beat ist klassischer Hip Hop, hat aber immer wieder seltsame Fluktuationen in Pitch und Tempo und tönt darum so, als ob jemand immer wieder an die Platte langt, während sie läuft. «Wax Paper» ist auch die erste Single vom Album «Whack's Museum», das am 19. Juni erscheint.
State OFFF – Alarma
Der letzte Song heute stammt von einer Compilation, die über das kolumbianische Label TraTraTracks erscheint. Die Kompilation heisst «Mzansi Bass» und wurde von der Londoner DJ Shannen SP kuratiert. Es ist eine kleine, aber feine Compilation von 8 Songs, die auch auf Platte erscheint. Was spannend ist an dieser Auswahl, ist, dass der Fokus klar auf südafrikanischer Clubmusik liegt, aber dass diese Songs auch innerhalb der eigenen Szene oder des eigenen Genres ein bisschen eine Nische sind. Zum Beispiel hat es im einen Song auch brasilianische Funki-Einflüsse, die einen Bogen zwischen Brasilien und Südafrika spannen, den ich bis heute selten gehört habe. Der Song «Alarma» von State OFFF, ist ein Amapiano-Banger, zeigt aber auch düstere und raveige Gqom-Einflüsse.