Woche gegen Rassismus 2020

 
Aktivitäten in Basel vom 16.-22. März 2020

Radio X organisiert in Basel-Stadt die Woche gegen Rassismus. Damit wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung setzen.

Aufgrund der "ausserordentlichen Lage" und den Verordnungen des Bundes (Stand: 16.3.2020) können die öffentlichen Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Das Programm auf dem Sender findet statt, das Programm findet ihr hier

Die Woche

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten. 

Eine Paus mit Schneeschuhen, Rucksack, Pullover und Mütze. In ihrer Hand ist eine Axt, sie steht vor ihrem Bau im Schnee.

Winter Burrow: Cozy Survival mit Grenzen

In Winter Burrow schlüpfen Spieler:innen in die Rolle einer jungen Maus, die der Stadt den Rücken kehrt und in den Wald zurückzieht, in ihr verlassenes Elternhaus mitten in der winterlichen Wildnis. Dort gilt es, das Zuhause wieder bewohnbar zu machen: reparieren, dekorieren, Kleidung stricken, Kekse backen, und vor allem den Winter zu überleben.
Das Indie-Game verbindet bewusst zwei Genres: Cozy Game und Survival. von Noemie Keller

25.12.28 Winter Burrow

Game Review zum Indiespiel Winter Burrow.

Der Einstieg ist ruhig, beinahe melancholisch. Die Maus erreicht ihr altes Zuhause, einen ausgehöhlten Baumstumpf, der einst voller Leben war und nun leer und kalt daliegt. Es liegt an den Spieler:innen, diesen Ort Schritt für Schritt wieder mit Wärme zu füllen. Ressourcen werden gesammelt, Möbel gebaut, Tee gebraut und Kleidung hergestellt. Auf Erkundungstouren trifft man auf andere Tiere, die jeweils ihre eigenen kleinen Geschichten mitbringen und gelegentlich weiterhelfen.

Bis hierhin erfüllt Winter Burrow alle Erwartungen an ein Cozy Game. Gleichzeitig bleibt der Survival-Aspekt stets präsent: Die Maus darf nicht frieren, nicht verhungern und nicht zu viel Lebensenergie verlieren. Gerade zu Beginn, wenn warme Kleidung fehlt, sind Erkundungstouren nur kurz möglich. Selbstgebackene Snacks und zubereitete Speisen helfen dabei, sich warm zu halten und verleihen temporäre Boni, die das Durchqueren der Wildnis erleichtern.

Die Maus ist umgeben von Schnee, Bäumen, Pilzen, Vor ihr ein gefrorener Bach.
Screenshot, Pine Creek Games

Allerdings bleibt das Überleben insgesamt wenig fordernd. Sterben ist nicht möglich, stattdessen wird die Spielfigur ohnmächtig. Lebensenergie regeneriert sich über Nacht vollständig, Nahrung ist reichlich vorhanden, Kämpfe beschränken sich auf einfache Auseinandersetzungen mit Insekten und lassen sich meist problemlos umgehen. Auch das Kampfsystem selbst bleibt sehr simpel, bestehend aus Zuschlagen und Ausweichen.

Das Spiel beschreibt sich als Survival-Erfahrung, die im eigenen Tempo gespielt werden kann und unterschiedliche Wege zum Ziel zulässt. In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die Geschichte ist vorgegeben, neue Rezepte und Werkzeuge werden ausschliesslich über Story-Missionen freigeschaltet. Zwar lässt sich das Tempo individuell gestalten, die Handlung selbst bleibt jedoch linear – und vergleichsweise kurz. Nach weniger als zehn Stunden ist Winter Burrow abgeschlossen, ohne nennenswerten Wiederspielwert zu bieten.

Hinzu kommen Designentscheidungen, die das Spiel eher strecken als bereichern. Eine Karte (Anm. d. Red. Mittlerweile wurde nachträglich eine Karte per Patch hinzugefügt) oder Abkürzungen fehlen vollständig, wodurch man sich häufig verläuft und dieselben Wege mehrfach zurücklegen muss, oft, weil das Inventar zu klein ist oder ein bestimmtes Werkzeug noch fehlt. Diese Einschränkungen erzeugen weniger Spannung als vielmehr unnötige Umwege.

Was Winter Burrow jedoch eindeutig auszeichnet, ist seine Optik. Das Spiel wirkt wie ein lebendig gewordenes Märchenbuch: handgezeichnete Umgebungen, stimmige Farben und liebevoll gestaltete Biome mit jeweils eigener Atmosphäre. Visuell ist das Spiel durchgehend charmant und detailreich.

Spieler:innen, die langfristigen Spielspass und grosse Freiheit suchen, sind mit Cozy-Games wie Stardew Valley oder Animal Crossing: New Horizons besser beraten. Wer hingegen eine echte Survival-Herausforderung möchte, findet diese eher in Titeln wie Valheim.

Für alle, die ein kurzes, ruhiges Spiel mit leichter Herausforderung, winterlicher Gemütlichkeit und märchenhaftem Stil suchen, ist Winter Burrow dennoch einen Blick wert, als kleine, entspannte Erfahrung für zwischendurch.

Die Maus in ihrem Baumstumpf, vor ihr ein brennender Kamin, daneben ein Sessel und ein Ofen.
Screenshot, Pine Creek Games

Programm

Montag, 16. März

11.30/16.30 Uhr

20.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass und texten mit dringlicher Zärtlichkeit gegen Hetze und performen mit "Hate Speech" gegen "Hate Speech". Das Line-Up: Alex Hadjistamov, Lea Butscher, Mary Milanovic, Susan Reznik, Jeremy Chavez, Julie Roth u.a. Das WORTSTELLWERK organisiert den Anlass im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3, 4051 Basel). Eintritt frei.
  • Ausstrahlung der Texte auf Radio X am Donnerstag 19. März, 18 Uhr und Samstag 21. März, 13 Uhr (Wdh.)

 

Dienstag, 17. März

11.30/16.30 Uhr

 

Mittwoch, 18. März

11.30/16.30 Uhr

 

Donnerstag, 19. März

11.30/16.30 Uhr

18.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

 

Freitag, 20. März

11.30/16.30 Uhr

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Eine Tour durch die Altstadt: Spannendes und Unerwartetes über Basels Verflechtungen mit Afrika in Vergangenheit und Gegenwart. Führung auf Deutsch. Besammlung: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). Eintritt frei.

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Theatertraining und Improvisation zu: Die Begegnung mit «dem Fremden». Was ist mir fremd? Was passiert bei Vorurteilen? Offenes Training mit dem Theater Niemandsland im UNION (Klybeckstrasse 95, 4057 Basel), 1. Stock. Mitnehmen: Gemütliche Kleider. Eintritt frei.

 

Samstag, 21. März

11.30/16.30 Uhr

  • Beitrag auf Radio X : BaobabBooks «el reloj / die Uhr» von Nacha Vollenweider

13.00 Uhr

  • Gegen Hass - Junge Poetinnen und Poeten setzen ein Zeichen gegen Hass. Ausstrahlung derTexte.

14.00 Uhr

  • +++abgesagt+++ Join us for a tour of the inner city and learn more about the entangled history of Basel and Africa. Meeting point: vis-à-vis Restaurant Atlantis (Klosterberg 13). The tour will take place in English and is free of charge.

16.00 Uhr

19.30 Uhr

  • +++abgesagt+++ Talk zu hate speech/Hass im Netz: Am Internationalen Tag gegen Rassismus diskutieren Jolanda Spiess-Hegglin, Feministin, Netzaktivistin, Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage und Nora Refaeil, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Anwältin und Mediatorin sowie Martin R. Dean, Schriftsteller und Essayist. Begrüssung: Michael Wilke, Leiter Fachstelle Diversität und Integration des Präsidialdepartements Basel-Stadt. Moderation: Bernard Senn, Redaktor. In der Kaserne Basel, Rossstall 2. Eintritt frei. Ausstrahlung auf Radio X am Sonntag 22. März 10 Uhr, Donnerstag, 26. März 18 Uhr, Samstag, 28. März 13 Uhr.

22.00 Uhr, doors: 21 Uhr

  • +++abgesagt+++ Konzert der Gaddafi Gals aus Berlin und Wien, die sich musikalisch zwischen Cloud-Rap und Avant-Garde-Pop bewegen. In ihren englischen Lyrics verbinden Gaddafi Gals gesellschaftliche Themen mit einer Prise Humor und Coolness. Ihre Musik ist Kunst und Politik in einem. Nicht politisch zu sein, sei in Zeiten von AfD und Trump gefährlich, so Gaddafi Gals. Eintritt 15 CHF, in der Kaserne Basel, Rossstall 1.

 

Sonntag, 22. März

10.00 Uhr

  • Ausstrahlung der Diskussion vom 21. März: Talk zu "hate speech/Hass im Netz" mit Jolanda Spiess-Hegglin, Nora Refaeil, Martin R. Dean, Bernard Senn

11.30/16.30 Uhr

16.15 Uhr

  • +++abgesagt+++ "Du heiratest einen von uns!" Wie erkennen wir rassistische Diskriminierung bei der Partnerwahl und wie gehen wir damit um? Speed Dating und partizipative Diskussion mit jungen Erwachsenen diverser Religionstraditionen, Fachpersonen und Vertreter*innen weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung wird im Rahmen von "Dialogue en Route" IRAS COTIS mit der Fachstelle Zwangsheirat organisiert. In der KLARA (Clarastrasse 13, 4058 Basel). Eintritt frei.

 

Samstag, 28. März

16.00 Uhr

  • Sendung «(k)ein Rassismusproblem?»: Das Stadtrand-Team von Radio X mit dem anderen Blick auf Rassismus. Sonntag, 29. März um 10 Uhr (Wdh.)

 

 

Kontakt

rebecca.haeusel@radiox.ch

Social Media

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: