Eine junge Frau mit langen Haaren sitzt in einem Sessel, hat ein Buch im Schoss und lächelt

"Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht"

Rassismus schadet nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Gesundheit der Betroffenen. Er hinterlässt Spuren in Körper und Seele und kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Befinden haben. Die Autorin Mahssa Behdjatpour verbindet ihre Forschungsansätze mit ihrer postmigrantischen Perspektive. Ihr Debüt heisst »Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht« und ist im Rotpunktverlag 2025 erschienen. Im Gespräch berichtet Mahssa Behdjatpour, wie der Schreibprozess sie geheilt habe. von Janina Labhardt

26.03.22 Buchtipp und Gespräch mit Mahssa Behdjatpour

Buchtipp in der Aktionswoche gegen Rassismus

Mahssa Behdjatpur reflektiert eigene Erfahrungen als säkular geprägte Person in Deutschland mit iranischer Herkunft und untersucht, wie soziale Ausgrenzung die Identitätsbildung und das Wohlergehen beeinflusst.

Ob im Kindergarten der Vorwurf zu stören oder im Gymnasium die Unterstellung, ein Buch nicht verstehen zu können, immer ist die Kritik unberechtigt, aber die Angst und ihre Auswirkungen sind diffus und real.

Von der Kindheit im sozialen Brennpunkt bis zu den Erfahrungen an der Universität unternimmt Mahssa Behdjatpour eine Reise durch verschiedene Lebensrealitäten. Dabei wird auch die Rolle der Kunst als potenzielles Mittel des Empowerments und der Heilung thematisiert.

Diese Verbindung von Biografie, Forschung und künstlerischer Praxis eröffnet eine neue Perspektive für alle, die mehr über die komplexen Zusammenhänge zwischen Rassismus und Gesundheit erfahren möchten – sei es als Betroffene, Interessierte oder Fachleute. Das Buch lädt dazu ein, diese Zusammenhänge zu verstehen und über mögliche Wege der Selbstermächtigung nachzudenken.