Woche gegen Rassismus 2019

3 personen sind in einem Raum

Rewired Volume 01: Queere Kunst und Community an der Feldbergstrasse 86

Während die Kunstwelt sich auf die Art Basel vorbereitet, eröffnet an der Feldbergstrasse 86 ein neuer Off-Space: Das Kollektiv Rewired lädt mit Volume 01 zu einer neuntägigen Ausstellung mit queerer Kunst, Film-Screenings, Artist Talks und Begegnungsformaten ein. von Mirco Kaempf

26.06.11 Volume 01 by Rewired Kollektiv

Mit der Volume 01 eröffnet das Rewired Kollektiv eine Queer Art Gallery an der Feldbergstrasse 86 vom 12-20. Juni 2026

 

Entstanden ist das Projekt aus einem Open Call. Was ursprünglich als kleiner Ausstellungsabend geplant war, entwickelte sich schnell zu einer umfangreichen Gruppenausstellung mit Arbeiten von 16 queeren Kunstschaffenden. Gezeigt werden unterschiedliche Medien – von bildender Kunst bis zu Video- und Soundinstallationen.

Für das achtköpfige Kollektiv steht dabei nicht nur die Kunst im Zentrum, sondern auch die Frage nach Zugänglichkeit und Sichtbarkeit. Viele queere Räume in Basel seien eng mit dem Nachtleben verbunden. Mit Rewired wolle man einen Ort schaffen, an dem Begegnung, Austausch und gemeinsames Verweilen genauso wichtig sind wie das Programm selbst.

Die Ausstellung versteht Queerness als intersektional und politisch. Entsprechend stehen Themen wie Sichtbarkeit, Widerstand und vielfältige queere Lebensrealitäten im Fokus. Neben der Ausstellung finden unter anderem ein Filmabend mit Dana Iskakova sowie ein Austausch mit MENA Pride Basel statt.

Die Vernissage findet am Donnerstag ab 18 Uhr statt. Anschliessend folgt eine Rooftop-Party im R1 am Hafen. Die ausgestellten Werke können während der gesamten Laufzeit erworben werden.

Rewired Vol. 1
Feldbergstrasse 86, Basel
Vernissage: Freitag, 18 Uhr
Ausstellung während neun Tagen im Rahmen des Pride Month und der Art-Basel-Woche.

Rewired Vol. 1 zeigt Queer Art an der Feldbergstrasse 86. Eine einfache Frage zum Einstieg: Wie viele queere Kunstschaffende gibt es eigentlich in Basel?

Zayane: Wahrscheinlich viel mehr, als wir denken. In unserem Freundeskreis sind acht Personen queer, sechs davon arbeiten künstlerisch. Das ist natürlich nicht repräsentativ, zeigt aber, wie stark sich Queerness und Kunst überschneiden können.

Ursprünglich war nur ein einzelner Ausstellungsabend geplant. Daraus wurde deutlich mehr.

Zayane: Genau. Die Idee war zunächst, Raum für Freund zu schaffen. Viele queere Kunstschaffende haben Mühe, Orte zu finden, an denen ihre Arbeiten gezeigt werden können. Deshalb haben wir einen Open Call ausgeschrieben. Darauf haben sich sehr viele Menschen mit unglaublich vielfältigen Arbeiten gemeldet. So entstand schliesslich eine Ausstellung, die neun Tage lang während des Pride Month und der Art Basel geöffnet sein wird.

Auf eurem Plakat stehen die Begriffe „Visibility“, „Queerness“ und „Resistance“. Was bedeuten sie für euch?

Zayane: Für uns sind Queerness und Widerstand untrennbar mit Intersektionalität verbunden. Queere Geschichte wurde wesentlich von Black und Brown Communities geprägt. Mit der Ausstellung möchten wir Sichtbarkeit nicht nur als Präsenz verstehen, sondern als Anerkennung vielfältiger Lebensrealitäten. Uns interessieren die alltäglichen Formen von Widerstand und die Menschen, die diese Realität leben.

Ihr habt das Programm bewusst nicht komplett durchkuratiert. Warum?

Zayane: Weil wir Gemeinschaft ermöglichen wollen. Neben Veranstaltungen soll es Raum geben, um einfach da zu sein, Kunst anzuschauen, miteinander ins Gespräch zu kommen oder in queerer Literatur zu stöbern. Nicht alles muss konsum- oder leistungsorientiert sein.

Ist die Ausstellung für alle offen?

Zayane: Ja, unbedingt. Wobei die Frage eher ist, für wen wir den Raum schaffen. Im Zentrum stehen queere Perspektiven und Erfahrungen. Gleichzeitig freuen wir uns über alle Menschen, die kommen und sich darauf einlassen möchten.

 Kann man die Werke kaufen?

Zayane: Ja. Das ist uns wichtig, weil es die Kunstschaffenden direkt unterstützt.

Zum Schluss: Gibt es noch etwas, das du den Zuhörer mitgeben möchtest?

Zayane: Kommt vorbei, bringt Freund mit, entdeckt queere Kunst und kommt miteinander ins Gespräch.

Vielen Dank!

eine Strassenecke
Am Freitag 12. Juni feiert Volume 01 Vernissage an der Feldbergstrasse 86 (Pic by Mirco Kaempf)

Die Woche

Lesungen, Theater, Diskussion, Musik, Ausstellungen und vieles mehr: Die Woche gegen Rassismus 2019 in Basel bietet ein vielfältiges Programm, sie findet statt von: Montag, 18. März bis Sonntag, 24. März 2019

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.

Während der ganzen Woche strahlt Radio X jeweils um 11:30 Uhr und um 16:30 Uhr thematische Beiträge aus.

Flyer Woche gegen Rassismus in Basel 2019

Medienmitteilung Woche gegen Rassismus 18.-24.3.19 mit Programm

 

 
Das Programm


Montag, 18. März 2019

Forumtheater "Sans Frontières" - Ein interaktiver Theaterabend zum Thema Diskriminierung und Rassismus. 

19.30 Uhr, KLARA (Clarastrasse 13)

Eintritt frei. 

 

Dienstag, 19. März 2019

Uni von unten: «Alltäglicher Ausnahmezustand: Racial Profiling in der Schweiz» mit Mohamed Wa Baile, Sarah Schilliger und Claudia Wilopo

19 Uhr, Internetcafé Planet 13 (Klybeckstrasse 60, 4057 Basel)

Eintritt frei.

 

Mittwoch, 20. März 2019

Liveübertragung Radio X, mit Interviews live vor Ort: Abendschule Import, Bla*ShTheater Niemandsland, Kulinarisches von Schnaboule Schnaboule und Musik zum Thema «Migration und Musik» mit Leila Moon.

17-22 Uhr, Keck Kiosk (Kaserne)

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

Donnerstag, 21. März 2019

Podiumsdiskussion «Racial Profiling» mit szenischen Sequenzen des Theaters Niemandsland.

Auf dem Podium: Michel Hostettler (Community Policing Kleinbasel), Tobias Burkhard (Ausbildungsleiter KaPo BS), Nahom Mehret (Schweizer, geb. in Eritrea), Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (SP Politikerin Zürich, Künstlerin).

Moderation: Bernard Senn, SRF

Mit dabei: BastA!, STOPP Rassismus u.a.

19 Uhr, Offene Kirche Elisabethen

Eintritt frei. 

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

Freitag, 22. März 2019

Bla*Sh, Legion Seven, Brandy Butler (CH)

Mehrstimmige Lesung, Performance, Konzert, Büchertisch

19 Uhr (Doors: 18.30 Uhr), Rossstall II, Kaserne Basel

Eintritt frei.

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

Samstag, 23. März 2019

Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien

The tour will take place in English and is free of charge. Reservations are requested but not required. 

14 Uhr, meeting point: at the pyramides in front of the Offene Kirche Elisabethen

 

Offener Hörsaal: Interaktiver Parcours**, über Hürden und Weichen auf dem schweizerischen Bildungsweg

16.00-18.30 Uhr, Foyer Junges Theater Basel

Eintritt frei. 

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr 

Input: Wie die Schweiz Migrant*innen 2019 isoliert und verwaltet.

20 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

 

Sonntag, 24. März 2019

Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien auf Deutsch

14 Uhr, Treffpunkt: Pyramiden-Platz (Elisabethenstrasse)

Reservierung erbeten, aber nicht zwingend erforderlich.

Eintritt frei.

 

 

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Neustrukturierung des Asylverfahrens und der Einführung der Bundeslager in der Schweiz. Mit der sogenannten Beschleunigung der Verfahren sollen Menschen effizienter verwaltet und ausgeschafft werden. Dafür nimmt das Staatssekretariat für Migration (SEM) Bundeslager in Betrieb, welche nicht nur die Unterbringung, sondern auch das gesamte Verfahren unter einem Dach zentralisieren und vereinheitlichen. Diese Praxis isoliert die betroffenen Menschen noch stärker vom Rest der Gesellschaft und lässt noch weniger Raum zur Selbstbestimmung. Um die Lagerpolitik umzusetzen, baut der Staat auf die Mitarbeit von Privatfirmen und NGOs.

 

** Bildungsparcours: Sprichst Du ausreichend Deutsch, um in der Schule mitzukommen? Wirst Du bei/auf deinem Bildungsweg unterstützt? Entsprichst Du den Bewertungskriterien des Schulsystems? Reicht das Geld für eine Ausbildung? Bringst Du die geforderten/nötigen Dokumente mit, um eine Ausbildung zu beginnen? Haben alle Menschen in der Schweiz dieselben Chancen auf Bildung? In einem interaktiven Parcours erfährst Du, welche Weichen gestellt werden und welche Hürden es zu überwinden gibt auf dem schweizerischen Bildungsweg. Ähnlich einem Leiter-Spiel, wirst Du, ausgestattet mit einer neuen Identität, unterschiedliche Aufgaben lösen, um Stufe für Stufe deinem Ziel näherzukommen.

 
Ausstrahlungstermine

 

Montag 18.3. - Sonntag, 24.3.19, täglich um 11.30 h (Wdh. 16.30 h)

Redaktionelle Beiträge auf Radio X zu diversen Themen in der Woche gegen Rassismus

u.a. mit FIASKO und STOPP Rassismus

 

Donnerstag 21.3., 18 h  & Samstag 23.3.19, 13 h

Sendung X-Plus von Schüler/innen der FMS Münchenstein

 

Samstag 23.3., 16 h & Sonntag 24.3.19, 10 h

Ausstrahlung der Podiumsdiskussion zu "Racial Profiling" vom Donnerstag 21.3.19 in der Offenen Kirche Elisabethen

Kontakt

tatiana.vieira@radiox.ch

rebecca.haeusel@radiox.ch

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch:

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