Woche gegen Rassismus 2019

©EKM

"Die bunte Gesellschaft in der Schweiz ist sehr wertvoll" - Ein Podcast zu 50 Jahre Schweizer Migrationshintergrund

Schrankkinder in den 70er Jahren, Schwarzenbachinitiative, politisierte Migrantinnen und Migranten, die in den 80er Jahren auf den Strassen demonstrierten: Die Podcast-Reihe "Wir sind hier" nimmt dich mit in 50 Jahre Schweizer Migrationshintergrund, zeigt Schicksale von Einzelpersonen, die für die Schicksale vieler stehen.  von Claire Micallef

Die Podcast-Reihe "Wir sind hier" der Eidgenössischen Migrationskommission EKM ist aber nicht nur ein Rückblick, sie ist eine Standortbestimmung, sie wirft einen Blick in die Zukunft. Entstanden ist "Wir sind hier" anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Eidgenössischen Migrationskommission. Betroffene von damals und heute sprechen zusammen mit Fachpersonen über ihre Erfahrungen, ihre ersten Schritte in der Schweiz, über wichtige Eckdaten in der Schweizer Migrationsgeschichte von 1970 bis heute. Neun Folgen wird es am Schluss insgesamt geben - jede mit einem anderen Fokus und mit anderen Stimmen. 

20.05.21. Wir sind hier

Anlässich ihres Jubiläums schaut die Eidgenössische Migrationskommission EKM zurück auf 50 Jahre Schweizer Migrationshintergrund.

Die Podcast-Reihe "Wir sind hier" ist eine Produktion von Podcastlab, im Auftrag der Eidgenössischen Migrationskommission.

Ab heute strahlt Radio X die einzelnen Episoden von "Wir sind hier" jeweils in der Sondersendung Xplus aus. 

20.05.21. und 20.05.23. "Wir sind hier" Episode 1 – Nur zeitweise erwünscht

Die 1970er Jahre – Gastarbeiter, Überfremdungsinitiativen und der Widerstand dagegen. Ein Gespräch über Schrankkinder, die Saisonniers als Konjunkturpuffer, und warum Migration immer auch innovativ wirkt. Mit der Fotografin Catia Porri, die sich als Kind im Schrank verstecken musste, mit Armindo Alves, dem Präsidenten des Lusitanischen Vereins Zürich, und mit der Historikerin Francesca Falk.

20.05.28 und 20.05.30 "Wir sind hier" Episode 2 - Plötzlich die ganze Welt

Die 1980er Jahre – Asylsuchende aus aussereuropäischen Staaten: Tamilen und kurdische Türken. Ein Gespräch über vertriebene Menschen, die mit einem Mal das Thema «Asyl» auf die Agenda der Schweizer Politik setzten. Mit der Journalistin Tama Vakeesaan, mit Haşim Sançar, dem Mitbegründer des Kompetenzzentrums für Folteropfer, und mit dem Migrationsforscher Jonathan Pärli.

20.07.09 und 20.07.11. "Wir sind hier" Episode 3 - Tous pour la citoyenneté

Un débat sur les enjeux de la participation politique des personnes n’ayant pas le passeport suisse, et sur les différences entre la Suisse alémanique et la Suisse romande. Avec Albina Kurtisi, membre active de la voix de la diversité, Théogène-Octave Gakuba, spécialiste en psychologie interculturelle, Jean-Thomas Arrighi de Casanova, expert en histoire des migrations à l’Université de Neuchâtel.

20.07.16. und 20.07.19. "Wir sind hier" Episode 4 - Europäische Kriegsopfer

Die 1990er Jahre – Zuwanderer und Vertriebene aus dem Balkan und Entstehung der Integrationspolitik. Ein Gespräch darüber, wie geflüchtete Menschen aus dem früheren Jugoslawien die Migrationsdebatte nochmals entfachten, und wie es zur Integrationspolitik kam. Mit Dragica Rajčić Schriftstellerin, Ivica Petrusic, Jugendbeauftragter des Kantons Zürich und Denise Efionayi-Mäder, stellvertretende Leiterin Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien SFM.

20.07.23 und 20.07.25 "Wir sind hier" Episode 5 -Frontalieri benvenuti e no

Un dibatitto sul caso speciale del Ticino tra frontalieri e politica di destra, il problema del burqa e diritti umani. Con Gabriela Giuria, giurista e specialista nei diritti umani, Tiziana Mona, giornalista, ed Oscar Mazzoleni, esperto in politica regionale.

20.07.30 und 20.08.01 "Wir sind hier" Episode 6

Die Personenfreizügigkeit hat positive Folgen für den Schweizer Arbeitsmarkt, führt aber auch immer wieder zu starken Ressentiments. Warum das so ist, diskutieren Nicole Westerfeld, Biochemikerin, Shara Hofmann, Sozialarbeiterin, Tobias Müller, Professor für Migrationsfragen.

Die Woche

Lesungen, Theater, Diskussion, Musik, Ausstellungen und vieles mehr: Die Woche gegen Rassismus 2019 in Basel bietet ein vielfältiges Programm, sie findet statt von: Montag, 18. März bis Sonntag, 24. März 2019

Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.

Während der ganzen Woche strahlt Radio X jeweils um 11:30 Uhr und um 16:30 Uhr thematische Beiträge aus.

Flyer Woche gegen Rassismus in Basel 2019

Medienmitteilung Woche gegen Rassismus 18.-24.3.19 mit Programm

 

 
Das Programm


Montag, 18. März 2019

Forumtheater "Sans Frontières" - Ein interaktiver Theaterabend zum Thema Diskriminierung und Rassismus. 

19.30 Uhr, KLARA (Clarastrasse 13)

Eintritt frei. 

 

Dienstag, 19. März 2019

Uni von unten: «Alltäglicher Ausnahmezustand: Racial Profiling in der Schweiz» mit Mohamed Wa Baile, Sarah Schilliger und Claudia Wilopo

19 Uhr, Internetcafé Planet 13 (Klybeckstrasse 60, 4057 Basel)

Eintritt frei.

 

Mittwoch, 20. März 2019

Liveübertragung Radio X, mit Interviews live vor Ort: Abendschule Import, Bla*ShTheater Niemandsland, Kulinarisches von Schnaboule Schnaboule und Musik zum Thema «Migration und Musik» mit Leila Moon.

17-22 Uhr, Keck Kiosk (Kaserne)

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

Donnerstag, 21. März 2019

Podiumsdiskussion «Racial Profiling» mit szenischen Sequenzen des Theaters Niemandsland.

Auf dem Podium: Michel Hostettler (Community Policing Kleinbasel), Tobias Burkhard (Ausbildungsleiter KaPo BS), Nahom Mehret (Schweizer, geb. in Eritrea), Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (SP Politikerin Zürich, Künstlerin).

Moderation: Bernard Senn, SRF

Mit dabei: BastA!, STOPP Rassismus u.a.

19 Uhr, Offene Kirche Elisabethen

Eintritt frei. 

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

Freitag, 22. März 2019

Bla*Sh, Legion Seven, Brandy Butler (CH)

Mehrstimmige Lesung, Performance, Konzert, Büchertisch

19 Uhr (Doors: 18.30 Uhr), Rossstall II, Kaserne Basel

Eintritt frei.

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

Samstag, 23. März 2019

Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien

The tour will take place in English and is free of charge. Reservations are requested but not required. 

14 Uhr, meeting point: at the pyramides in front of the Offene Kirche Elisabethen

 

Offener Hörsaal: Interaktiver Parcours**, über Hürden und Weichen auf dem schweizerischen Bildungsweg

16.00-18.30 Uhr, Foyer Junges Theater Basel

Eintritt frei. 

 

Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz

ab 19 Uhr 

Input: Wie die Schweiz Migrant*innen 2019 isoliert und verwaltet.

20 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)

 

 

 

Sonntag, 24. März 2019

Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien auf Deutsch

14 Uhr, Treffpunkt: Pyramiden-Platz (Elisabethenstrasse)

Reservierung erbeten, aber nicht zwingend erforderlich.

Eintritt frei.

 

 

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Neustrukturierung des Asylverfahrens und der Einführung der Bundeslager in der Schweiz. Mit der sogenannten Beschleunigung der Verfahren sollen Menschen effizienter verwaltet und ausgeschafft werden. Dafür nimmt das Staatssekretariat für Migration (SEM) Bundeslager in Betrieb, welche nicht nur die Unterbringung, sondern auch das gesamte Verfahren unter einem Dach zentralisieren und vereinheitlichen. Diese Praxis isoliert die betroffenen Menschen noch stärker vom Rest der Gesellschaft und lässt noch weniger Raum zur Selbstbestimmung. Um die Lagerpolitik umzusetzen, baut der Staat auf die Mitarbeit von Privatfirmen und NGOs.

 

** Bildungsparcours: Sprichst Du ausreichend Deutsch, um in der Schule mitzukommen? Wirst Du bei/auf deinem Bildungsweg unterstützt? Entsprichst Du den Bewertungskriterien des Schulsystems? Reicht das Geld für eine Ausbildung? Bringst Du die geforderten/nötigen Dokumente mit, um eine Ausbildung zu beginnen? Haben alle Menschen in der Schweiz dieselben Chancen auf Bildung? In einem interaktiven Parcours erfährst Du, welche Weichen gestellt werden und welche Hürden es zu überwinden gibt auf dem schweizerischen Bildungsweg. Ähnlich einem Leiter-Spiel, wirst Du, ausgestattet mit einer neuen Identität, unterschiedliche Aufgaben lösen, um Stufe für Stufe deinem Ziel näherzukommen.

 
Ausstrahlungstermine

 

Montag 18.3. - Sonntag, 24.3.19, täglich um 11.30 h (Wdh. 16.30 h)

Redaktionelle Beiträge auf Radio X zu diversen Themen in der Woche gegen Rassismus

u.a. mit FIASKO und STOPP Rassismus

 

Donnerstag 21.3., 18 h  & Samstag 23.3.19, 13 h

Sendung X-Plus von Schüler/innen der FMS Münchenstein

 

Samstag 23.3., 16 h & Sonntag 24.3.19, 10 h

Ausstrahlung der Podiumsdiskussion zu "Racial Profiling" vom Donnerstag 21.3.19 in der Offenen Kirche Elisabethen

Kontakt

tatiana.vieira@radiox.ch

rebecca.haeusel@radiox.ch

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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch:

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