Woche gegen Rassismus 2019
Die Woche für dich zusammengefasst
Es ist Sonntag der 15. Januar und das ist der Wochenrückblick mit folgenden Themen: Das Hirschi denkt darüber nach die Silvesterparty 26 abzusagen, in Zukunft sollen auch kleinere Festivals mehr Planungssicherheit erhalten, Baselbieter Regierungsrat Isaac Reber tritt zurück und in Basel-Stadt wird der Anspruch auf Sozialhilfeleistungen häufiger wahrgenommen.
26.02.15 WoRü
Das Hirschi-Statement zu Silvester 2025
Das Hirschi-Kollektiv denkt darüber nach, 2026 die Silvesterparty auszulassen.
1 Monat nach der alljährlichen Silvesterparty im Hirschi meldet sich das Kollektiv durch einen Instagram-Post. Es sei zu mehreren Ausschreitungen gekommen. Das Kollektiv zeigt sich traurig und enttäuscht über die Vorfälle und denkt jetzt laut darüber nach, die Party 2026 auszusetzen.
2024 hat es mehrere Übergriffe mit K.-o.-Tropfen gegeben, weshalb man sich für das Jahr 2025 neue Konzepte überlegt hat. Jedoch ist die Silvesterparty wie das Jahr davor von Vorfällen überschattet worden. Das Servicepersonal sei angegriffen und beleidigt worden, die frisch gemalten Wände mit Graffiti beschmiert und Böller in die Menschenmenge geworfen worden.
Grössere Planungssicherheit für kleinere Festivals
Auch kleine bis mittelgrosse Festivals sollen Swisslosgelder über zwei Ausgaben gesprochen bekommen. Das fordert eine Motion, welche am Mittwoch im Grossen Rat angenommen wurde. Das Kulturleitbild des Kantons hält fest, dass Festivals im Kanton eine langfristige Planung brauchen. Deshalb wolle man bei regelmässigen Festivals die Förderung durch Swisslosgelder auf zwei Ausgaben hinaus garantieren. Das allerdings erst ab einer Fördermenge von 150 000 Franken. Die angenommene Motion von Jo Vergeat möchte diese Schwelle auf 30 000 Franken senken. Die Motion argumentiert, dass auch kleine bis mittelgrosse Festivals ein wichtiger Teil der Kultur in Basel seien und diese vom Kulturleitbild ausgeschlossen seien.
Ausserdem stünden viele regelmässige und etablierte Festivals vor finanziellen Herausforderungen. Weshalb die engere Zusammenarbeit des Kantons auch mit kleineren Festivals notwendig sei.
Regierungsrat Isaac Reber tritt zurück
Paukenschlag im Baselbiet. Regierungsrat Isaac Reber tritt zurück. Isaac Reber hat das am Donnerstag in der Landratssitzung bekannt gegeben.
Der Grüne Regierungsrat Isaac Reber gibt sein Amt Ende September ab – nach 15 Jahren in der Regierung.
Die Ersatzwahl findet am 14. Juni statt. Für die Grünen wird sie zur Schicksalswahl. Die Partei muss ihren Sitz verteidigen. Die SVP will ihn erobern. Unterstützung bekommt die SVP von FDP und Mitte. Bei den Grünen gilt Nationalrätin Florence Brenzikofer als mögliche Kandidatin.
Isaac Reber sagt, sein Rücktritt habe mit seinem Alter zu tun.
Im Juni kommt es zum politischen Duell zwischen Grünen und SVP.
Neue Studie zu Sozialgeldern
In Basel-Stadt holen sich inzwischen mehr Leute die Sozialleistungen, auf die sie eigentlich Anspruch haben. Das zeigt eine neue Studie vom Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, die am 12. Februar veröffentlicht wurde.
Die Zahlen sind von 2022. Bei der Sozialhilfe beantragen heute mehr Leute Unterstützung als noch vor ein paar Jahren. Die Quote derjenigen, die nichts beziehen, obwohl sie könnten, liegt bei 26 Prozent. 2019 waren es noch 31 Prozent.
Auch bei den Mietzinsbeiträgen für Familien und bei den Ergänzungsleistungen zur AHV ist es besser geworden. Nur bei der Prämienverbilligung ist es anders. Da verzichten noch immer 23 Prozent. Viele beziehen das Geld nicht, weil es nur um kleine Beträge geht, weil sie zu wenig Infos haben oder weil es ihnen unangenehm ist.
Darum will der Kanton jetzt noch besser informieren und mehr Online-Anmeldungen ermöglichen.
Das war der Wochenrückblick vom 15.2.26. Redaktionsschluss war am Freitag, den 13. Februar, um 16 Uhr.
Die Woche
Lesungen, Theater, Diskussion, Musik, Ausstellungen und vieles mehr: Die Woche gegen Rassismus 2019 in Basel bietet ein vielfältiges Programm, sie findet statt von: Montag, 18. März bis Sonntag, 24. März 2019
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Während der ganzen Woche strahlt Radio X jeweils um 11:30 Uhr und um 16:30 Uhr thematische Beiträge aus.
Flyer Woche gegen Rassismus in Basel 2019
Medienmitteilung Woche gegen Rassismus 18.-24.3.19 mit Programm
Das Programm
Montag, 18. März 2019
Forumtheater "Sans Frontières" - Ein interaktiver Theaterabend zum Thema Diskriminierung und Rassismus.
19.30 Uhr, KLARA (Clarastrasse 13)
Eintritt frei.
Dienstag, 19. März 2019
Uni von unten: «Alltäglicher Ausnahmezustand: Racial Profiling in der Schweiz» mit Mohamed Wa Baile, Sarah Schilliger und Claudia Wilopo
19 Uhr, Internetcafé Planet 13 (Klybeckstrasse 60, 4057 Basel)
Eintritt frei.
Mittwoch, 20. März 2019
Liveübertragung Radio X, mit Interviews live vor Ort: Abendschule Import, Bla*Sh, Theater Niemandsland, Kulinarisches von Schnaboule Schnaboule und Musik zum Thema «Migration und Musik» mit Leila Moon.
17-22 Uhr, Keck Kiosk (Kaserne)
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Donnerstag, 21. März 2019
Podiumsdiskussion «Racial Profiling» mit szenischen Sequenzen des Theaters Niemandsland.
Auf dem Podium: Michel Hostettler (Community Policing Kleinbasel), Tobias Burkhard (Ausbildungsleiter KaPo BS), Nahom Mehret (Schweizer, geb. in Eritrea), Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (SP Politikerin Zürich, Künstlerin).
Moderation: Bernard Senn, SRF
Mit dabei: BastA!, STOPP Rassismus u.a.
19 Uhr, Offene Kirche Elisabethen
Eintritt frei.
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Freitag, 22. März 2019
Bla*Sh, Legion Seven, Brandy Butler (CH)
Mehrstimmige Lesung, Performance, Konzert, Büchertisch
19 Uhr (Doors: 18.30 Uhr), Rossstall II, Kaserne Basel
Eintritt frei.
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Samstag, 23. März 2019
Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien
The tour will take place in English and is free of charge. Reservations are requested but not required.
14 Uhr, meeting point: at the pyramides in front of the Offene Kirche Elisabethen
Offener Hörsaal: Interaktiver Parcours**, über Hürden und Weichen auf dem schweizerischen Bildungsweg
16.00-18.30 Uhr, Foyer Junges Theater Basel
Eintritt frei.
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr
Input: Wie die Schweiz Migrant*innen 2019 isoliert und verwaltet.
20 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Sonntag, 24. März 2019
Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien auf Deutsch
14 Uhr, Treffpunkt: Pyramiden-Platz (Elisabethenstrasse)
Reservierung erbeten, aber nicht zwingend erforderlich.
Eintritt frei.
* Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Neustrukturierung des Asylverfahrens und der Einführung der Bundeslager in der Schweiz. Mit der sogenannten Beschleunigung der Verfahren sollen Menschen effizienter verwaltet und ausgeschafft werden. Dafür nimmt das Staatssekretariat für Migration (SEM) Bundeslager in Betrieb, welche nicht nur die Unterbringung, sondern auch das gesamte Verfahren unter einem Dach zentralisieren und vereinheitlichen. Diese Praxis isoliert die betroffenen Menschen noch stärker vom Rest der Gesellschaft und lässt noch weniger Raum zur Selbstbestimmung. Um die Lagerpolitik umzusetzen, baut der Staat auf die Mitarbeit von Privatfirmen und NGOs.
** Bildungsparcours: Sprichst Du ausreichend Deutsch, um in der Schule mitzukommen? Wirst Du bei/auf deinem Bildungsweg unterstützt? Entsprichst Du den Bewertungskriterien des Schulsystems? Reicht das Geld für eine Ausbildung? Bringst Du die geforderten/nötigen Dokumente mit, um eine Ausbildung zu beginnen? Haben alle Menschen in der Schweiz dieselben Chancen auf Bildung? In einem interaktiven Parcours erfährst Du, welche Weichen gestellt werden und welche Hürden es zu überwinden gibt auf dem schweizerischen Bildungsweg. Ähnlich einem Leiter-Spiel, wirst Du, ausgestattet mit einer neuen Identität, unterschiedliche Aufgaben lösen, um Stufe für Stufe deinem Ziel näherzukommen.
Ausstrahlungstermine
Montag 18.3. - Sonntag, 24.3.19, täglich um 11.30 h (Wdh. 16.30 h)
Redaktionelle Beiträge auf Radio X zu diversen Themen in der Woche gegen Rassismus
u.a. mit FIASKO und STOPP Rassismus
Donnerstag 21.3., 18 h & Samstag 23.3.19, 13 h
Sendung X-Plus von Schüler/innen der FMS Münchenstein
Samstag 23.3., 16 h & Sonntag 24.3.19, 10 h
Ausstrahlung der Podiumsdiskussion zu "Racial Profiling" vom Donnerstag 21.3.19 in der Offenen Kirche Elisabethen
Kontakt
tatiana.vieira@radiox.ch
rebecca.haeusel@radiox.ch
Social Media
Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: