GGG Stadtbibliothek Basel

Wir lesen vor.

Am 22. Mai 2019 lesen Prominente in der GGG Bibliothek Schmiedenhof aus ihrem Lieblingsbuch vor. Radio X ist live vor Ort und moderiert durch den Abend.

Prominente lesen aus ihrem Lieblingsbuch vor. Die Veranstaltung wird live auf Radio X übertragen.

  • 16.00 Ueli Mäder, Soziologe
  • 17.00 Annina Frey, Glanz & Gloria
  • 18.00 Danielle Bürgin, Radio X
  • 19.00 Dani von Wattenwyl, Tele Basel
  • 20.00 Georg Kreis, Historiker
  • 21.00 Sarah Altenaichinger, Poetry Slam

Eintritt frei
Bibliothek Schmiedenhof

OnAir

Am Mittwoch, 22. Mai 2019 ab 16 Uhr auf Radio X.

Schweizer Vorlesetag 2019

6 prominente Basler*innen lesen in der GGG Stadtbibliothek (Schmiedenhof) aus ihrem Lieblingsbuch vor. Die Veranstaltung wird live auf Radio X übertragen und über Instagram begleitet. 

Moderation: Mirco Kaempf, Technik: Sebastian Doss, Projektleitung: Rebecca Häusel, Lukas Kurmann

Album der Woche: I Have To Get Hotter von The Femcels

Mit ihrem Debütalbum I Have to Get Hotter liefern The Femcels einen grell schillernden Kommentar auf Überreizung, Hyperindividualismus und digitale Selbstinszenierung. von Mirco Kaempf

ADW The Femcels - I Have To Get Hotter

Das Debütalbum der Femcels erschien Ende Januar 2026 und tönt wie Saure Zungen auf TikTok

Das Internet bleibt ein paradoxes Biest: flüchtig und zugleich ein unerschöpfliches Archiv. Zwischen viralen Momenten und algorithmischem Vergessen werden spontane Schnappschüsse aus dem echten Leben zu kurzlebigen Phänomenen – oder zu popkulturellen Fixpunkten.

In diesem Spannungsfeld bewegt sich auch das Londoner Duo The Femcels, bestehend aus der Illustratorin Rowan Miles und der Programmiererin Gabriella Turton. Mit ihrem Debütalbum I Have to Get Hotter liefern sie einen grell schillernden Kommentar auf Überreizung, Hyperindividualismus und digitale Selbstinszenierung.

Musikalisch greifen The Femcels auf Elemente aus Punk, Riot Grrrl und Early PC Music zurück – und orchestrieren daraus ein kontrolliertes Chaos. Die Tracks klingen, als würde man sich durch einen endlosen Dopamin-Feed scrollen: laut, überdreht, süßlich – und gleichzeitig verstörend vertraut.

Schon die Songtitel – etwa “No One Will Fuck Me When I Wear Two Different Shoes (One Jordan, One Gucci Flip Flop)” oder “Please Don’t Stab Yourself (Like Elliott Smith)” – deuten an, dass das Duo wenig Interesse an musikalischer Konvention oder Zurückhaltung hat. Stattdessen kultivieren sie einen überzeichneten Humor, der zwischen Selbstironie und Verzweiflung pendelt.

Hinter all dem Lärm liegt jedoch ein präziser Blick auf die Gegenwart. I Have to Get Hotter ist weniger eine Provokation als vielmehr eine pointierte Zustandsbeschreibung: ein Soundtrack zur Überstimulation einer Generation, die ständig zwischen Lachen, Schreien und Erschöpfung oszilliert.