X_art
Kunst im Gespräch auf Radio X
Die Sendereihe «X_art – Kunst im Gespräch auf Radio X» versteht sich als Plattform, die die unterschiedlichen Schnittstellen in der regionalen und nationalen Kunstszene auf eine niederschwellige Art für ein breites Publikum zugänglich zu machen.
«X_art » wurde von 2017 bis Ende 2021 jeweils einmal im Monat gesendet.
Die Vermittlung und Vernetzung stand an oberster Stelle dieses einzigartigen Formates. Produziert wurde die Sendung in unterschiedlichen Locations in Basel (Bsp. Galerien, Museen, Offspaces) – der Zutritt ist frei. Ziel dieses einzigartigen Medien-Formates war es, Kunsthemen einem breiten Publikum auf eine niederschwellige Art zugänglich zu machen.
Die Berichterstattung über das lokale Kunstschaffen, über kleine und grosse Institutionen, sowie die politischen Zusammenhänge wird innerhalb von neuen Formaten auf Radio X ab 2022 weiter geführt.
Das «X_art »-Team:
Danielle Bürgin (Konzept/Redaktion/Moderation)
Mirco Kaempf (Redaktion/Moderation),
Mehr aktuelle Bilder und Impressionen zu «X_art » findet Ihr auf Facebook und Instagram.
X_art wurde freundlicherweise durch die Christoph Merian Stiftung unterstützt.
Heraus zum 1. Mai! Visarte fordert faire Löhne für Kulturschaffende
«Jobs und Löhne verteidigen – Nein zur Abschottung» lautet das Motto des 1. Mai 2026. Das fordert auch Visarte, der älteste Berufsverband für bildende Kunst in der Schweiz. Im Zentrum steht die Forderung nach Solidarität & gerechter Entlohnung im Kulturbereich. von Mirco Kaempf
26.05.01 Visarte für faire Löhne
Zum 1. Mai 2026 geht Visarte Region Basel in Basel und Liestal auf die Strasse und fordert faire Honorare für Künstler:innen, Kurator:innen und Architekt:innen.
Kulturschaffende bewegen sich oft zwischen zwei Extremen: einem prekären Arbeitsfeld ohne Absicherung und dem hochkommerzialisierten Kunstmarkt rund um die Art Basel. Die Realität liegt für viele jedoch dazwischen. Pascale Grau, Vorstandsmitglied von Visarte Region Basel, beschreibt die Situation nüchtern:
«Es werden sehr viele Künstlerinnen ausgebildet, die der Gesellschaft viel beitragen könnten. Aber die meisten Jobs im Kulturberich sind gar nicht oder nur schlecht bezahlt.»
Ein zentrales Problem sei die unsichtbare Arbeit. Wie bei einem Eisberg sehe man meist nur die Spitze: das ausgestellte Werk oder die Veröffentlichung. Unsichtbar bleiben Ausbildung, Vorbereitung, Organisation, Vermittlung und Nachbearbeitung – oft unbezahlt.
Visarte hat deshalb bereits vor über zehn Jahren Honorarempfehlungen entwickelt. Diese definieren Richtwerte für Tätigkeiten wie Ausstellungen, Artist Talks oder Juryarbeit. Bei einem empfohlenen Stundensatz von rund 100 Franken bleibt nach Abzug von Ateliermiete, Versicherungen und Administration oft nur etwa ein Drittel als effektives Einkommen.
Grau sagt, dass diese Empfehlungen vor allem bei kleineren Offspaces eher berücksichtigt werden als bei grossen Institutionen:
«Kleine Institutionen sprechen heute eher über faire Bezahlung. Grosse Häuser haben lange gemeint, die Ausstellung selbst sei schon genug Entlohnung.»
Auch der Bund bestätigt in der aktuellen Kulturbotschaft 2025–2028, dass Kultur ein Berufsfeld ist. Dennoch macht die Kulturförderung nur rund 0,3 Prozent des Bundesbudgets aus. Visarte fordert deshalb neue Modelle wie ein Kulturprozent oder ein Bauprozent, bei dem Kunst systematisch in Bauprojekte integriert wird. Für Pascale Grau ist klar:
«Geistige Arbeit kann nicht von Luft und Liebe leben. Kunst ist Arbeit – und sie muss bezahlt werden.»
Mehr Informationen sowie Honorarempfehlungen und ein Honorarrechner sind auf visarte.ch verfügbar. Details zum 1.Mai Programm sind aufgelistet via gewerkschaftsbund-beiderbasel.ch.
OnAir
10 x im Jahr - Am ersten Wochenende des Monats:
SA 16:00 Uhr (WdH. SO 10:00 Uhr)