Oki Doki Gaming Club

Willkommen im Lesekreis für Videogames!

Monatlich schnappen wir uns ein Game oder Thema und besprechen dies nach Form & Inhalt.

Egal ob FPS, JRPG’s, AAA’s, Indies, neue oder alte IPs. Ästhetik, Sound, Narrativ, Gameplay. Wir interessieren uns für die existenziellen und banalen Fragen. Wie erfüllend sind Sidequests? Wer war dein erster Videogame crush? Und was bitte bedeutet Freiheit in einer simulierten Welt?

Videospiele sind heute ein riesiger Industriezweig. Sind Teil unserer Kultur. Äussern sich Mainstream oder radikal. Da sind die Nutzer:innen eigentlich nur noch NPC’s. Oder doch nicht?

OG Characters des Oki Doki Gaming Club sind : Lucien Montandon, Anna Dippert, Ufuk Tan, Lena Frei, Mirco Kämpf und Noemie Keller.

Oki Doki Gaming Club - It’s a book club for videogames!
[ganz ohne Microtransactions oder procedurally generated content]

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 Jeden zweiten Samstag im Monat um 19 Uhr.

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Wie verstrickt war das Baselbiet in den Kolonialismus?

Das Baselbiet im Zusammenhang mit dem Kolonialismus? Diese Verbindung ist nicht so bekannt. Jetzt hat aber der Historiker Andreas Zagger eine aufwändige Recherche durchgeführt. Der Bericht zeigt, dass über 300 Personen aus dem Baselbiet in den Kolonialismus involviert waren. Ob als Söldner und Koloniebeamte in europäischen Kolonien oder als Kaufleute.   von Neva Flierl

26.04.14 Koloniale Verstrickungen aus dem Baselbiet

Neuer Forschungsbericht befasst sich mit kolonialen Vergangenheiten des Baselbiet.

Forschungsbericht:

Der Historiker Andreas Zagger hat sich über ein Jahr intensiv verschiedenste Archive in der Schweiz wie auch im Ausland durchforstet. Der Bericht ist durch den Regierungs- wie den Landrat entstanden. In dem Bericht hat Andreas Zagger zusammen mit seinem Team über 300 Verbindungen von Baselbieter Personen zum Kolonialismus gefunden. Es enthält Fallbeispiele und historische Spuren von Menschen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

Das Baselbiet und der Kolonialismus:

Sowohl das Baselbiet als auch die Schweiz im Generellen hatten keine Kolonien. Jedoch finden Historiker*innen immer mehr Verbindungen.

Im Bericht wurden über 300 Personen gefunden, die als Söldner und Koloniebeamte in europäischen Kolonien oder als Kaufleute involviert waren. Viele von diesen Personen waren passiv beteiligt, während andere sich aktiv am Sklavenhandel beteiligt haben.

Konkrete Beispiele:

Daniel Rosenmund-Berri, der von 1811 bis 1869 gelebt hatte, ist ein gutes Beispiel für die passive Teilnahme. Er hat mit Hermann Dethard Kalkmann aus Bremen ein Unternehmen gegründet, welches Zuckerplantagen in Brasilien nicht nur mit Material beliefert hat. Auch hat das Unternehmen die Plantage mit Sklav*innen versorgt.

Ein anderes Beispiel ist Johann August Sutter. Besser bekannt ist er als General Sutter. 1834 ist er hoch verschuldet in die USA gegangen und hat in Kalifornien die Kolonie «Neu-Helvetia» gegründet. Sein Aufstieg beruht auf der Ausbeutung und Versklavung von indigenen Menschen.

Schlussfolgerung:

Auch wenn das Baselbiet seinen Wohlstand nicht den kolonialen Verbindungen verdankt, war es jedoch breitflächig in den Kolonialismus involviert. Der Historiker Andreas Zagger hat bei der Pressekonferenz klare Worte gesagt: «Kolonialismus ist nicht weit weg, sondern ganz nah. Baselbieter*innen haben die Chance wahrgenommen, die sich ihnen geöffnet haben. Die haben aber gleichzeitig auf Unrecht und Ungleichheit beruht. Viele Baselbieter*innen haben von diesen Strukturen profitiert.»

Bericht zur kolonialen Vergangenheit Baselbieter Persönlichkeiten.