Oki Doki Gaming Club
Willkommen im Lesekreis für Videogames!
Monatlich schnappen wir uns ein Game oder Thema und besprechen dies nach Form & Inhalt.
Egal ob FPS, JRPG’s, AAA’s, Indies, neue oder alte IPs. Ästhetik, Sound, Narrativ, Gameplay. Wir interessieren uns für die existenziellen und banalen Fragen. Wie erfüllend sind Sidequests? Wer war dein erster Videogame crush? Und was bitte bedeutet Freiheit in einer simulierten Welt?
Videospiele sind heute ein riesiger Industriezweig. Sind Teil unserer Kultur. Äussern sich Mainstream oder radikal. Da sind die Nutzer:innen eigentlich nur noch NPC’s. Oder doch nicht?
OG Characters des Oki Doki Gaming Club sind : Lucien Montandon, Anna Dippert, Ufuk Tan, Lena Frei, Mirco Kämpf und Noemie Keller.
Oki Doki Gaming Club - It’s a book club for videogames!
[ganz ohne Microtransactions oder procedurally generated content]
Von der Strasse bis zum Gipfel
Drei Ereignisse, ein Thema: Macht. Am 14. Juni gehen Menschen am feministischen Streik auf die Strasse, die Schweiz stimmt über die 10-Millionen-Schweiz-Initiative ab und auf internationaler Ebene werden politische Weichen gestellt. Die Fragen dahinter sind dieselben: Wer zählt? Wer darf bleiben? Und wer entscheidet über die Lebensrealitäten anderer Menschen? In diesem Beitrag erfährst du mehr über einen Tag, der zeigt, dass Politik nicht nur in Parlamenten gemacht wird, sondern auch im Alltag. von Neva Flierl
26.06.14 Von der Strasse bis zum Gipfel
Am 14. Juni kommen mehrere politische Ebenen zusammen, der feministische Streik, die Abstimmungen und der G7 Gipfel in Genf.
14. Juni: Ein Tag, drei politische Schauplätze:
Auf den Strassen kämpfen FLINTA-Personen am feministischen Streik für Anerkennung, Sicherheit und Gleichstellung. In der Schweiz wird über die 10-Millionen-Schweiz-Initiative abgestimmt. Gleichzeitig werden auf internationaler Ebene politische Entscheidungen getroffen, die weit über nationale Grenzen hinaus wirken.
Was diese Ereignisse verbindet, ist die Frage, wer über wen bestimmt.
Der feministische Streik macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: unbezahlte Care-Arbeit, prekäre Arbeitsbedingungen, geschlechtsspezifische Gewalt und strukturelle Benachteiligung. Es geht nicht um individuelle Schicksale. Es geht um gesellschaftliche Verhältnisse.
Wer pflegt, erzieht, unterstützt und versorgt, hält diese Gesellschaft am Laufen. Trotzdem werden genau diese Arbeiten oft schlecht oder gar nicht bezahlt. Der feministische Streik erinnert daran, dass Gleichstellung nicht erreicht ist, solange Ausbeutung und Gewalt zum Alltag gehören.
Parallel dazu entscheidet die Stimmbevölkerung über die 10-Millionen-Schweiz-Initiative. Offiziell geht es um Bevölkerungszahlen. Politisch geht es um etwas Grundsätzlicheres: um die Frage, wer dazugehört.
Wer darf kommen? Wer darf bleiben? Wer wird als Belastung dargestellt und wer als wertvoll? Solche Debatten handeln nicht nur von Grenzen. Sie handeln von Macht über Menschenleben.
Migration, Geschlecht und soziale Ungleichheit sind dabei eng miteinander verbunden. Wer von Diskriminierung betroffen ist, erlebt sie selten nur an einer einzigen Stelle. Ausgrenzung wirkt gleichzeitig auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem, im Aufenthaltsstatus und im Alltag.
Auch internationale Politik ist Teil dieser Realität. Entscheidungen mächtiger Staaten beeinflussen Arbeitsmärkte, soziale Sicherheit, Klimapolitik und Migrationsbewegungen weltweit. Die Folgen werden oft dort spürbar, wo Menschen am wenigsten Einfluss auf diese Entscheidungen haben.
Der 14. Juni zeigt deshalb: Politik passiert nicht nur in Bundeshäusern oder an internationalen Gipfeln. Politik passiert dort, wo Menschen arbeiten, Sorgearbeit leisten, Grenzen überqueren oder von Gewalt betroffen sind.
Die grossen Fragen unserer Zeit sind keine abstrakten Debatten. Sie entscheiden darüber, wer geschützt wird, wer gehört wird und wer die Kosten politischer Entscheidungen tragen muss.
Der 14. Juni ist kein zufälliges Zusammentreffen verschiedener Ereignisse. Er macht sichtbar, wie eng Alltag, nationale Politik und globale Macht miteinander verbunden sind.
Wie und wo du feministisch am 14. Juni streiken kannst:
Wer sich am 14. Juni am feministischen Streik beteiligen möchte, kann dies auf unterschiedliche Weise tun. Neben den Demonstrationen und Kundgebungen in Basel, Bern, Zürich und vielen weiteren Städten sind auch kleinere Aktionen im Alltag Teil des Streiks, etwa das Sichtbarmachen von Care-Arbeit, Gespräche im eigenen Umfeld oder die Teilnahme an Veranstaltungen und Workshops. Informationen zu diversen Programmpunkten in der ganzen Schweiz findest du unter dem folgenden Link.